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24 Nüsse und Ölsaaten im Test

Jahrbuch für 2015
vom 10.10.2014

Nüsse und Ölsaaten

Eine harte Nuss

Ob als Zutat zur Gemüsepfanne, als Topping im Salat oder als Snack zwischendurch: Wer regelmäßig Nüsse isst, tut etwas für seine Gesundheit. In unserem Test waren viele Produkte in Ordnung. Aber leider eben nicht alle.

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10.10.2014 | Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung findet Nüsse so wichtig, dass sie im Rahmen der "5-am-Tag"-Kampagne empfiehlt, eine Portion Obst durch eine Portion Nüsse zu ersetzen, täglich sollen es aber nicht mehr als 25 Gramm sein. Vor allem die darin enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv aus - sie senken das Risiko für koronare Herzerkrankungen, wie Studien belegen.

Wir haben verschiedene Nussproben - Pinien-, Sonnenblumen- und Cashewkerne, Mandeln, Hasel- und Walnüsse - in konventionellen und Bio-Geschäften gekauft und von verschiedenen Laboren untersuchen lassen.

Das Testergebnis

In fast allen Produktsparten gibt es "sehr gute" Urteile von uns. Allein unter den Sonnenblumenkernen und den Pinienkernen schafft es kein Produkt auf das Siegertreppchen, sie sind bestenfalls "befriedigend". Die Mandeln von Alnatura und die Pinienkerne von Aldi Süd schließen mit "mangelhaft" ab.

Nüsse, zum Beispiel Mandeln, Hasel- und Walnüsse, zählen lebensmittelrechtlich zum Schalenobst. In solchem Schalenobst darf per Gesetz nur eine bestimmte Menge Cadmium enthalten sein, denn Cadmium kann Nierenschäden verursachen. Vor acht Jahren, 2006, führte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Untersuchungen an Pinienkernen durch, die bestätigten, dass Pinienkerne besonders viel Cadmium enthalten. Alle untersuchten Proben lagen damals sogar über dem Höchstwert von 0,05 Milligramm pro Kilogramm. Im gleichen Jahr wurden dann die Pinienkerne ausdrücklich aus der Verordnung der Höchstgehalte herausgenommen. Ein gesetzlicher Grenzwert für Cadmium in Pinienkernen existiert also nicht mehr. Begründet wurde dieser Schritt mit der Berechnung des Risikos, das Verbraucher eingehen, wenn sie mit Cadmium belastete Pinienkerne verzehren. Die Menge sei einfach zu gering, rechnete das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor. In diese Berechnung floss unter anderem ein Wert ein, der als "duldbare wöchentliche Aufnahmemenge" bezeichnet wird, "die ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen werden kann". Sie lag 2006 für einen 60 Kilogramm schweren Erwachsenen bei 0,42 Milligramm. Nur drei Jahre später, 2009, befand die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), dass der 60 Kilogramm schwere Erwachsene ein Leben lang nur noch 0,15 mg Cadmium pro Woche aufnehmen sollten, um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Die Gefahr, die von Cadmium in Lebensmitteln ausgeht, wurde also größer als früher eingestuft. Trotzdem gibt es für Pinienkerne weiterhin keine Höchstmengenregelung.

Sie fehlt auch für Sonnenblumenkerne. Auch sie enthalten vergleichsweise viel Cadmium, darauf machte das Bayerische Landesamt bereits im oben erwähnten Untersuchungsbericht aufmerksam. Doch die Sonnenblumenkerne zählen zu den Ölsaaten - und für die gibt es grundsätzlich keine Höchstmengenregelung zu Cadmium. Nach derzeitigem Wissensstand stellt aber auch der Verzehr von belasteten Sonnenblumenkernen allein kein gesundh

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Je vier Produkte Wal- und Haselnüsse, Cashew-, Pinien- sowie Sonnenblumenkerne und Mandeln standen auf dem Einkaufszettel. Dabei steuerten wir Bio-Läden genauso an wie Supermarkt- und Discounterketten.

Die Inhaltsstoffe
Nüsse sind häufig mit Schimmelpilzgiften, sogenannten Aflatoxinen, belastet. Selbstverständlich stand dies genauso auf unserem Prüfplan wie die Belastung mit krank machenden Keimen wie zum Beispiel Salmonellen. In fettreichen Lebensmitteln lagern sich gerne Schadstoffe wie Phthalatweichmacher an, außerdem sind Ölsaaten dafür bekannt, dass sie das giftige Schwermetall Cadmium anreichern. Um Schädlinge in Liefercontainern abzutöten, wird unter Umständen das Begasungsmittel Phosphin verwendet. Wir haben daher alle Proben auf diese Problemstoffe untersuchen lassen. War die Sensorik, die wir in einem Labor professionell durchführen ließen, auffällig, rundeten chemische Untersuchungen auf Frischeparameter wie zum Beispiel die Säurezahl, die Peroxidzahl oder Hexanal das Untersuchungsspektrum ab.

Die Bewertung
Bei der Bewertung orientieren wir uns an bestehenden Richtlinien oder Grenzwerten. Fehlen diese aber oder gehen sie uns unter dem Aspekt der Vorsorge nicht weit genug, sind wir häufig auch viel strenger als es der Gesetzgeber vorsieht. Nur Ware, die in der Qualität durch ihre Frische überzeugt sowie allenfalls Spuren von problematischen Inhaltsstoffen enthält, kann bei uns ein "sehr gut" erhalten. Kommen mehrere Mängel zusammen, addieren sie sich zu einer immer schlechter werdenden Note auf.

So haben wir getestet

Für Gemüse und Früchte gilt bei Cadmium die Höchstmenge von 0,05 mg/kg. Pinienkerne wurden 2006 jedoch komplett herausgenommen.

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