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Fußsäcke für Kinderwagen

AbgeSACKt

Es ist wieder unfassbar, wie schludrig die Hersteller von Kinderprodukten mit ihrer Verantwortung für die Kleinen umgehen: Zwei Fußsäcke im Test hätten nach unserer Auffassung so nicht verkauft werden dürfen.

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10.10.2014 | Die Ansprüche an Fußsäcke sind groß: Er sollte nicht nur warm halten, sondern auch beim Joggen nicht verrutschen, möglichst eine Signalfarbe haben, atmungsaktiv, strapazierfähig und selbstredend wasser- und schmutzabweisend sein. Aber wie so oft, wenn Funktionsmaterialien eingesetzt werden, hat der Komfort seinen Preis. Bei Herstellung und Entsorgung belasten diese Produkte Umwelt und Menschen, denn um die hohe Funktionalität zu gewährleisten, kommen diverse Chemikalien zum Einsatz.

Etwa bei der Herstellung von PVC, das auch in Fußsäcken steckt. Um zum Beispiel das Antirutschmaterial an den Rückseiten der Fußsäcke schön geschmeidig zu machen, werden Weichmacher (Phthalate) eingesetzt. Viele dieser Substanzen haben sich aber nachweislich als sehr problematisch erwiesen, deshalb sind einige in Babyartikeln bereits verboten.

Doch obwohl zum Beispiel DEHP bereits seit neun Jahren zu den verbotenen Phthalaten in Spielzeug und Babyartikeln zählt, findet ÖKO-TEST bei seinen Untersuchungen immer wieder Produkte, die diesen Weichmacher enthalten. Wie steht es um die Qualität der Fußsäcke für Kinder? Der Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen, wir schickten 15 Fußsäcke in die Labore.

Das Testergebnis

"Sehr gut" und "gut" können wir in diesem Test überhaupt nicht vergeben. Ein Drittel der Testprodukte schneidet mit "befriedigend" ab. Aber am anderen Ende des Spektrums finden sich leider zwei Produkte, die unserer Meinung nach so nicht hätten verkauft werden dürfen.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Die Nachfrage nach Fußsäcken für Kinderwagen steigt, wenn die Temperaturen sinken. Deswegen haben wir Fußsäcke gekauft, die für den Winter geeignet sind und bis zum dritten Lebensjahr genutzt werden können. Unsere Einkäufer waren nicht nur in Fachgeschäften unterwegs, sondern haben auch Produkte über den Versandhandel bestellt. Die Preisspanne reicht von 25 bis 150 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Die Fußsäcke im Test sind aus ganz unterschiedlichen Materialien zusammengesetzt, denen wir in unseren Tests gerecht werden wollten. So sind vier mit einem Lammfell gefüttert. Aus früheren Tests von Schaffellen wissen wir, dass hier Pestizide ein Problem sein können, denn einige Züchter versuchen damit den Insektenbefall der Tiere zu reduzieren. Auf der Unterseite von fünf Fußsäcken ist ein Rutschschutz angebracht. Dieser geschmeidige Kunststoff kann Weichmacher enthalten, schlimmstenfalls solche, die eine hormonelle Wirkung haben können und in Babyartikeln verboten sind. Auch die Farbstoffe der Textilien ließen wir überprüfen: Werden hier krebserregende sogenannte aromatische Amine eingesetzt? Sind die Farben schweiß- und speichelecht?

Die Bewertung
Was wegen Schadstoffbelastung nicht verkauft werden darf, gehört weder in Kinderwagen noch in Kindernähe. Daher können Produkte, die einen gesetzlichen Grenzwert überschreiten, bei uns nur mit "ungenügend" abschneiden. Doch bekommen auch Produkte diese Note, in denen mehrere Schadstoffe in Konzentrationen nachgewiesen wurden, die gesetzlich noch gar nicht geregelt sind. Hier richten wir uns beispielsweise nach Anforderungen unterschiedlicher Textilsiegel oder Empfehlungen von Natur- und Umweltschutzverbänden.

So haben wir getestet

Schadstoffe wie Weichmacher oder optische Aufheller können sich während der Benutzung aus einem Fußsack lösen.

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