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15 Schneeanzüge für Kleinkinder im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2016
vom 14.01.2016

Schneeanzüge für Kleinkinder

Schlitterpartie

Mittelprächtig: Von den 15 untersuchten Schneeanzügen für Kleinkinder waren die meisten "befriedigend" oder "ausreichend". Grund sind - wie so häufig in Textilien - Chemikalienrückstände aus Produktion und Ausrüstung.

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14.01.2016 | Spätestens wenn die ersten Schneeflöckchen herabrieseln, kramen Eltern für ihre lieben Kleinen den wind- und wetterfesten Schneeanzug aus der vergangenen Wintersaison heraus.

Glück gehabt, wenn er noch passt. Schließlich wachsen Kleinkinder ruck, zuck aus ihren Sachen heraus - und dann muss schleunigst ein neuer her. Nicht wenige Eltern holen sich vor einem Kauf Rat in ihren sozialen Netzwerken oder in Elternforen im Internet: "Welcher Schneeanzug ist gut? Was könnt ihr empfehlen?" oder "Ist teuer gleichzeitig besser? Genügt auch ein billiger Anzug?" Und während die einen empfehlen, ein günstiges Modell zu kaufen, da Kleinkinder schnell wachsen und sich ein teurer Anzug somit nicht lohnt, berichten andere gleich, dass sie keinen Unterschied zwischen Marken- und Nicht-Marken-Produkten festgestellt hätten. Wenn es dann an die Themen Wärmeisolation und Wasserdichtheit geht, sind die Meinungen gespalten: "Ich ziehe mein Kind nach dem Zwiebelprinzip an. Dann ist es nicht so schlimm, wenn etwas Feuchtigkeit durchdringt", schreibt eine Mutter in einem Internetforum für Kleinkinder. "Kauft Imprägnierspray und sprüht den Schneeanzug vorher ein", empfiehlt sinngemäß eine andere.

Letzteres ist ganz sicher die schlechtere Lösung. Denn Imprägniersprays enthalten in der Regel Treibgase und weitere bedenkliche Inhaltsstoffe, etwa fluorhaltige Chemikalien. Selbst Siegfried Lange, Vizepräsident des Textilreinigungs-Verbands NRW, warnt: "Schneeanzüge für Kinder präventiv zu imprägnieren, sehe ich äußerst kritisch. Besonders dann, wenn das in der Wohnung oder im Keller bei geschlossenen Fenstern gemacht wird." Bereits abgetragene Kinderschneeanzüge nachzuimprägnieren, empfiehlt Lange ebenso wenig. Sogar einige Hersteller, deren Produkte im Test landeten, bestätigten auf Nachfrage, dass eine nachträgliche Imprägnierung ihres Produkts nicht notwendig sei.

ÖKO-TEST wollte wissen, was alles in Schneeanzügen steckt und hat 15 Modelle für Kinder zwischen zwei und drei Jahren in die Labore geschickt. Untersucht wurden die Textilien auf gesundheitsschädliche Stoffe. Weil die Schneeanzüge beim Waschen ihre Farbe behalten sollen und nicht auf andere Textilien abfärben dürfen, haben wir sie zudem einem aufwendigen Materialtest unterzogen.

Das Testergebnis

Sechs Produkte sind "befriedigend", fünf "ausreichend", drei "mangelhaft" und eins ist "ungenügend" - und das, obwohl alle Modelle den Materialtest überwiegend sehr gut bewältigt haben. Doch im Schadstofftest erwiesen sich die Overalls als Schmuddelkinder.

In drei Modellen wurden Formaldehydmengen gefunden, die ÖKO-TEST so nicht akzeptiert und deshalb streng abwertet. Im Einzelnen waren das der Meru Ringebu Overall, princess, blue/midnight navy, der Finkid Pikku Winter, navy/fire sowie der Jako-O Schnee-Overall robust, seeblau. Formaldehyd wird zur Ausrüstung der Schneeanzüge eingesetzt, es ist ein stechend riechendes Gas, das schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Der Bedarf an Schneeanzügen für Kleinkinder orientiert sich am Einsatzzweck. Entsprechend unterschiedlich sind die Ansprüche an die Overalls. Wir haben deswegen nach unterschiedlichen Modellen Ausschau gehalten: Dicker gefüttert, flauschiges Innenfutter oder beschichtetes Obermaterial - insgesamt 15 Produkte in den Größen 80 bis 98 umfasst unsere Testpalette. Die Preisspanne reichte dabei von 42,50 bis 160 Euro.

Die Schadstoffprüfung
Im Kampf gegen Feuchtigkeit werden häufig die Nähte verschweißt. Darin - aber auch an anderen Stellen - können PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen stecken. Weil die meisten Modelle aus Polyester gefertigt sind, haben wir sie auf Antimon getestet. Außerdem wurden die Schneeanzüge unter anderem auf bedenkliche Weichmacher und Ersatzweichmacher, halogenorganische Verbindungen und auch auf optische Aufheller untersucht.

Der Materialtest
Ein Kleidungsstück soll beim Waschen nicht abfärben oder ausbleichen. Außerdem sollte es die Farbe behalten, wenn ein Kind mal den Ärmel- oder Kragenstoff in den Mund nimmt. Dafür haben wir die Modelle mehreren Farbechtheitsprüfungen unterzogen.
Weitere Mängel
Optische Aufheller stecken nicht nur in Materialien mit Hautkontakt, sondern auch in der Wattierung, mit der ein Hautkontakt eher unwahrscheinlich ist. Außerdem haben wir die Angabe der Stoffe laut EU-Verordnung Nr. 1007/2011 überprüft.

Die Bewertung
Schadstoff- und Materialtest machen jeweils 50 Prozent der Gesamtnote aus. Wir werten ab, wenn ein Produkt in den Echtheitsprüfungen die Mindestansprüche nicht erfüllt. Da aber Schadstoffe absolut nichts in Kleinkindnähe zu suchen haben, kann das Gesamtergebnis nicht besser als das Testergebnis Inhaltsstoffe sein.

So haben wir getestet

Den eigenen Schneeanzug mit dem Namen des Kindes zu markieren ist praktisch. Doch häufig stecken
in den weißen Etiketten optische Aufheller.

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Bestellnr.: J1601
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