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Jahrbuch Kleinkinder 2017
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Vitamin- und Eisenpräparate für Schwangere

Zu viel ist zu viel

Präparate für Schwangere bauen häufig auf das Prinzip "Viel hilft viel". Doch die meisten Zutaten sind überflüssig, manche gar bedenklich. Kein einziges Produkt im Test ist uneingeschränkt zu empfehlen.

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19.01.2017 | Wächst ein Baby im Bauch, stellen sich werdenden Eltern viele Fragen - auch zur Ernährung. Um Schwangeren bessere Orientierung zu bieten, haben die in Deutschland wichtigsten Akteure in den Bereichen Medizin und Ernährung das "Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie" gebildet und Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft erstellt. Diese sind auf der Internetseite www.gesund-ins-leben.de abrufbar. In puncto Supplemente lauten die Empfehlungen des Netzwerks kurz zusammengefasst folgendermaßen: Folsäure sollten die Präparate auf jeden Fall enthalten, nach Möglichkeit auch Jod. Eisen hingegen nur, wenn der Arzt einen Eisenmangel diagnostiziert hat.

Folsäure ist vor allem wichtig, da es einem Neuralrohrdefekt beim Embryo vorbeugt und das Vitamin aus dem B-Komplex in unseren Breiten kaum über die Nahrung aufgenommen wird. Wie aber sieht es mit all den anderen Vitaminen und Mineralstoffen aus, die sich in Supplementen finden? "Der Mehrbedarf für zahlreiche Nährstoffe in der Schwangerschaft kann - mit Ausnahme von Folat und Jod - durch eine geeignete Lebensmittelwahl gedeckt werden; der Verzehr von speziellen (diätetischen) Lebensmitteln ist im Allgemeinen nicht notwendig", heißt es dazu in den Empfehlungen des Netzwerks.

ÖKO-TEST hat 14 Vitamin- und 5 Eisenpräparate, die sich an Schwangere richten, eingekauft, ihre Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen und sie auf ihren Nutzen abgeklopft.

Das Testergebnis

Das beste Vitaminpräparat schneidet gerade mal mit "ausreichend" ab. Unter den Eisenpräparaten befindet sich immerhin ein "befriedigendes" Produkt. Fast alle Hersteller reichern ihre Produkte mit zu vielen Vitaminen und Mineralstoffen an.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
In Apotheken, Drogerien und Supermärkten haben wir Vitamin- und Eisenpräparate eingekauft, die sich gezielt an Schwangere richten. Mit Ausnahme eines diätetischen Lebensmittels handelte es sich durchgehend um Nahrungsergänzungsmittel, vorwiegend Kapseln und Tabletten, aber auch drei flüssige Lösungen.

Die maßgeblichen Inhaltsstoffe
Weil Folsäure für die Entwicklung des Fötus so wichtig ist, ließen wir im Labor analysieren, ob die Folsäureprodukte tatsächlich so viel enthalten, wie auf der Packung versprochen. Quelle für die auf einigen Produkten ausgelobten Omega-3-Fettsäuren ist Fischöl, das mit giftigen Schwermetallen wie Quecksilber und Arsen verunreinigt sein kann. Wir haben die ölhaltigen Kapseln darauf untersuchen lassen.

Die weiteren Inhaltsstoffe
Anhand der Deklaration haben wir die Produkte unter anderem auf umstrittene Konservierungsmittel wie Natriumbenzoat und problematische Süßstoffe wie Sucralose abgeklopft.

Die Bewertung
Wegen des erhöhten Bedarfs sollten Schwangere Folsäure und Jod ergänzen, der Mehrbedarf an Eisen kann auch über die Ernährung gedeckt werden. Außer der Arzt stellt einen zu niedrigen Eisenspiegel fest und empfiehlt eine ergänzende Einnahme. Dann hilft Vitamin C, die Eisenaufnahme zu verbessern. Wir haben Vitamin- und Eisenpräparate unterschiedlich bewertet. Bei Vitaminpräparaten führt alles, was über Folsäure und Jod hinausgeht, zu Notenabzug. Unsere Bewertung der Dosierung der einzelnen Vitamine und Mineralstoffe orientiert sich an den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für Nahrungsergänzungsmittel.

So haben wir getestet

"Viel hilft viel?" Wir haben die langen Zutatenlisten genauer unter die Lupe genommen.

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Bestellnummer: J1701
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