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Schokolade im Test: Beliebte Marken oft stark mit Mineralöl verunreinigt

Magazin Dezember 2019: Faires Fest | Autor: Birgit Hinsch/Katja Tölle/Kai Thomas | Kategorie: Essen und Trinken | 29.11.2019

Im Schokoladen-Test haben Labore alle Tafeln auf Schadstoffe analysiert.
Im Schokoladen-Test haben Labore alle Tafeln auf Schadstoffe analysiert. (Foto: ÖKO-TEST )

In unserem Schokoladen-Test empfehlen wir nur 2 von 25 Tafeln mit "gut". Die Probleme: Mineralöl und schlechte Arbeitsbedingungen. Viele Hersteller wissen oft nur wenig darüber, von welchen Farmen ihr Kakao überhaupt stammt.

Schokolade zählt weltweit zu den beliebtesten Süßigkeiten. Die Deutschen nasche im Schnitt pro Kopf rund neun Kilogramm Schokolade. Das ist laut Statista europaweit ein Spitzenwert – nur die Schweizer essen im Jahr ähnlich viel Schokolade. Zu den bundesweit beliebtesten Schokoladensorten zählen Milchschokolade, Nougatschokolade, Bitterschokolade und Haselnussschokolade.

Schokolade-Test mit der besten Vollmilchschokolade im Vergleich

Die Süßigkeit aus Zucker, Kakaobutter, Milchpulver und Kakaomasse ist allerdings auch negativ aufgefallen. Zuletzt in unserem Schokoladen-Test von 2017. Damals stellten wir teils erhebliche Belastungen mit Mineralölbestandteilen fest. Ein ähnliches Bild ergab unser Test von Schokoladen-Adventskalendern aus dem vergangenen Jahr.

Im Test: Wir haben uns deshalb gefragt, ob sich die Belastung zwischenzeitlich verringert hat und 25 Sorten Milchschokokolade überprüft. Labore haben die Tafeln für uns auf Mineralöl untersucht, außerdem auf krebsverdächtiges Acrylamid, Cadmium, Nickel und Salmonellen. Uns interessierte auch, ob die Hersteller bei den Angaben zum Kakaogehalt korrekt sind. Sensorik-Experten bewerteten für uns, wie die Schokolade schmeckt.

Oft werden Menschen beim Anbau von Kakao ausgebeutet und Wald zerstört. Wir haben die Anbieter der Schokolade im Test deshalb befragt, ob sie wissen, woher ihr Kakao stammt und wie er produziert wird. Wir baten um aussagekräfte Belege: Lieferdokumente, Rechnungen und Zertifikate. Denn Menschenrechtsverstöße, Kinderarbeit und  illegale Waldrodung sind ohne eine komplette Rückverfolgbarkeit der Schokolade nicht zu erkennen.

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Gute Schokolade überzeugt mit fairem Handel

Das Ergebnis: Nur zwei Milchschokoladen im Test sind "gut" – eine Bio-Schokolade und ein bekanntes Markenprodukt. Beide Hersteller konnten die Lieferkette überwiegend zurückverfolgen und belegen. Ihr Geschmack überzeugte die Sensorik-Gutachter, auch an den Inhaltsstoffen haben wir kaum etwas auszusetzen.

Gerade in der Weihnachtszeit hätten wir gern mehr Schokolade empfohlen. Aber: Von den 25 Tafeln im Test fallen sieben mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch, die restlichen sind mittelmäßig.

Unsere Kritik in Kürze: 24 von 25 Schokoladen im Test sind noch immer mit Mineralölbestandteilen verunreinigt. Die eine Schokoladentafel ohne Mineralöl enttäuschte allerdings in Sachen Kakaoproduktion und Transparenz. Gleich 22 Hersteller konnten ihre Lieferkette nicht bis zum Kakao-Bauern offenlegen; neun Hersteller überhaupt nicht.

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Schokolade im Test oft mit Mineralöl belastet

Labore haben die Schokolade im Test auf Mineralöl untersucht, außerdem auf krebsverdächtiges Acrylamid, Cadmium und Salmonellen.
Labore haben die Schokolade im Test auf Mineralöl untersucht, außerdem auf krebsverdächtiges Acrylamid, Cadmium und Salmonellen. (Foto: Eivaisla/getty images)

Mineralöl in Schokolade – kein neues Thema. Unser Schokoladen-Test von 2017 hatte teils erhebliche Belastungen mit Mineralölbestandteilen offengelegt. Im aktuellen Test hat das von uns beauftragte Labor immerhin keine krebsverdächtigen MOAH-Verbindungen mehr nachgewiesen.

Allerdings kritisieren wir nur zwei Hersteller im Schokoladen-Test nicht wegen MOSH-Verbindungen. Diese gesättigten Kohlenwasserstoffe reichern sich im menschlichen Körper an. Das ist aus unser Sicht unerwünscht. In vier Tafeln stecken aus unserer Sicht "sehr stark erhöhte" Belastungen.

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In zwei getesteten Milchschokoladen überschritten die MOSH-Mengen sogar einen Orientierungswert, den Lebensmittelämter mit dem Lebensmittelverband Deutschland, also der Industrie selbst, festgelegt haben. Neun Milligramm pro Kilogramm – eine hoch angesetzte Grenze und aus unserer Sicht eher eine Einladung zum Ausruhen. Grundlage für den Wert war die Belastungssituation ab 2016 – 90 Prozent aller Schokoladen lagen schon damals unter diesem Wert.

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Welche Schoko schmeckt am besten?

Sensorik-Exerten haben für uns alle getesteten Schokoladen beurteilt. Ergebnis der Blindverkostung: Die meisten Schokoladen überzeugten in Sachen Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Die volle Punktzahl schaffte jedoch nur jede dritte Schokolade. Einen klaren Geschmackssieger gibt es im Test nicht. Auch günstige Schokolade von manchem Discounter schmeckte den Verkostern gut – teilweise sogar deutlich besser als Marken-Schokolade.

Schlechter als "befriedigend" schnitt keine Schokolade im Test sensorisch ab. Allerdings attestierten die Gutachter einigen bekannten Markentafeln nur einen schwachen Geschmack und Geruch nach Schokolade. Zu anderen Tafeln urteilten die Prüfer beispielsweise: "schmeckt wenig aromatisch" oder "leicht sandig".

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Kakao-Produktion für Schokolade häufig intransparent

Kinderarbeit und illegale Rodung möglich: Die Kakaoproduktion der Schokolade im Test ist oft wenig transparent.
Kinderarbeit und illegale Rodung möglich: Die Kakaoproduktion der Schokolade im Test ist oft wenig transparent. (Foto: picture alliance/Nabil Zorkot; Jim Wickens, Ecostorm/Mighty Earth)

Wir haben die Hersteller der Schokolade im Test gebeten, ihre Lieferketten bis zu den Kakaobauern offenzulegen. Nur drei von 25 Herstellern konnten das überhaupt – im Vergleich zu anderen Lebensmitteln wie Kaffee eine sehr ist das eine schwache Quote. Neun Schokoladen-Firmen informierten uns überhaupt nicht zu ihrer Lieferkette.

Woran liegt das? Schokoladenproduzenten kaufen von den Lieferanten – und wo die ihren Kakao herhaben, das weiß am Ende der Lieferkette tatsächlich meist niemand mehr. Im Gegensatz zu Kaffee ist bei Kakao nicht einmal Fairtrade- oder UTZ-zertifizierte Schokolade automatisch rückverfolgbar.

Die Rückverfolgbarkeit ist aber die Voraussetzung schlechthin, um etwa Menschenrechtsverletzungen und illegale Rodungen von Urwald überhaupt erkennen zu können. "Unternehmen müssen, das fordern die Vereinten Nationen und die OECD, ihre Lieferketten ganz genau auf menschenrechtliche Risiken hin untersuchen", sagt Friedel Hütz-Adams, Experte für Kakao beim Südwind-Institut. "Das ist jedoch nur möglich, wenn die Lieferkette auch bekannt ist."

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Fairtrade-Kakaopreis für Schokolade selten belegt

Illegale Rodungen, Kinderarbeit bis hin zu Sklaverei: Die meisten Probleme auf Kakaofarmen sind Folge extremer Armut. Deswegen ist der Preis, den die Bauern für ihren Kakao bekommen, so wichtig. Einen existenzsichernden Lohn zahlen aber nicht einmal die Zertifizierer.

Fairtrade-Bauern bekommen zumindest etwas mehr als die anderen – den Fairtrade-Preis haben acht Hersteller von Schokolade im Test nachgewiesen. Fairtrade gelabelt haben nur sechs davon. Das UTZ-Siegel tragen weitere sechs. Bei diesen gelabelten Produkten kann man sicher sein, dass zertifizierter Kakao bezahlt wurde – auch wenn sie diesen nur teilweise enthalten.

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Überhaupt keinen zertifizierten Kakao haben zwei Hersteller für ihre Schokolade im Test bezahlt. Auch welchen Preis vier weitere Hersteller für ihren Kakao bezahlen, bleibt unklar. Sie haben uns teils umfangreiche Erklärungen geschickt – zertifiziert sind die getesteten Schokoladen aber nicht. Die Nachweise ließen zu wünschen übrig.

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Fairtrade garantiert keinen fairen Kakao

In einer UTZ- oder einer Fairtrade-Schokolade steckt nicht unbedingt UTZ oder Fairtrade. Der sogenannte Mengenausgleich erlaubt es, entsprechend zertifizierten mit nicht fair-gehandeltem Kakao zu mischen. Möglich ist das nur bei Kakao, Zucker, Orangensaft und Tee. Wer also wie etwa beim Kaffee erwartet, dass drin ist, was draufsteht, wird enttäuscht. Erkennbar ist das Verfahren bei Fairtrade an den Hinweisen "Fairtrade Cocoa Program" und "mit Mengenausgleich". UTZ arbeitet bei Kakao fast immer mit Mengenausgleich.

Hintergrund ist, dass viele Kleinbauern ihren Fairtrade-Kakao sonst nicht verkaufen könnten. Denn viele Händler in der Lieferkette sind nicht bereit oder in der Lage, den Kakao getrennt zu verarbeiten und zu lagern. Der Hersteller zahlt für 100 Prozent des Kakaos, den er verarbeitet, den höheren Preis. Er weiß aber letztlich nicht, wo sein Kakao genau herkommt und ob er tatsächlich fair gehandelt wurde. Auch die Fairtrade-Bauern bekommen den vollen Preis.

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Schokolade kaufen: Unsere Tipps

  • Wir können Ihnen im Test zwei Schokoladen mit dem Gesamturteil "gut" empfehlen. Geschmacklich können Sie beim Kauf getrost der persönlichen Vorliebe folgen. Im Test überzeugen die meisten Schokoladen sensorisch.
  • Kaufen Sie möglichst Schokolade, die keine Mineralölbestandteile oder zumindest nur in geringen Mengen enthält. Der höchste Gehalt im Test steckt in der Dm Bio Vollmilch Schokolade und der Hachez Dunkle Vollmilch. Hier raten wir ab.
  • Bio-Siegel auf Schokolade alleine garantiert noch keinen fairen Kakaoanbau. Soziale Mindeststandards gehören nur beim Naturland-Siegel dazu. Daher bietet es Ihnen eine gute Orientierung beim Kauf von Schokolade.
  • Auch mit den Siegel Fairtrade und UTZ unterstützen Sie den fairen Handel. Allerdings ist nicht immer Fairtrade drin, wo Fairtrade draufsteht: Der Mengenausgleich bei Fairtrade und UTZ erlaubt, zertifizierten und nicht-zertifizierten Kakao zu mischen.
  • Gänzlich beruhigen können Sie ihr Gewissen mit Siegeln nicht: Für keinen zertifizierten Kakao werden existenzsichernde Löhne gezahlt. Zudem kann kein Zertifizierer illegale Waldrodungen und Kinderarbeit beim Kakaoanbau komplett ausschließen.

Die Testsieger, die Testtabelle sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Weiterlesen auf oekotest.de:


Testverfahren

Für den Test haben wir 25 Sorten Milchschokolade eingekauft und in die Labore geschickt. Dort haben wir sie auf Mineralölbestandteile prüfen lassen, außerdem auf Acrylamid, Cadmium, Nickel und Salmonellen. Die Labore untersuchten auch, ob die Tafeln so viel Kakao enthalten wie auf den Packungen angegeben.

Im Sensoriklabor beurteilten Experten zudem Aussehen, Geruch, Geschmack und das Mundgefühl der anonymisierten Proben. Sie schmeckten dabei sehr genau hin. Selbst kleinste Kakaopartikelchen auf der Zunge entgingen ihnen nicht. Diese "leicht sandigen" Anteile schmälern die Qualität des Schmelzes. Wie es die Anbieter mit ihren Lieferketten halten, haben wir auf Basis eines Fragebogens erfragt. Wissen sie, wo ihr Kakao angebaut wird? Können sie Kinderarbeit und illegale Waldrodungen ausschließen? Die Antworten sollten sie mit Nachweisen wie Lieferdokumenten, Rechnungen und Zertifikaten belegen.

In das Gesamturteil fließen die Inhaltsstoffe und das Testergebnis Kakaoproduktion und Transparenz zu gleichen Teilen ein. Ausnahme: Lautet eins der Testergebnisse "ungenügend", kann auch das Gesamturteil höchstens eine Note besser sein. Wenn eine Schokolade nur "befriedigend" schmeckt, verschlechtert das das Testergebnis Inhaltsstoffe.

Bewertungslegende 

Bewertung Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: ein Gehalt an MOSH und MOSH-Analoga der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 4 mg/kg (in der Tabelle: Mineralölbestandteile "sehr stark erhöht"). "Über Orientierungswert" liegt der Gehalt, wenn die Summe aller analysierten MOSH und MOSH-Analoga der Kettenlängen C10 bis C50 über 9 mg/kg liegt. Zur Abwertung um zwei Noten führen: a) ein Gehalt an MOSH und MOSH-Analoga der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 2 bis 4 mg/kg (in der Tabelle: Mineralölbestandteile "stark erhöht"). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Gehalt an MOSH und MOSH-Analoga der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 1 bis 2 mg/kg (in der Tabelle: Mineralölbestandteile "erhöht"); b) Aroma zugesetzt. Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen "nein", bedeutet das unterhalb der Bestimmungsgrenze der jeweiligen Testmethode.

Bewertung Testergebnis Sensorik: Unter dem Testergebnis Sensorik führt zur Abwertung um eine Note: Sensorik-Punktzahlen von 4,9 bis 4,5. Zur Abwertung um zwei Noten führt: Sensorik-Punktzahlen von 4,4 bis 4,0. In die Beurteilung gingen der Geruch, der Geschmack und das Mundgefühl (Konsistenz/Textur) ein. Jedes Kriterium wurde im Rahmen der Sensorikprüfung mit maximal 5,0 Punkten benotet. Die Gesamtpunktzahl basiert auf den gemittelten und kaufmännisch gerundeten Punktzahlen der drei Kriterien.

Bewertung Testergebnis Kakaoproduktion und Transparenz: Unter dem Testergebnis Kakaoproduktion und Transparenz führen zu jeweils drei Minuspunkten: a) Rückverfolgbarkeit bis zum Bauern (mindestens aber bis zur Kooperative oder Produzentengruppe) nicht möglich (Mass Balance-Ansatz) oder eine unklare Angabe oder kein Nachweis hierzu; b) Lieferkette bis zu der jeweils möglichen Handelsstufe nicht ausreichend belegt; c) verbotene Kinderarbeit nicht auszuschließen, wenn für das Produkt kein oder nur teilweise zertifizierter Kakao eingekauft wurde; d) kein Nachweis oder keine (konkrete) Angabe, dass weitere soziale Mindeststandards (ILO-Kernarbeitsnormen) unabhängig überprüft wurden (etwa durch UTZ- oder Fairtrade-Zertifizierungen); e) kein ausreichender Nachweis für die Zahlung des garantierten Fairtrade-Mindestpreises für Kakao (inklusive Prämie); f) Entwaldung nicht auszuschließen. Zu jeweils zwei Minuspunkten führen: a) Rückverfolgbarkeit bis zum Bauern (mindestens aber bis zur Kooperative oder Produzentengruppe) teilweise möglich; b) die unabhängige Überprüfung sozialer Mindeststandards (ILO-Kernarbeitsnormen) teilweise nachgewiesen (etwa durch UTZ- oder Fairtrade-Zertifizierungen); c) kein Nachweis oder keine konkrete Angabe, dass hochgiftige Pestizide verboten waren. Dabei orientieren wir uns an der PAN-Liste für Highly Hazardous Pesticides von 2018. Zu jeweils einem Minuspunkt führen: a) Rückverfolgbarkeit bis zum Bauern (mindestens aber bis zur Kooperative oder Produzentengruppe) überwiegend möglich, etwa weil der Chargenbezug fehlt oder Angaben/ Belege nur für einen Teil des Kakaos vorliegen; b) Lieferkette bis zu der jeweils möglichen Handelsstufe teilweise belegt; c) hochgiftige Pestizide teilweise verboten.

In der Summe waren 20 Minuspunkte möglich. Bei bis zu 3 Minuspunkten lautet das Testergebnis Kakaoproduktion und Transparenz "sehr gut", bei 4 bis 6 Minuspunkten "gut", bei 7 bis 9 Minuspunkten "befriedigend", bei 10 bis 12 Minuspunkten "ausreichend", bei 13 bis 15 Minuspunkten "mangelhaft" und ab 16 Minuspunkten "ungenügend".

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung; b) die Abbildung einer Vanilleblüte auf der Packung, wenn laut Deklaration ausschließlich das Aroma Vanillin zugesetzt wurde.

Das Gesamturteil beruht zu gleichen Teilen auf den Testergebnissen Inhaltsstoffe und Kakaoproduktion und Transparenz. Ein Testergebnis Sensorik, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note. "Gute" Testergebnisse Sensorik und Weitere Mängel wirken sich nicht aus. Das Gesamturteil kann höchstens eine Note besser sein als das Testergebnisse Inhaltsstoffe oder Kakaoproduktion und Transparenz. Es kann nicht besser als "mangelhaft" sein, wenn die Belastung mit Mineralölbestandteilen den BLL-Orientierungswert überschreitet.

Testmethoden 

Mineralölbestandteile (MOSH/MOSH-Analoga/MOAH: DIN EN 16995 : 2017, mod. Die Modifikation betrifft die Verseifung und eine andere Matrix. Salmonellen: IOCCC 118-8:1990. Aluminium / Cadmium / Nickel: Quantitative Bestimmung gemäß DIN EN ISO 17294-2 (01/2017); Probenvorbereitung nach EN 15763 (04/2010). Acrylamid: LC-MS/MS. Gesamtfett: ASU L44.00-4:1985 (Durchführung nach L01.00-20). Saccharose, Lactose in g/100 g: in Anlehnung an ASU L40.00-7:2013. Milxheiweiß: in Anl. an AOAC 939.02 (OICC 6b-D):1963. Milchfett / fettfreie Milchtrockenmasse: Berechnung des Milchfettanteils anhand der ermittelten Gehalte an Fett und Buttersäuremethylester (in Anl. an ASU L 17.00-12:1999); Berechnung der fettfreien Milchtrockenmasse auf Basis der üblichen Vorgehensweise. Fettfreie Kakaotrockenmasse / Gesamtkakaotrockenmasse: Berechnung der fettfreien Kakaotrockenmasse anhand der ermittelten Gehalte an Methylxanthinen (Theobromin, Coffein: ASU L 45.00-1:1999); Gesamtkakaotrockenmasse berechnet aus der Summe der fettfreien Kakaotrockenmasse und des berechneten Gehalts an Kakaobutter. Sensorische Prüfung: Beschreibende Prüfung mit anschließender Qualitätsbewertung auf einer 5-Punkte-Skala (mit 5,0 Punkten als maximal zu erreichender Punktzahl). Drei geschulte Prüfer verkosteten die Proben zunächst einzeln und erarbeiteten dann einen Konsens, der die Basis für die Beschreibung und Bewertung darstellte. Zuvor wurden die Proben weitestgehend anonymisiert: Die Prüfung des Geruchs und Geschmacks erfolgte an den zerkleinerten (geraspelten) Proben. Für die Prüfung von Aussehen, Kaueindruck, Textur und Schmelz wurden die Reliefs durch Abkratzen entfernt. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse.

Einkauf der Testprodukte: September 2019 

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