Der ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
ÖKO-TEST ist einer der ältesten Testanbieter in Deutschland und seit 40 Jahren eine kritische Stimme für den Verbraucherschutz. Wir haben seit 1985 mehr als 100.000 Produkte und Dienstleistungen unter verschiedenen Fragestellungen für Sie untersucht. Neutral, sachkundig, objektiv. Das bedeutet für uns:
Neutralität
ÖKO-TEST entscheidet, was, wie und wo getestet wird, unabhängig von Industrie und Politik. Wir haben keine parteipolitische Ausrichtung und erhalten keine Finanzierung über öffentliche Gelder. Alle Kosten der Untersuchungen werden von ÖKO-TEST getragen. Bei unseren Tests arbeiten wir stets mit unabhängigen Prüfinstituten und Experten zusammen. Hersteller können keine Untersuchungen ihrer Produkte in Auftrag geben und auch nicht verhindern, dass Produkte untersucht werden. Auch Werbe- und Labelkunden können keinerlei Einfluss auf die Produktauswahl und Bewertung nehmen. Dementsprechend findet keine Bevorzugung oder Benachteiligung von Anbietern oder Produkten statt. Produkte die Hersteller bereitstellen, werden bei den Untersuchungen nicht berücksichtigt. Wir kaufen stets anonym im Handel ein.
Sachkunde
Wir verfügen über eine breit aufgestellte Fachkompetenz in den Projektteams, von Lebensmittelchemikern bis Ökotoxikologen. Unsere Projektteams stehen zum aktuellen Stand der Wissenschaft und Labortechnik im ständigen Dialog mit Wissenschaftlern, Untersuchungsämtern und Prüfinstituten. Wegen des breiten Spektrums der Testthemen und -gegenstände untersuchen wir nicht selbst. Wir lassen die hoch spezialisierten Untersuchungen in dafür qualifizierten Prüfeinrichtungen durchführen - in der Regel sind mehrere Institute mit unterschiedlichen Aspekten eines Tests beauftragt. Die Einordnung der Untersuchungsergebnisse erfolgt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und unter Auseinandersetzung mit gesetzlichen Regelungen.
Objektivität
Wir treffen eine repräsentative Auswahl der Testprodukte aufgrund von Marktanalysen und Verbrauchererwartung. Dabei behandeln wir sämtliche Produkte gleich, unabhängig davon, ob es sich um Bio-Produkte oder Produkte aus konventioneller Herstellung handelt oder ob die Produkte von kleinen Manufakturen oder großen Discountern stammen. Denn wir möchten den Markt möglichst gut abbilden und mit unseren Untersuchungsergebnissen Annahmen, die die Kaufentscheidung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern vielleicht beeinflussen, bestätigen oder widerlegen. Unsere Untersuchungen richten sich an vorab festgelegten Testfragen und Testkriterien aus. Vor Veröffentlichung erhalten die Hersteller selbstverständlich die Gelegenheit zur Stellungnahme. Bei der Bewertung orientieren wir uns, wie bereits oben beschrieben, am aktuellen Stand der Wissenschaft – dabei legen wir einen eigenen Fokus auf den vorbeugenden Verbraucherschutz.
Verbraucherschutz beruht dabei für uns auf folgenden zentralen Punkten:
- Aufklärung: Unser Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung zu bieten, gerade bei Fragestellungen, die sie selbst nicht beantworten können, wie beispielsweise Schadstoffbelastung, Sicherheit oder Allergiepotential. Wir ordnen Problemstellungen und Untersuchungsergebnisse ein, versuchen komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und so Verbraucherinnen und Verbraucher zu einem gesunden und bewussten Lebensstil zu ermächtigen und ihnen zu ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Wir als Presse können schnell auf aufkommende Problemlagen reagieren und diese aufzeigen, unabhängig von vielfältigen Interessenlagen, die etwa die Gesetzgebung zu lange lähmen. Wir können damit auf Themen und Anfragen eingehen, die über Verbraucherinnen und Verbraucher zu uns kommen.
- Transparenz: In jedem unserer Tests können Verbraucherinnen und Verbraucher unser Vorgehen und unsere Bewertung nachvollziehen. Wir legen die einzelnen Untersuchungsschritte und die dahinterstehenden Überlegungen dar, zeigen auf, welche Probleme eine bestimmte Produktgruppe haben kann und erläutern, warum wir die jeweiligen Testparameter gewählt haben. Wir ordnen die Untersuchungsergebnisse der Produkte ein, vergleichen sie miteinander und erklären darüber sowohl unsere Bewertung als auch die Testergebnisse der einzelnen Produkte. Damit können sich Verbraucherinnen und Verbraucher eine eigene Meinung zur Qualität der Produkte bilden.
- Qualität: Wir stehen für höchste journalistische Qualität. Unsere Arbeit folgt klaren Standards, die sich an gründlicher Recherche und sorgfältiger Bewertung aller Fakten orientieren. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten somit nicht nur Ergebnisse, sondern umfassende Informationen, die journalistisch verständlich aufbereitet wurden. Wir liefern über ein Gesamtergebnis hinaus eine umfassende und vergleichende Bewertung der Produkte. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag auch in der öffentlichen Diskussion.
- Gesundheit: Wir setzen uns für die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher ein. Unsere Tests decken gesundheitliche Risiken frühzeitig auf, wir hinterfragen industrielle Standards und benennen Produkte, die frei von schädlichen oder bedenklichen Inhaltsstoffen sind. Für ÖKO-TEST steht der vorbeugende Verbraucherschutz an zentraler Stelle. Das heißt: So lange nicht tatsächlich erwiesen ist, dass ein Stoff unbedenklich für die menschliche Gesundheit und/oder die Umwelt ist, möchten wir ihn in Produkten nicht finden. Zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern, ist unsere klare Forderung an die Hersteller, Produkte und Produktion stetig zu verbessern.
- Sicherheit: Wir prüfen kritisch, ob bei Produkten Risiken bestehen und ob gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Dabei haben wir auch immer im Blick, ob Verbraucherinnen und Verbraucher umfassend und sinnvoll über Produkte und eventuelle Gefahren informiert werden. Produktsicherheit, Produktionsstandards und gesetzliche Bestimmungen werden dabei hinterfragt und teilweise kritisiert. Dabei kommt es vor, dass gesetzliche Vorgaben von uns als unzureichend angesehen werden, um im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher einen wirksamen Schutz vor potentiell schädlichen Produkten zu bieten.
- Nachhaltigkeit: Wir stehen für nachhaltiges Handeln, denn ökologische Verantwortung ist aus unserer Sicht gelebter Verbraucherschutz. Testkriterien mit Umweltbezug fördern den Schutz von Böden, Luft und Wasser, und damit die Gesundheit von Menschen. Eine ökologische Ausrichtung sichert das Produktangebot und dessen Qualität. Das schont Ressourcen, sichert unsere Nahrungsgrundlage und vermeidet Folgekosten durch Schäden an Gesundheit und Umwelt. So profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher doppelt – heute und in Zukunft.
In 40 Jahren haben wir viel erreicht. Unzählige Hersteller haben ihre Produkte nach unseren Tests verbessert. Wir haben Behörden, Industrie und Politik auf Probleme aufmerksam gemacht und mehrfach die Gesetzgebung beeinflusst.
Unser Herzstück
Das Herzstück unserer Arbeit: Tests, die im ÖKO-TEST Magazin und auf unserer Homepage oekotest.de veröffentlicht werden. Unsere Themen reichen dabei von Allzweckreiniger, Babytragen und Cremes bis hin zu Tomatensoßen, Vliestapeten, Wimperntuschen und Zimtsternen. Allein mit dem Magazin erreichen wir monatlich 1 Million Leserinnen und Leser. Anfang 2024 hatten wir zudem 2,5 Millionen Nutzer auf oekotest.de. 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum 2023.
Unsere Arbeit machen auch unsere vielen treuen Abonnentinnen und Abonnenten möglich – danke! Wenn Sie unser Magazin abonnieren möchten, können Sie das hier tun. Online-Testergebnisse bekommen Sie hier.
Hinzu kommen Sonderveröffentlichungen – Jahrbücher und Spezialhefte zu verschiedenen Themen wie Ernährung, Bauen, Wohnen oder Energie. Die Sonderhefte erhalten Sie hier.
Unsere Erfolge
Schädliche Substanzen in Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen kritisieren wir seit 1985. Diese Arbeit ist oft mühsam, meistens kleinteilig und immer langwierig. Umso besser, dass wir oft genug mit unserer Arbeit sehr erfolgreich waren. Denn: Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten etliche Richtlinien und Gesetze beeinflusst und unzählige Hersteller dazu bewegt, ihre Produkte zu verbessern. Ein Auszug der Erfolge unserer Arbeit von Acrylamid bis Zink-Pyrithion.
Acrylamid weist ÖKO-TEST erstmals in einem Chips-Test im Jahr 2002 nach. Der wahrscheinlich krebserregende Stoff entsteht vor allem beim Erhitzen von Lebensmitteln, betroffen sind vor allem Kartoffel-, sowie Getreideprodukte und Kaffee. Auch die folgenden Tests Pommes, Tiefkühlpizza, Cornflakes, Kaffeebohnen und Nuss-Nougat-Cremes weisen Acrylamid-Belastungen nach. ÖKO-TEST weist immer wieder auf die Gefahren von acrylamidbelasteten Lebensmitteln hin. Und tatsächlich tut sich etwas: Die Hersteller bekommen das Problem langsam etwas besser in den Griff, die Belastungen sinken. Und tatsächlich beschließt auch die EU 2013 Richtwerte für Acrylamid in Lebensmitteln, die sie 2017 noch einmal in einer Verordnung verschärft. Jetzt nimmt die EU neben den Herstellern auch Betreiber von Gaststätten stärker in die Pflicht.
Das gibt es noch zu tun: Gesetzlich verpflichtende Grenzwerte, die Hersteller einhalten müssen, fehlen weiterhin.
Endlich! 2021 hat die EU-Kommission Anilin in Spielzeug begrenzt. Demnach dürfen in Fingermalfarben noch höchstens 10 sowie in Textil- und Lederspielzeug höchstens 30 mg/kg des krebsverdächtigen Farbstoffbestandteils nachweisbar sein. ÖKO-TEST kritisiert Anilin seit vielen Jahren und findet es regelmäßig in Textil- und Lederprodukten. Die EU-Kommission hatte uns bereits 2017 darum gebeten, ihr zusammenzustellen, in welchen Kinderartikeln wir Anilin gefunden haben, was wir natürlich gern getan haben. Die Grenzwerte sind ein großer Erfolg.
Lange Zeit bestanden Plastikbabyfläschchen aus Polycarbonat – einem Kunststoff, aus dem sich der Schadstoff Bisphenol A (BPA) lösen kann. Der Stoff wirkt im Tierversuch hormonell. ÖKO-TEST hat BPA in Babyfläschchen nachgewiesen. Im März 2011 verbietet die EU den Stoff für die Herstellung von Babyfläschchen. Und es geht weiter: 2018 senkt die EU den Grenzwert für den Übergang von Lebensmittelverpackungen. Und 2023 folgt ein Paukenschlag: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit senkt die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) auf wahnwitzig niedrige 0,2 Nanogramm, das sind 0,2 Milliardstel eines Gramms. Ein so derart niedriger Gehalt kommt einer Kampfansage an die Chemikalie Bisphenol A gleich. Hin zu einem Verbot ist der Weg nun deutlich kürzer, auch wenn einige Instanzen wie das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung den Efsa-TDI als viel zu niedrig einschätzen.
ÖKO-TEST hat 1997 als erste Institution genmanipuliertes Soja in Lebensmitteln nachgewiesen – im Test Nuss-Nougat-Cremes. Nach diesem Fund haben wir immer wieder darauf aufmerksam gemacht, welche Risiken Gentechnik für Mensch und Umwelt mit sich bringt – mit Erfolg: 2004 wurden Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der EU kennzeichnungspflichtig. Heißt, auf der Verpackung muss nun stehen, dass das Produkt GVO enthält – und damit setzt sich Gentechnik im Gegensatz etwa zu den USA hier nicht durch. Denn die Kundinnen und Kunden hier wollen mit großer Mehrheit keine genetisch veränderten Lebensmittel.
Das gibt es noch zu tun: Wenn Tiere GVO-Futter bekommen haben und dann ihr Fleisch, ihre Milch oder ihre Eier verkauft werden, sind diese tierischen Lebensmittel bisher nicht kennzeichnungspflichtig. Und: So genannte Spuren, also geringe Anteile von Gentechnik, die unter 0,9 Prozent liegen, müssen Hersteller derzeit auch nicht kennzeichnen. Unsere Labore können diese aber nachweisen und tun dies auch. Und diese Nachweise werten wir konsequent ab.
Tausendmal kritisiert – und tausendmal ist nichts passiert. ÖKO-TEST weist Glyphosat seit mehr als zehn Jahren in Linsen, Bohnen, Brötchen, Broten, Cornflakes, Mehl, Haferflocken und Co. nach. Ob das Spritzgift krebserregend ist oder nicht, gilt als umstritten. Sicher ist, dass es die Artenvielfalt bedroht. Allein deswegen – aber auch aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, nachdem ein Stoff erst eingesetzt werden sollte, wenn nachgewiesen ist, dass er unbedenklich ist – fordert ÖKO-TEST seit Langem ein Verbot. Das folgt jetzt, endlich: Ab 2024 soll der Einsatz des Spritzgiftes in Deutschland verboten sein.
2010 weist ÖKO-TEST in 16 Margarinen Glycidyl-Ester nach – das sind Fettschadstoffe, die beim Erhitzen von Speisefetten entstehen und aus denen sich im Körper das wahrscheinlich krebserregende Glycidol bildet. Besonders viel von dem Stoff enthält häufig das ohnehin ökologisch bedenkliche Palmfett. In den Jahren darauf stellt sich heraus: Viele Lebensmittel sind damit belastet, und gerade das besonders sensible Lebensmittel Anfangsmilch für Babys häufig besonders hoch.
Und endlich: 2018 legt die EU Grenzwerte für Glycidyl-Ester in Babynahrung fest. Die Belastung der Produkte sinkt deutlich, wie unsere erneuten Tests zeigen. Das ist ein so wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu sicherer Babynahrung. Ob Margarine oder Anfangsmilch, die Hersteller bekommen das Problem immer besser in den Griff. 2020 folgen weitere Grenzwerte für Glycidyl-Ester in bestimmten Lebensmitteln (etwa Fette und Öle) und für die verwandten 3-MCPD-Fettsäureester.
Den Duftstoff mit dem komplizierten Namen Butylphenyl Methylpropional oder auch einfach Lilial, kritisiert ÖKO-TEST seit vielen Jahren. Lange Zeit galt Lilial sogar als vermeintlich harmlose Alternative zu anderen Duftstoffen. Spätestens seit 2020 ist mit der Feststellung der EU aber klar: Lilial kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und steht im Verdacht, das Kind im Mutterleib schädigen zu können. Wir haben schon lange vorher, als sich aus Tierversuchen die ersten Hinweise darauf ergaben, konsequent abgewertet. Und endlich: Seit März 2022 ist Lilial in Kosmetika verboten.
Eins der ganz seltenen Beispiele, dass Selbstverpflichtungen der Industrie etwas bringen können und unsere lauten Rufe nach gesetzlichen Regelungen auch etwas leiser werden können: festes Mikroplastik in Kosmetika. Wir kritisieren den aktiven Einsatz der umweltschädlichen Stoffe etwa in Peelings, Zahnpasta und Co. seit vielen Jahren. Doch die Mühlen der Politik mahlen langsam, weder die EU noch Deutschland reglementieren das Problem. Es tut sich trotzdem etwas. Die Industrie beschließt 2013 einen freiwilligen Verzicht auf festes Mikroplastik, das tatsächlich wirkt. In Peelings und Duschgels etwa ist unseren Tests nach festes Mikroplastik kein Thema mehr, die Hersteller setzen längst Alternativen ein.
Das gibt es noch zu tun: Das heißt leider nicht, dass Plastik aus Kosmetika verschwunden ist. Viele Hersteller setzen weiterhin flüssige Kunststoffe (synthetische Polymere) ein, die auch die Umwelt belasten. Eine Reglementierung dieser flüssigen Kunststoffe fehlt.
Seit Jahrzehnten ist das Problem bekannt, dass Mineralöl in unser Essen und in unsere Kosmetika gelangt. 1994 wertete ÖKO-TEST erstmals Produkte ab, die Mineralölbestandteile enthalten: im Test Lippenstifte. 2010 haben wir Reis untersucht und in allen (!) kartonverpackten Produkten Verunreinigungen mit Mineralöl gefunden. Etliche Hersteller überprüften daraufhin ihre Verpackungen. Doch Reis ist nicht das einzige Lebensmittel, das belastet ist: ÖKO-TEST weist in den Jahren darauf in unzähligen Produkten – darunter Anfangsmilch für Babys, Olivenöl, Vanilleeis, Schokolade, Nuss-Nougat-Cremes, Kurkuma, Sonnenschutzmittel für Kinder, Haaröle und getönte Tagescremes – Mineralöl nach. Und fordert Grenzwerte. 2020 ist es so weit: Die EU schlägt einen Grenzwert für Mineralöl (MOAH) in Babymilchpulver vor, endlich. Und 2022 folgen Richtwerte für die besonders bedenklichen Bestandteile MOAH in Lebensmitteln. Diese Richtwerte haben allerdings ein bisschen mehr Wumms als „normale“ Richtwerte, nach denen Unternehmen sich eben richten können oder auch nicht: Die EU-Kommission ist der Auffassung, dass Lebensmittel mit nachweisbaren Gehalten von MOAH vom Markt genommen werden sollten.
Das gibt es noch zu tun: Auch wenn die Richtwerte der EU mehr Wumms haben als andere Richtwerte – es sind noch keine gesetzlich verpflichtenden Grenzwerte. Das fehlt und daran arbeiten wir. Und was weiterhin komplett unreglementiert ist, sind die Mineralölbestandteile MOSH. Sie reichern sich im Körper an und sind dort die größte Verunreinigung überhaupt. Und was sie dort anrichten, ist bisher noch völlig unklar, weil die richtigen Untersuchungen dazu fehlen – und das, obwohl das Problem seit Jahrzehnten bekannt ist. Auch fehlen bisher noch jegliche Regulierungen für Mineralöl in Kosmetika. Dort handelt es sich im Gegenteil zu Lebensmitteln meist nicht um Verunreinigungen. Einige Kosmetika bestehen sogar zu großen Bestandteilen aus Mineralöl – Vaseline etwa.
Seit vielen Jahren kritisiert ÖKO-TEST die Konservierungsmittel Methylisothiazolinon und Methylchloroisothiazolinon in Kosmetika, da sie starke Allergien auslösen können. 2015 ist es endlich so weit: Die EU verbietet zumindest die Kombination aus beiden Stoffen in Kosmetika, die auf der Haut bleiben. 2017 folgt auch die Regulierung von Methylisothiazolinon allein.
Das gibt es noch zu tun: In abwaschbaren Kosmetika sind die Konservierungsmittel noch erlaubt. Aus unserer Sicht gehören sie ganz verboten.
Im Juni 2007 haben wir so richtig die Sektkorken knallen lassen. Denn damals trat die REACH-Verordnung in Kraft, ein riesiger Erfolg. Jahrelang haben wir gefordert, dass die Politik das Inverkehrbringen gefährlicher Chemikalien regeln muss. Und endlich schaffen die Behörden ein System, dass das Zeug dazu hat. REACH war ein riesiges Projekt, für das extra die europäische Chemikalienbehörde ECHA gegründet wurde. Das Ziel: Es sollten nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden dürfen, die vorher registriert wurden. Dazu sollten die Hersteller auch das Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt bewerten. Besorgniserregende Stoffe sind seitdem genehmigungspflichtig und zeitlich befristet.
Auf bedenkliche Phthalate, besonders in Schnullern und anderen Babyartikeln, die die Kleinen in den Mund nehmen, testen wir seit 1989. Wir haben jahrelang dafür gekämpft, dass diese Stoffe, die teilweise wie Hormone wirken, verboten werden. 2005 ist es endlich so weit: Die EU verbietet einige besonders bedenkliche Phthalate in Babyartikeln. Bei Produkten, die Babys in den Mund nehmen, ist die EU noch strenger und verbietet darin weitere Phthalate. Nach und nach kommt es auch zu Verboten in anderen Produkten.
Das gibt es noch zu tun: Noch sind bedenkliche Phthalate jedoch in vielen Produktgruppen erlaubt. Ziel unserer Arbeit ist, die Verbote auch in anderen Produkten voranzutreiben.
Seit Jahrzehnten wird Zinkpyrithion zur Konservierung oder als Anti-Schuppen-Wirkstoff in Kosmetika eingesetzt – und seit Jahrzehnten kritisiert ÖKO-TEST die Verbindung. Der Stoff gilt als „vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen“ und steht im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu gefährden. Schon länger hatte ÖKO-TEST die Verbindung kritisiert, weil sie auch die Haut reizt und giftig ist für Wasserorganismen. Trotzdem enthielten noch im März 2021 sieben der von uns getesteten Anti-Schuppen-Shampoos den Stoff – obwohl es längst bessere Alternativen gab. Endlich hat die Europäische Union ein Verbot von Zinkpyrithion in Kosmetika beschlossen. Es gilt seit März 2022.
Unser Verlag
Seit Januar 2022 gibt es nicht mehr ausschließlich die ÖKO-TEST AG, sondern zwei voneinander unabhängige Gesellschaften: die ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG und die ÖKO-TEST AG. Der Grund für diese Entscheidung war, dass ÖKO-TEST auch gesellschaftsrechtlich verankern wollte, was in unserer täglichen Arbeit schon immer gelebte Praxis war: die Trennung des redaktionellen und vertrieblichen Teils des Verlags.
Die Redaktion hat ihr neues Zuhause in der neuen ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG. Die ÖKO-TEST AG verwaltet als Muttergesellschaft die Abteilungen Anzeigenvertrieb sowie Labelverwaltung und -vertrieb. Damit ist unmittelbar erkennbar, was wir seit jeher beherzigen: Die Redaktion arbeitet und veröffentlicht ausschließlich nach redaktionell-journalistischen Kriterien. Unabhängig davon, ob Hersteller, dessen Produkte redaktionell getestet werden, zeitgleich Anzeigenkunden und Lizenznehmer des ÖKO-TEST Labels sind oder werden könnten.
ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG und ÖKO-TEST AG haben dafür einen Lizenz- und Vertriebsvertrag geschlossen. Danach führt die ÖKO-TEST AG das Anzeigengeschäft in den Print- und Digitalmedien. Zudem ist sie die alleinige Lizenznehmerin des ÖKO-TEST Labels. Das bedeutet: Hersteller, die mit dem Label für ihre getesteten Produkte werben wollen, können und müssen mit der ÖKO-TEST AG einen entsprechenden Lizenzvertrag schließen.
Diese gesellschaftsrechtliche Aufstellung ist für uns richtig und notwendig, um als Verlag weiter wachsen zu können und dabei jedem Zweifel an der Neutralität und Unabhängigkeit unserer Arbeit von vornherein zu begegnen.
Transparenz, Ehrlichkeit und Integrität sind Werte, die uns ein besonderes Anliegen sind. Als Medienunternehmen ist es uns zudem wichtig, unabhängigen, integren und kompetenten Journalismus sicherzustellen und unternehmerische wie gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. So haben wir uns auch den „Grundsätzen zur Sicherung der redaktionellen Unabhängigkeit und Integrität der Medienbeteiligungen“ unserer Konzernmuttergesellschafterin, der Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, angeschlossen.
Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, ddvg, ist Mehrheitsaktionärin der ÖKO-TEST AG. Sie hat die Mehrheit im Jahr 2002 übernommen. Inzwischen hält sie rund 80,4 Prozent der Aktien. Davon werden 10,2 Prozent direkt von der ddvg gehalten, der Rest ist im Besitz der Green Lifestyle GmbH (GLG), ihrer 100-prozentigen Tochtergesellschaft. Die übrigen Beteiligungen sind im Streubesitz von rund 640 Aktionären. Die ddvg gehört zu 100 Prozent der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. In unsere redaktionelle Arbeit greift weder die ddvg noch die SPD ein.
Informationen zur ddvg finden Sie unter: https://www.ddvg.de/.
Meldestelle: Wir haben eine digitale Hinweisgeber-Lösung eingeführt, mit der Sie schnell, unkompliziert und vor allem sicher und anonym Ihren Hinweis auf potenziell illegales Verhalten im redaktionellen sowie geschäftlichen Bereich sämtlicher Unternehmensbestandteile von ÖKO-TEST melden können. Die Lösung ist von jedem internetfähigen Gerät rund um die Uhr zugänglich und stellt dabei sicher, dass der Datenschutz und die Anonymität lückenlos gewährleistet sind. Eine technische Rückverfolgung von Hinweisen ist nicht möglich.
Mit folgendem Link gelangen Sie zu unserer Hinweisgeber-Lösung.
Fragen und Antworten zu ÖKO-TEST
Testauswahl
Von der Testauswahl bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie die Ergebnisse eines Tests nachlesen können, kann ein Jahr vergehen.
Um zu entscheiden, welche Tests in welcher Ausgabe des ÖKO-TEST Magazins oder online erscheinen, setzt sich die Chefredaktion regelmäßig mit Vertretern aus dem Projektmanagement und Redakteurinnen zusammen.
Auswahlkriterien für Testthemen sind dabei unter anderem:
- Relevanz wegen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Entwicklungen (z.B. Weichmacher in Sonnencremes, Schwermetalle in Tampons)
- Besonderes Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher (z.B. Lebensmittel und Kosmetika, Dinge des täglichen Gebrauchs)
- Produkte mit einem bestimmten Themenbezug (z.B. Wandfarbe, torffreie Blumenerde). Vorschläge von Herstellern werden von der Redaktion nicht angenommen.
Testplanung
Nachdem ein Test festgelegt wurde, geht es in die Planung. Dabei wird festgelegt, welche Fragestellungen und Parameter überprüft werden sollen. Für die notwendigen Laboranalysen wird diskutiert, welche Labore sich dafür am besten eignen. Wir arbeiten grundsätzlich mit akkreditierten, hoch spezialisierten Laboren zusammen, die die modernsten Testmethoden verwenden.
Vor dem Hintergrund geltender Vorschriften, Grenzwerte und aktueller Schadstoffdiskussionen erstellen wir eine Bewertungsmatrix, über die wir später die Laborergebnisse und weitere Abwertungen, die etwa auf der Deklaration beruhen, einordnen können. Häufig sind unsere Bewertungskriterien strenger als die des Gesetzgebers. Das liegt zum einen daran, dass wir viele gesetzliche Grenzwerte als zu lasch einstufen – wenn es überhaupt welche gibt. Zum anderen steht für uns der vorbeugende Verbraucherschutz an erster Stelle.
Einkauf
Ungefähr drei Monate, bevor ein Test erscheint, schicken wir unser Einkaufsteam los, das anonym die Produkte einkauft. Die Anschaffung der Produkte geschieht immer aus der Redaktion heraus. Herstellerzusendungen werden nicht angenommen.
Im Vorfeld legen die verantwortlichen Projektleiterinnen und -leiter fest, wie viele Produkte der Test umfassen soll, welche Produktvariante getestet werden soll, welche Marken möglichst berücksichtigt werden sollen und wie viele Packungen pro Produkt wir inklusive Rückstellproben brauchen. Die Packungen pro Produkt kaufen wir immer chargengleich ein, um eine Vergleichbarkeit der Produkte sicherstellen zu können, falls es zu Nachuntersuchungen kommt.
Bei der Produktauswahl achten wir auf ein möglichst ausgewogenes Verhältnis von konventionellen und Bio-Produkten sowie von Markenprodukten und Eigenmarken aus Supermärkten und Discountern. Vertrieb und Redaktion sind bei ÖKO-TEST streng getrennt, daher findet die Produktauswahl auch vollständig unabhängig von möglichen Anzeigen- und Logolizenzkunden statt.
Laboruntersuchung
Nach dem Einkauf erfragen wir bei den Herstellern die Aktualität der Produkte, um sicherzustellen, dass die Produkte nicht in Kürze vom Markt genommen oder durch neue ersetzt werden. Nach der Aktualitätsprüfung schicken wir die Produkte für die Untersuchung ins Labor.
Sind die Analysen abgeschlossen und alle Ergebnisse laborintern abgesichert und auf Plausibilität geprüft, fasst das beauftragte Labor die gemessenen Gehalte in einem Prüfbericht an uns zusammen. Die Lebensmittelchemikerinnen oder -technologen, Ökotoxikologen, Ökotrophologinnen oder Biologinnen aus unserem Projektmanagementteam ordnen die übermittelten Werte in die Bewertungsmatrix ein und interpretieren sie. Dafür sind sie auch immer wieder mit Behörden und Untersuchungsämtern im Austausch. In enger Abstimmung mit der Leitung des Test-Ressorts werden die Auswertungen der Laborergebnisse final festgelegt. Jede Testtabelle wird von mehreren Mitgliedern des Redaktionsteams mehrmals sorgfältig geprüft und anhand unserer Abwertungskriterien durchgerechnet.
Veröffentlichung
Vor der Veröffentlichung eines Tests teilt das Projektleiterteam den Anbietern der Testprodukte die Laborergebnisse mit und gibt ihnen Gelegenheit, innerhalb einer Frist darauf zu reagieren und unter Umständen eigene Laboranalysen zu veranlassen. Diese Rückmeldungen werden analysiert und gemeinsam mit den Schadstoffrecherchen und unseren Abwertungsgrenzen für jeden Test in einem Dossier zusammengefasst – als Grundlage für die redaktionelle Aufarbeitung durch die Journalistinnen im Team, die den Testbericht in Abstimmung mit der Projektleitung verfassen. Der Testbericht wird vor Veröffentlichung juristisch umfassend geprüft.
Verbessern Anbieter ihre Produkte nach Veröffentlichung aufgrund des Tests, kann dies in einer nachfolgenden Berichterstattung veröffentlicht werden.
Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Zum einen kritisieren wir viele gesetzliche Grenzwerte als zu lasch – wenn überhaupt welche existieren. Denn, bis ein neu entdeckter Schadstoff reglementiert wird, dauert es häufig Jahre bis Jahrzehnte – Beispiel Mineralöl. Nur, weil Verbraucherschützer wie wir jahrzehntelang diese Verunreinigungen kritisiert haben, bewegt sich auch etwas. Und nun gibt es zumindest Richtwerte der EU.
Zum anderen steht für ÖKO-TEST der vorbeugende Verbraucherschutz an erster Stelle. Das heißt: Solange nicht tatsächlich erwiesen ist, dass ein Stoff unbedenklich für die menschliche Gesundheit und Umwelt ist, möchten wir ihn in Produkten nicht finden. In gesetzliche Grenzwerte fließen auch andere Überlegungen mit ein, die für die Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher keine Rolle spielen.
Oft gibt es außerdem Regelungslücken. So waren beispielsweise krebserregende aromatische Amine zwar in Textilien verboten, in Baby- und Kinderspielzeug wie Stoffbilderbüchern aber lange Zeit noch erlaubt. Natürlich haben wir die krebserregenden Stoffe auch schon vor dem Verbot abgewertet, wenn wir sie in Stoffbilderbüchern gefunden haben.
Übrigens: Der Bundesgerichtshof hat geurteilt, dass Testzeitschriften in der Wahl ihrer Testmethoden und Bewertungsmaßstäbe nicht an gesetzliche Vorschriften gebunden sind.
Wir passen unser Testprogramm laufend an die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Möglichkeiten der modernen Labortechnik an. Dafür überprüfen unsere Projektleiterinnen und -leiter gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten das Prüfprogramm für jeden einzelnen Test aufs Neue, damit wir sicher sein können, dass unsere Tests immer dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen.
Ein Beispiel? In Nuss-Nougat-Cremes waren jahrelang Transfettsäuren ein großes Problem. Sie entstehen bei der Verarbeitung von Fetten und Ölen und sind für Herz und Kreislauf noch schädlicher als Cholesterin. Dieses Problem haben die Hersteller aber in den Griff bekommen. Neu entdeckt wurde allerdings der Fettschadstoff 3-MCPD-Fettsäureester, der ebenfalls bei der Verarbeitung von Fetten und Ölen entsteht. ÖKO-TEST hat daher die 3-MCPD-Fettsäureester ins Untersuchungsprogramm aufgenommen. Als das erste Schiff mit gentechnisch veränderten Lebensmitteln im Hamburger Hafen anlegte, haben wir begonnen, die Cremes auf GVO untersuchen zu lassen. Und als es immer mehr Hinweise gab, dass Zucker, Kakao und Fette mit Mineralöl verunreinigt sein können, haben wir Nuss-Nougat-Cremes auch standardmäßig auf Mineralöl untersuchen lassen. Und tatsächlich: Bis heute ist ein Großteil der von uns getesteten Nuss-Nougatcremes mehr oder weniger stark damit verunreinigt.
Die Testergebnisse gelten immer nur für testidentische Produkte. Testidentisch ist ein Produkt nur dann, wenn es mit dem getesteten Produkt hinsichtlich der im Test untersuchten und bewerteten Produktmerkmale übereinstimmt. Eine in Zusammensetzung, Rezeptur oder Verarbeitung abweichende Variante des getesteten Produkts ist nicht als testidentisch anzusehen.
Ein gutes Beispiel für die Unterscheidung zwischen testidentischen und abweichenden Produkten sind etwa Lippenstifte. Bei Lippenstiften kann das Testergebnis nur für die getestete Farbe Gültigkeit beanspruchen. Denn Farbstoffe können, bei ansonsten gleichem Produkt, zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Bei Produkten, die bei uns schlecht abschneiden, aber den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, müssen Sie auf die Kulanz des Herstellers vertrauen. Immer wieder stellen wir aber auch durch unsere Tests fest, dass Produkte nicht den gesetzlichen Vorschriften genügen. Solche Produkte bewerten wir grundsätzlich mit "ungenügend". Sie können an den Hersteller zurückgegeben beziehungsweise ins Geschäft zurückgebracht werden. Darauf haben Sie bei Produkten, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, keinen Anspruch. Oft nehmen die Hersteller "mangelhafte" oder "ungenügende" Produkte jedoch aus Kulanz zurück.
Tests müssen unabhängig sein, sonst können sie gerichtlich verboten werden. Durch ein eigenes Labor wäre diese Unabhängigkeit infrage gestellt. Außerdem sind die von ÖKO-TEST beauftragten Labore hoch spezialisiert und besitzen teilweise jahrzehntelange Erfahrung. Ein eigenes Labor käme daher kaum an die Qualität der Analysen externer Labore heran.
ÖKO-TEST arbeitet grundsätzlich nur mit fachkundigen Laboren zusammen, die ihre Qualifikation durch eine entsprechende Zulassung (Akkreditierung) nachweisen können. Wir beauftragen dabei für die einzelnen Untersuchungen hoch spezialisierte Labore, die die modernsten Testmethoden verwenden. Das tun wir in erster Linie, um ganz sicher zu sein: Wenn wir Sie vor einem Produkt warnen, dann zweifeln wir an keinem der Laborergebnisse. Allerdings müssen wir uns auch regelmäßig vor Gericht für unsere Tests verantworten. Auch da ist elementar, dass wir nur mit den besten Laboren zusammenarbeiten. Und etliche gewonnene Gerichtsprozesse geben uns hier Recht.
Nein. Redaktion und Anzeigen- bzw. Labelmarketing sind bei uns streng voneinander getrennt, wir haben dafür sogar zwei Unternehmen gegründet, um diese Trennung auch nach außen sichtbar zu machen.
Aber klar ist natürlich auch: Unsere Tests sind teuer. Grundsätzlich die besten Labore zu beauftragen und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beschäftigen, kostet Geld. Das Geld bekommen wir von unseren Abonnentinnen und Abonnenten, sowie von den Online-Leserinnen und -Lesern, die unsere Tests kaufen. Aber das reicht nicht, um alle Kosten zu decken. Deswegen verkauft die AG auf unserer Homepage oekotest.de und in unserem Magazin Anzeigen – so, wie (fast) alle anderen Zeitschriften und Zeitungen, Radio- und Fernsehsender auch. Freie Presse finanziert sich auch durch Anzeigen. In unserem Fall kommt hinzu, dass Hersteller, die bei uns „gut“ oder „sehr gut“ abschneiden, dafür auf ihrem Produkt mit unserem Label werben dürfen. Schneiden deswegen besonders viele Produkte mit „gut“ oder „sehr gut“ ab? Sicher nicht. Das zeigen nicht nur etliche unserer Tests, in denen kein einziges Produkt „gut“ abschneidet. Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit sind die Fundamente unserer Arbeit. Denn wenn wir nicht neutral und unabhängig testen würden, könnten Gerichte unsere Tests verbieten.