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Jahrbuch für 2015
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Versender, Kindermode & -artikel

Auskuriert

Onlineshops machen den Kauf der Kinderausstattung vom Sofa aus möglich. Unser Test zeigt, mit welchen Stolperfallen die Kunden rechnen müssen: von fragwürdigen Klauseln im Kleingedruckten bis hin zu geschickt eingebauten Barrieren auf den Rücksendescheinen.

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10.10.2014 | Von der Windel bis zum Kinderbettchen kann man heute alles online bei spezialisierten Versendern bestellen. Wichtigstes Kriterium für Onlineshopper ist eine hohe Qualität der Produkte. Doch beim Onlinekauf gibt es weitere Stolpersteine. Das fängt bei der Produktauswahl an, geht über Einschränkungen bei Lieferung und Versand bis hin zu lästigen Klauseln im Kleingedruckten, die im Fall des Falles für richtig Ärger sorgen. Wir haben den Test gemacht und die Angebote von acht Onlineversendern von Experten kritisch unter die Lupe nehmen lassen. Der Test gibt das Bild von Frühjahr 2014 wieder. Außerdem wurden pro Versender jeweils zehn Produkte vergleichbarer Warengruppen bestellt und in Laboren untersucht.

Das Testergebnis Bestellservice

Von "gut" bis "ausreichend": Alle Webshops im Test lassen sich recht einfach und komfortabel bedienen. Aber mit der Bestellabwicklung, der Datenverschlüsselung und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind wir nicht immer zufrieden.

Das Testergebnis Produkte

Unser Test zeigt: Bei Naturtextilien aus kontrolliert biologischem Anbau oder biologischer Tierhaltung ist die Qualität der Inhaltsstoffe in der Regel am höchsten. Schwere Sicherheitsmängel wurden bei Spielzeug festgestellt.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Bei jedem Shop haben wir zehn Artikel bestellt aus verschiedenen zuvor festgelegten Produktgruppen - vom Stillkissen über Babyschlafsack bis hin zum Kuscheltier. Dabei landeten bevorzugt Eigenmarken der Versender im Warenkorb.

Die Inhaltsstoffe der Produkte
Bei Textilien können problematische Farbstoffe im Spiel sein, etwa aromatische Amine oder halogenorganische Verbindungen, die auch über Bleiche ins Textil kommen. Aus Polyestermaterial kann sich das giftige Halbmetall Antimon lösen. Bei Schurwolle wiederum sind Pestizidrückstände möglich. Formaldehyd kann sowohl in Baumwolle als auch in verleimten Schichtholz ein Problem sein. Kunststoffteile ließen wir auf problematische Weichmacher testen sowie auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die aus Weichmacherölen oder Rußpigmenten stammen.

Die Materialeigenschaften der Produkte
Spielzeug wurde gemäß Sicherheitsnorm EN 71-1 geprüft: Es darf sich nichts lösen, was ein Baby verschlucken könnte, reiß- und biegefest müssen Spielsachen sein, beim Herunterfallen dürfen sie nicht zersplittern. Darüber hinaus wurde bei allem, was die Kleinen in den Mund nehmen, wie Spielzeug, Babydecke oder Spucktuch, geprüft, ob sich Farben herauslösen können. Schlafanzüge sollten beim Waschen nicht einlaufen oder sich verziehen. Bei Schlafsäcken müssen die Hals- und Armausschnitte altersgemäß sein.

Der Bestellservice der Onlineversender
Benutzerfreundlichkeit der Webseite: Unsere Experten machten den Check: Wie übersichtlich ist die Startseite? Sind die wichtigsten Produktkategorien leicht zu finden? Wie ansprechend ist die Präsentation der Produkte? Gelingt der Wechsel zwischen Warenkorb, Merkliste und Shopsortiment reibungslos?
Versandoption/Lieferung: Hier haben wir darauf geachtet, was Kunden wichtig ist: pünktliche Lieferung, informative Bestätigungs-E-Mail, Online-Sendungsnachverfolgung. Hinzu kamen weitere Aspekte. Zusätzlich haben wir den Versendern einen Fragebogen geschickt. Vieles wurde bei unserem Produkteinkauf kontrolliert.
Datenverschlüsselung: Name, Adresse, Passwort, Kreditkartennummer - wie sorgsam gehen die Shopbetreiber damit um? Verschlüsseln sie die Daten auf dem Weg durch das Internet? Das haben wir prüfen lassen mithilfe eines speziellen Computerprogramms, das sichtbar machen kann, wie die Daten vom Webbrowser zur Webseite übertragen werden.
Rechtliche Prüfung: Allgemeine Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen sind für Laien schwer durchschaubar. Damit es hinterher kein böses Erwachen gibt, wenn bei einer Bestellung etwas schiefgeht, haben wir die AGB und Datenschutzerklärungen sowie die Bestellbestätigungen und Rücksendescheine der Onlineshops von Anwälten juristisch prüfen lassen.

Die Bewertung
Bei Spielzeug mussten die Inhaltsstoffe genauso unbedenklich sein wie die praktische Verwendung. Bei Kleidung kann das Gesamturteil nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Ins Urteil Bestellservice der Onlineversender fließen Handhabung/Bestellabwicklung und rechtliche Prüfung zu jeweils 40 Prozent ein, das Testergebnis Datenverschlüsselung/Cookies zu 20 Prozent. Summieren sich in einem Teilbereich die Mängel auf ein "mangelhaft" oder "ungenügend", steht unterm Strich maximal die Note ausreichend.

So haben wir getestet

"Ab 3 Jahren", schreibt Jako-O auf sein Pferd Plüschtier. Doch nach dem europäischen Spielzeugrecht müssen Spielsachen mit weicher Füllung und einfachen Formen zum Halten und Kuscheln für jede Altersgruppe geeignet sein.

So haben wir getestet

In der Sicherheitsprüfung bekommt der Efie Rasselhase die Ohren langgezogen.

So haben wir getestet

Füllwatte quillt aus einem Riss - Verschluckgefahr!

So haben wir getestet

Diese Bauklötze passen vollständig durch die Prüfschablone der Spielzeugnorm EN 71 oder ragen zum Teil heraus. Das heißt, Babys können sich damit gefährlich im Rachenraum verletzen.

Online abrufbar

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Bestellnummer: J1410
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