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8 Produkte rund ums Schlafen im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2015
vom 09.01.2015

Rund ums Schlafen

Gute Nacht!

Schlafen ist die Hauptbeschäftigung von Babys und Kleinkindern. Da ist eine gute Ausstattung umso wichtiger. Wir haben Babyschlafsäcke, Reisekinderbetten und Babynestchen unter die Lupe genommen.

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09.01.2015 | Dank intensiver Aufklärung ist es gelungen, die Zahl der Kinder, die mit der Diagnose "Plötzlicher Säuglingstod" (Sudden Infant Death, SID) gestorben sind, in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 80 Prozent zu senken. Das A und O, damit das Baby sicher schläft, ist die Rückenlage. Auf dem Rücken schlafend können Säuglinge ihren Wärmehaushalt besser regulieren, da ihre Beweglichkeit nicht eingeschränkt ist.

Allein die Verwendung eines Babyschlafsacks anstelle einer Zudecke oder eines Kissens kann das SID-Risiko schätzungsweise um mehr als 20 Prozent senken. Empfohlen wird ein Babyschlafsack passender Länge und mit Öffnungen für Kopf und Arme, die so bemessen sind, dass das Baby nicht hineinrutschen kann. Ob es dem Nachwuchs darin warm genug ist, lässt sich am einfachsten durch Fühlen zwischen den Schulterblättern feststellen. Hier soll die Haut warm, aber nicht verschwitzt sein. "Wichtig ist, dass die Babys aus dem Schlafsack herauswachsen, nicht hinein", erklärt Hildegard Jorch von der Gemeinsamen Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS, www.sids.de).

Vielleicht ist es der gut gemeinte Versuch, Neugeborenen wenigstens ein bisschen die Behaglichkeit von Mamas Bauch zu erhalten, der Eltern veranlasst, das erste Kinderbett mit einem Babynestchen auszustatten. Denn die nackten Gitterstäbe wirken wenig einladend. Jorch lehnt Bettumrandungen mit Füllung vehement ab. Für sie bergen wattierte oder geschäumte Babynestchen prinzipiell die Gefahr, dass ein Baby sein Gesicht oder sein Köpfchen darin vergräbt und durch die damit verbundene Rückatmung und Überwärmung das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod nachweislich deutlich steigt. Auch haben Bänder für Jorch nichts an Babynestchen verloren, da sich Babys in kurzen Bändern mit den Fingerchen verheddern können. Von längeren Bändern gehe eine akute Strangulationsgefahr aus. Und an den Stäben fixierte gepolsterte oder geschäumte Bettnestchen sind noch aus einem anderen Grund gefährlich: "Wenn Babys anfangen zu stehen, sich hochzuziehen, können derartige Bettumrandungen gefährliche Steighilfen werden, die einen Sturz aus dem Kinderbett ermöglichen können." Wer unbedingt eine Bettumrandung haben möchte, dem rät Jorch: "Wenn Eltern ein Babynest im Kinderbett anbringen wollen, dann nur eines aus sehr dünnem Stoff, das sich von außen mit Klettverschlüssen befestigen lässt und welches ein Baby niemals ins Bett hineinziehen oder in dem es sich verheddern kann. Der Stoff soll auch nur 20 bis 30 Zentimeter hoch sein, da auch eine solche Bettumrandung nur in den ersten Lebenswochen sinnvoll ist."

Auch unterwegs ist die Schlafstatt keine Nebensache. Da bietet sich die Investition in ein Reisebett an. Für den Transport lässt sich das meist zwischen acht und zehn Kilo schwere mobile Bett, das mit einer Faltmatratze in einer Transporttasche verstaut wird, zumindest bei der Reise mit dem Auto gut mitnehmen. Nach der Ankunft kann man nur hoffen, dass das Reisebett wirklich "einfach wie ein Regenschirm" aufz

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