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10 Babyöle im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2015
vom 09.01.2015

Babyöle

Läuft wie geschmiert

Babyöle haben gegenüber Cremes und Lotionen einen großen Vorteil: Sie enthalten kein Wasser und müssen deshalb nicht konserviert werden. Alle Produkte im Test schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab.

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09.01.2015 | Feuchttücher mögen auf Reisen beim Windelwechsel praktisch sein - für den täglichen Gebrauch eignen sie sich weniger. Denn damit die wasserhaltigen Lappen in der Aufbewahrungsbox nicht gammeln, müssen sie konserviert werden. Zudem enthalten sie Tenside, die man dem Baby zu Hause ersparen kann. Hier setzt man einfach sauberes Wasser und sanftes Pflanzenöl ein. Mehr brauchen windelgebeutelte kleine Popos nicht - allenfalls noch ab und an etwas Wundschutzcreme, wenn die Haut gereizt ist. Von der Verwendung von Babypudern raten Dermatologen heute unter anderem deshalb ab, weil sie nach der Aufnahme von Flüssigkeiten verklumpen können und durch Reibung zu Hautreizungen führen.

Öle haben gegenüber anderen Kosmetika wie Cremes und Lotionen den Vorteil, dass darin keine Emulgatoren oder Konservierungsmittel eingesetzt werden müssen, weil sie in der Regel kein Wasser enthalten. Frei von problematischen Inhaltsstoffen sind Babyöle trotzdem nicht immer - das haben wir in vergangenen ÖKO-TESTs gesehen. Sie sollten es aber sein, da bei Säuglingen die Haut noch durchlässiger für schädliche Substanzen ist. Um herauszufinden, welche Babyöle empfehlenswert sind, haben wir zehn Produkte eingekauft und in die Labore geschickt.

Das Testergebnis

Die Babyöle erfüllen weitgehend unsere Erwartungen an Kosmetikprodukte für die Kleinsten: Alle sind "sehr gut" oder "gut".

Auf dem Penaten Baby Parfümfreies Sanft-Öl ist an erster Stelle der Zutatenlisten Paraffinum Liquidum deklariert, also ein aus Erdöl gewonnenes Fett. Paraffine integrieren sich schlechter ins natürliche Gleichgewicht der Haut. Gelangen sie in den Körper, können sie sich dort anlagern. Natürliche Pflanzenöle eignen sich zur Hautpflege besser. Das haben inzwischen viele Hersteller von Babyölen erkannt.

Viele Produkte im Test sind parfümiert. Dafür gibt es eine Note Abzug, denn bei einem Babyöl geht man davon aus, dass es grundsätzlich auch zur Reinigung von Babypopos geeignet ist. Dort können Duftstoffe aber für unnötigen Stress sorgen. Immerhin: Auf Duftstoffe, die besonders häufig Allergien auslösen, verzichten zum Glück alle Hersteller im Test.

Andere umstrittene oder bedenkliche Inhaltsstoffe wie den Weichmacher Diethylphthalat (DEP) haben wir in keinem untersuchten Babyöl gefunden.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Babyöle gehören zu den ersten Kosmetika, mit denen ein kleiner Mensch in Berührung kommt. Neben der Reinigung des Pos werden sie bei trockener Haut gerade jetzt im Winter auch zum Einölen nach dem Baden verwendet. Bei Anbietern, von denen wir gleich mehrere verschiedene Babyöle im Regal gefunden haben, griffen wir vorzugsweise zu der parfümfreien Variante. Da Pflanzenöle ein Naturprodukt sind, gibt es bei den Babyölen ein recht breites Angebot an zertifizierter Naturkosmetik. Davon haben wir eine kleine Auswahl mit in den Test genommen, aber natürlich auch die großen konventionellen Babypflegemarken sowie Drogerie- und Supermarkteigenmarken.

Die Inhaltsstoffe
Bedenkliche Konservierungsmittel wie Formaldehyd/-abspalter sind in Ölen zum Glück kein Problem, da sie kein Wasser enthalten. Allergieauslösende Duftstoffe, bedenkliche polyzyklische Moschus-Verbindungen und den Weichmacher Diethylphthalat (DEP) hatten wir in der Vergangenheit jedoch schon in Babyölen nachgewiesen. Außerdem war uns wichtig, auszuschließen, dass die Produkte mit umstrittenen halogenorganischen Verbindungen verunreinigt sind.

Die Bewertung
Da Babyöle grundsätzlich auch zur Reinigung von empfindlichen Babypopos eingesetzt werden, ist Parfüm in diesen Produkten fehl am Platz und wird von uns abgewertet. Erdölprodukte wie der bei Herstellern beliebte Inhaltsstoff Paraffinum Liquidum führen ebenfalls zu Punktabzug, da sie sich schlechter ins natürliche Gleichgewicht der Haut integrieren. Eine Verpackung für die Verpackung braucht kein Mensch, sie belastet nur die Umwelt. Umkartons, die kein Glas schützen, werten wir deshalb unter Weitere Mängel ab. Auf die Beurteilung der Inhaltsstoffe des Babyöls hat dieser Kritikpunkt keine Auswirkungen.

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