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34 Gute Geschenke im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2015
vom 09.01.2015

Gute Geschenke

Es rappelt im Karton!

Gute Geschenke für Kinder zu finden, die Sinn und Spaß machen, ist nicht einfach. Wir haben uns durch das Angebot gewühlt und stellen Ihnen hier unsere 31 Favoriten vor - und drei weitere, die unsere zahlreichen Prüfungen leider nicht gut bestanden haben.

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09.01.2015 | Gibt es etwas Schöneres als Kinderaugen zum Strahlen zu bringen? Doch welches Geschenk ist das richtige, welches Spielzeug wirklich sinnvoll? Schließlich soll es nicht nur Freude bereiten, sondern auch noch einen Lerneffekt haben und möglichst vielseitig verwendbar sein. So wie klassische Bauklötze oder Lego: Daraus kann ein Haus für den Dinosaurier, aber auch eine Ritterburg entstehen. Solches Spielzeug passt sich der Fantasie der Kinder an, anstatt sie in ihrer Kreativität einzuengen.

Selbstverständlich will man auch nur Sachen verschenken, die ohne viel Chemie hergestellt und stabil verarbeitet sind. Leider gibt es kaum Gütesiegel, die hochwertige Kinderprodukte erkennbar machen. Bei Textilien ist das GOTS-Label eine Orientierungshilfe. Es steht für "Global Organic Textile Standard" und ist die am weitesten verbreitete Zertifizierung für Naturstoffe mit strengen Regeln zum Beispiel für den Einsatz von Chemikalien. Im Spielzeugsektor gibt es dagegen kein verlässliches Gütesiegel, das für die Qualität der Inhaltsstoffe oder die Sicherheit steht. Ein Grund mehr für uns, alle Produkte umfangreichen Kontrollen zu unterziehen. Auf unserer Geschenkeliste finden sich vorrangig Produkte aus natürlichen Rohstoffen wie Vollholz oder Bio-Baumwolle. Aber auch robustes, langlebiges Plastikspielzeug oder PC-Spiele standen auf dem Prüfstand.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Gute Geschenke sollten möglichst hochwertig sein: Spielzeuge, die viele Variationen bieten, Massivholzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Textilien in Bio-Qualität, PC-Spiele, die Spaß machen und weitgehend frei sind von problematischen Inhalten. Am Ende standen 21 potenzielle Weihnachtsgeschenke auf unserer Liste.

Die Inhaltsstoffe
Bei Holzprodukten, die nicht aus Vollholz sind, kann Formaldehyd im Leim stecken, daher interessierte uns die Formaldehydkonzentration. War das Holz lackiert, ließen wir auf verbotene und problematische Farben prüfen. Darauf untersuchten wir auch gefärbte Textilien, die außerdem optische Aufheller enthalten können und halogenorganische Verbindungen, die im Färbe- und Ausrüstungsprozess zum Einsatz kommen. Giftige Schwermetalle standen bei einem Großteil der Produkte auf dem Prüfzettel. Außerdem gehörten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe zum Testspektrum, die über Weichmacheröle oder Rußpigmente in Spielzeug gelangen.

Die Praxisprüfung und Prüfung der Materialeigenschaften
Spielzeug für Kleinkinder wurde gemäß Sicherheitsnorm verdreht, lang gezogen, geschlagen und gedrückt. Dabei durfte sich nichts lösen, was ein Baby verschlucken könnte. Bei Produkten, die Babys normalerweise in den Mund nehmen, sollten zudem die Farben speichel- und schweißecht sein. In einigen Fällen waren weitere Prüfungen nötig: Das Dreirad musste eine Serie von Härtetests bestehen, darunter fünf Stürze aus 85 Zentimetern Höhe auf eine Metallplatte. Pullover und Shirt ließen wir laut Pflegeetikett waschen und trocknen, und wo es das Pflegeetikett verlangt, auch in Form ziehen. Dabei wurde gemessen, ob die Produkte einlaufen oder ausleiern. Die Computerspiele ließen wir von einem Experten checken: Passt die Rahmenhandlung zur Altersangabe? Ist die Grafik stimmig? Sind die gestellten Aufgaben vielfältig? Gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade? Kann man das Spiel auch mit mehreren spielen?

Die Bewertung
In die Bewertung von Spielzeug gehen sowohl praktische Sicherheitsaspekte als auch die Qualität der Inhaltsstoffe ein. Dabei ergeben sich die Gesamturteile aus dem schlechtesten Einzelergebnis. Bei Kleidung kann das Gesamturteil nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Kinderfahrzeuge wie das Dreirad müssen dagegen in erster Linie so verarbeitet sein, dass Verletzungsrisiken so gut wie möglich vorgebeugt wird. Daher fällt hier der Praxistest stärker ins Gewicht. Die meisten Produkte haben unsere strengen Prüfungen mit "sehr gut" oder "gut" überstanden.

So haben wir getestet

Babys nehmen fast alles in den Mund, was sie in die Finger kriegen. Deshalb wird beispielweise Holzspielzeug zunächst in Wasser gebadet, bevor es die Sicherheitsprüfung bestehen muss.
Bei plüschigem/ langhaarigem Spielzeug ist auch die Brennbarkeit ein Prüfkriterium: Die Flammen sollten sich nicht mehr als 3 cm pro Sekunde ausbreiten oder - besser noch - wieder ganz ausgehen.

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