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Jahrbuch für 2015
vom

Lebensmittel aus dem Supermarkt

Prost Mahlzeit!

Das Angebot in konventionellen und Bio-Supermärkten ist groß, doch wie steht es um die Qualität? Unser Test zeigt: Kein Laden konnte rundum überzeugen. Schlecht schnitt vor allem der Kaffee von Rewe, Real und Dennree ab.

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10.10.2014 | Wie unterscheidet sich das Angebot in den einzelnen Supermärkten? Gibt es beispielsweise Unterschiede in Sachen Qualität? Das wollten wir genauer wissen und wählten daher fünf Produktgruppen aus, die wir im Labor prüfen ließen: Kaffee, Milch, Reis, Tiefkühlpizza und Sojaprodukte. Da es die für den Test ausgewählten Produkte nicht in allen Märkten zu kaufen gab, sind einige Supermärkte jeweils mit weniger Produkten vertreten.

Das Testergebnis

Rundum überzeugen konnte kein Supermarkt. "Sehr gute" Noten gab es nur für einzelne Produkte. Für schlechte Ergebnisse sorgte vor allem Kaffee. Hier kommt kein Laden über ein "ausreichend" hinaus.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Für den Test ließen wir in allen sechs Einkaufsstätten Kaffee, Reis, Milch, Tiefkühlpizza und Sojaprodukte einkaufen. Ausgewählt wurden, soweit vorhanden, die jeweils preisgünstigsten Eigenmarken. Die Pizza sollte vegetarisch sein, wobei vorzugsweise nach Spinatpizza geschaut wurde. Bei den Sojaprodukten beschränkte sich der Testeinkauf auf unverarbeiteten Naturtofu. Dieser war nur bei Alnatura, Dennree, Edeka und Rewe jeweils in Bio-Qualität erhältlich.

Die Inhaltsstoffe
Die Untersuchungen erfolgten produktspezifisch. So wurde Milch auf Keimgehalte und Sensorik überprüft. Hinzu kamen Analysen der Fettsäurenzusammensetzung. Bei den Pizzen wurde untersucht, ob die Spinat- und Käsemengen den auf den Packungen angegebenen Anteilen entsprechen und wie hoch der Salzgehalt ist. Reis und Kaffee ließen wir gezielt auf Schadstoffe testen, wobei der Fokus bei Reis auf dem giftigen Halbmetall Arsen lag und Kaffee schwerpunktmäßig auf das Krebsgift Acry­lamid untersucht wurde. Sojaprodukte ließen wir zudem auf gentechnisch veränderte Bestandteile prüfen.

Sonstige Parameter
Beim Kaffee interessierte uns darüber hinaus, ob er unter fairen Bedingungen produziert worden ist. Indikatoren dafür sind die Zahlung eines garantierten Mindestpreises für den Kaffee, Mindestlöhne für Plantagenarbeiter und die Einhaltung grundlegender internationaler Arbeitsnormen auf den Plantagen. Für die Angaben der Firmen waren Nachweise vorzulegen. In Bezug auf die Milch fragten wir, ob den Milcherzeugern der Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel explizit verboten ist.

Die Bewertung
Beim Kaffee bemängelten wir vor allem zu viel Acrylamid und unfaire Produktionsbedingungen in den Anbauländern. Oft fehlten aussagekräftige Nachweise, oder es wurden gar keine Angaben gemacht. Auch das führte zu einem "ungenügend" in dieser Kategorie. Weitere Abzüge gab es für erhöhte Arsengehalte, zu viel Salz oder den Nachweis von gentechnisch veränderter Soja. Milch, die mit genveränderten Futtermitteln erzeugt worden war, konnte bestenfalls mit "gut" abschneiden.

So haben wir getestet

Sieht die zubereitete Pizza so aus wie abgebildet?

So haben wir getestet

Meistens passte es ganz gut - Ausreißer ist die Spinatpizza von Real.

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