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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2014
vom

Apfelsaft-Schorle

Eine Weltreise

Apfelschorle ist beliebt. Was viele nicht wissen: Die Äpfel sind meist weit gereist. Weil das bei Verbrauchern nicht gut ankommt, haben die meisten Hersteller das Ursprungsland lieber verschwiegen.

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11.10.2013 | Wir wollten wissen, wie es um handelsübliche Apfelsaftschorle bestellt ist und haben eingekauft: 21 Produkte, darunter fünf Bio-Produkte sowie vier Schorlen mit Apfeldirektsaft. Im Labor ließen wir die Aromenqualität prüfen und den Zuckergehalt messen. Außerdem hat uns interessiert, woher die in den Testprodukten verarbeiteten Äpfel denn nun eigentlich stammen.

Das Testergebnis

Zwei Bio-Schorlen sind "sehr gut" und auch viele Marken der Supermärkte und Discounter schneiden erfreulich "gut" ab - sie verhagelten sich ein "sehr gutes" Testergebnis aber dadurch, dass sie in Einwegflaschen verkauft werden. Schlechte Noten kassieren überraschenderweise große Namen.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Im Test: 21 Apfelsaftschorlen aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden. Der Fokus lag auf überregionalen Angeboten. Auch sollten bevorzugt 0,5-Liter-Flaschen gekauft werden, da Schorle ein beliebtes Unterwegsgetränk ist, gerade auch für Kinder. Wann immer möglich wurden Mehrwegflaschen gekauft. Vier Produkte basieren auf Apfeldirektsaft, der Rest wird mithilfe von Apfelsaftkonzentrat hergestellt.

Die Inhaltsstoffe
Im Mittelpunkt der Laboruntersuchungen stand zunächst die Aromenqualität. Geprüft wurde, ob die Aromen der verarbeiteten Apfelsaftkonzentrate ausreichend wiederhergestellt wurden. Auch die Aromenqualität des Zitronensaftes, den manche Hersteller zusetzen, wurde überprüft. Messen ließen wir zudem den Zuckeranteil der Schorlen. Schließlich stand die Frage im Raum, ob das Kaltentkeimungsmittel Dimethyldicarbonat eingesetzt wurde. Da es sich im Getränk nicht mehr nachweisen lässt, wurde es anhand von Abbauprodukten bestimmt. Von den Herstellern wollten wir wissen, aus welchen Ländern sie den Apfelsaft beziehen.

Die Weiteren Mängel
Stimmen die Angaben auf dem Etikett mit dem Inhalt überein? Wie sind die Schorlen verpackt? Studien haben gezeigt, dass Einwegverpackungen eine schlechtere ökologische Bilanz aufweisen als Mehrwegverpackungen.

Die Bewertung
Schlechte Noten gab es vor allem für qualitativ geminderte Produkte, deren Aromen nur entfernt an einen Apfelsaft erinnern oder die durch zusätzliche Aromen aufgepeppt wurden. Konservierungsmittel sind in der Regel unnötig, umso ärgerlicher, wenn auf dem Etikett noch nicht einmal darüber informiert wird. Schorlen in PET-Einwegflaschen können bestenfalls mit "gut" abschneiden.

So haben wir getestet

Äpfel sind typisch deutsch - in Schorle steckt nur selten heimische Ware.

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Bestellnummer: J1310
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