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12 Milchbreie im Test

Sugar Baby love

ÖKO-TEST April 2014 | Kategorie: Kinder und Familie | 28.03.2014

12 Milchbreie im Test

Milchbreie gehören zu den ersten Mahlzeiten in Babys Leben. Doch das, was im Laden steht, können wir kaum empfehlen: zu viel Zucker, Fettschadstoffe und Reste von Reinigunsgsmitteln. Besonders schlecht schneiden dieses Mal die Bio-Breie ab.

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Milch, Getreide und etwas Obst - mehr braucht es nicht, um einen Milch-Getreide-Brei zuzubereiten. Wer es noch einfacher haben möchte, kann auf Fertigbrei aus der Packung zurückgreifen. Dieser braucht nur noch mit Wasser angerührt zu werden. Die Kehrseite der Medaille: Die Fertigprodukte benötigen deutlich mehr Zutaten, enthalten Milch in Form von Molken- oder Magermilchpulver, haben zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe - was laut Diät-Verordnung allerdings vorgeschrieben ist - und sind nicht selten mit Zucker und ähnlichen Stoffen gesüßt.

Häufig wird immer noch klassischer Haushaltszucker, also Saccharose, zugesetzt. Manchmal stolpert man in den Zutatenlisten auch über Traubenzucker - auch als Glucose bezeichnet. Eine verbreitete Zutat ist darüber hinaus Maltodextrin. Dabei handelt es sich um ein Kohlenhydratgemisch, das durch Abbau aus Stärke hergestellt wird und aus Zuckern unterschiedlicher Kettenlängen besteht. Je kürzer die Ketten sind, desto süßer schmeckt Maltodextrin. Die heute eingesetzten Maltodextrine sind üblicherweise aber kaum noch süß. Einen auf den ersten Blick nicht erkennbaren Beitrag zur Süße liefert "teilweise aufgeschlossenes" Getreide, wie es in manchen Breien zu finden ist. Dabei kommt es durch den enzymatischen Abbau von Getreidestärke zu einem höheren Glucosegehalt im Produkt und damit zu einer Zunahme des Süßgeschmacks. Trick siebzehn wenden Hersteller auch mit dem Zusatz von Fructooligosacchariden an. Das ist ein Mehrfachzucker, der als verdauungsfreundlicher Ballaststoff wirken soll, jedoch ebenfalls zu einem Mehr an Süße beiträgt. Letztlich führt auch die Anreicherung mit Milchzucker zu süßeren Produkten.

Kinderärzte und Ernährungsexperten fordern seit Jahren, auf Zuckerzusätze in Babynahrung zu verzichten, da stark gesüßte Speisen die Gefahr einer frühen Prägung auf die Geschmackspräferenz "süß" bergen. Kinder könnten somit auch künftig Süßes bevorzugen, was die Entstehung von Übergewicht und Karies fördert. Zu viel Süße ist auch deshalb ungünstig, weil Kinder dann kaum Chancen haben, den unverfälschten, natürlichen Geschmack von Getreide und Milch kennenzulernen, ergänzt Dr. Annett Hilbig vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE).

Zucker und zuckerähnliche Stoffe fördern darüber hinaus die Entstehung von Karies. Besonders problematisch sind Saccharose, Glucose und Fructose (Fruchtzucker), da sie von Bakterien schnell und mühelos in Säuren umgewandelt werden, die den empfindlichen Zahnschmelz der ersten Zähnchen angreifen. Etwas weniger kariogen wirken Maltodextrin und Milchzucker. Ob sich letztlich eine Karies entwickelt, hängt selbstverständlich von weiteren Faktoren ab. So ist vor allem die Zeit, in der Zuckerstoffe auf den Zahn einwirken, entscheidend, betonen Zahnmediziner.

Weil Eltern beim Thema Zucker in der Regel ganz genau hinsehen, vertrauen viele lieber gleich auf Bio. Diese Produkte gelten als zuckerarm oder sogar zuckerfrei und wenig verarbeitet. Dies zu üb...


Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Alnatura Dinkel Milchbrei
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Alnatura
Aptamil Milchbrei Weizen-Hirse-Hafer
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Milupa
Babydream Bio Milchbrei Grieß
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Rossmann
Babylove Bio Milchbrei Grieß
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Dm
Bebivita Milchbrei Grieß
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Bebivita
Hipp Bio-Milchbrei Kindergrieß
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Hipp
Holle Bio-Milchbrei Hirse
Holle Bio-Milchbrei Hirse
Holle (Naturwarenladen)
Humana Milchbrei Grieß
Humana Milchbrei Grieß
Humana
Milasan Milchbrei Grieß
Milasan Milchbrei Grieß
Milasan
Milupa Grießbrei mit Milch
Milupa Grießbrei mit Milch
Milupa
Nestlé Alete Milchbrei Grießbrei
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Nestlé
Nestlé Beba Milchbrei mit Vollkorn
Nestlé Beba Milchbrei mit Vollkorn
Nestlé

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Im Test: Milchbrei zum Anrühren, der für Babys ab dem fünften Monat oder später empfohlen wird. Im Einzelnen wurden fünf Bio- und sieben konventionelle Marken berücksichtigt.

Die Inhaltsstoffe

Um herauszufinden, wie viel Zucker tatsächlich in den Breien steckt, wurden sie auf Saccharose, Glucose, Maltose und Lactose analysiert. Daraus wurden die Gesamtzuckergehalte berechnet. Als Vergleichsmaßstab diente der natürliche Zuckergehalt eines selbst zubereiteten Milch-Getreide-Breies, wie ihn etwa das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt. Dieser Brei ist ungesüßt, lediglich Milch und Obst tragen zu einer gemäßigten Süße bei. Zusätzlich wurden Zuckerverbindungen berücksichtigt, die stärker kariogen wirken, wie Saccharose, Glucose und Maltodextrin. Eine weitere Analyse beschäftigte sich mit der Qualität der eingesetzten Fette. So ist bekannt, dass Säuglingsanfangsnahrung mit Fettschadstoffen (3-MCPD-Estern) belastet sein kann. Eine solche Belastung wäre hier ebenfalls zu erwarten. Untersucht wurde zudem auf quartäre Ammoniumverbindungen (QAV). Das sind Rückstände von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln aus der Milchverarbeitung.

Die Weiteren Mängel

Die Packungsaufschriften sahen wir uns in Hinblick auf Auslobungen, Zubereitungshinweise und Nährwertangaben an. Überflüssiges erhielt Minuspunkte ebenso wie fehlende Hinweise zur Handhabung des Produkts.

Die Bewertung

Weil Babybreie möglichst wenig gesüßt sein sollten, haben wir hohe Zuckergehalte und den Zusatz an problematischen Zuckerverbindungen wie Saccharose besonders stark abgewertet. Zu geringeren Abzügen führte der Zuckerstoff Maltodextrin, da er kaum süß schmeckt, aber trotzdem über ein kariogenes Potenzial verfügt. Belastungen mit Fettschadstoffen und QAV sowie der Einsatz von Aromen und Gewürzen verschlechterten das Ergebnis zusätzlich.

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