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17 Gartenhandschuhe im Test

Zum Bäume ausreißen

Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD | Kategorie: Bauen und Wohnen | 09.05.2014

17 Gartenhandschuhe im Test

Wo im Garten gebuddelt wird, sind sie meist mit von der Partie: Gartenhandschuhe schützen nicht nur vor Dreck, sondern auch vor Schwielen und Blasen und lassen Glitschiges griffig packen. Doch leider haben wir schlechte Nachrichten: Bis auf ein Exemplar strotzen die untersuchten Helferlein vor Schadstoffen.

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Gartenhandschuhe sind letztlich nichts anderes als Arbeitshandschuhe. Wie Schutzhandschuhe ordnen einige Hersteller sie dann auch nach dem Grad der Beanspruchbarkeit in verschiedene Klassen ein und geben über bestimmte Nummernkombinationen an, wie fest sie gegen Abrieb, Weiterreißen, Schnitte und Durchstiche sind. Doch die meisten Gartenhandschuhe sind nicht besonders robust.

Oft sind es dünne Textilien, die immerhin verhindern, dass man über Gebühr schwitzt, und deren Noppen auf der Handinnenseite einen gewissen Halt geben. Statt der Noppen ist diese Seite oft auch mit einer Kunststoffschicht beschichtet, sodass die Zupackseite nicht feucht und auch nicht ganz so leicht durchstochen wird. Spezielle Kunststofffasern oder Latex können etwas gegen Dornen ausrichten, vor allem aber dickes Leder ist in dieser Hinsicht recht robust.

Neben den üblichen Nullachtfünfzehn-Gartenhandschuhen finden sich Spezialprodukte, zum Beispiel solche mit langen Stulpen, die auch die Handgelenke und Unterarme schützen - zur Pflege von Rosen und Sträuchern; wasserdichte Handschuhe für das Arbeiten im Teich; dick gepolsterte Handschuhe, damit das Arbeiten mit schwerem Gerät nicht gleich zu Schwielen führt.

Arbeitshandschuhe waren in vergangenen Tests immer stark mit Schadstoffen belastet, Materialien wie Kunststoffe und Leder sind bekanntermaßen nicht unproblematisch. In Produktion und Ausrüstung lauern etliche Schadstoffquellen. Wir kauften 17 Paar Gartenhandschuhe für normale Einsatzzwecke ein und ließen untersuchen, inwieweit sie belastet sind:

Das Testergebnis

Die Gartenhandschuhe entpuppten sich als wahre Schadstoffschleudern, rund zwei Drittel schneiden mit "ungenügend" ab. Lediglich die Gardol Gartenhandschuhe aus dem Bauhaus-Baumarkt waren "gut", das Modell der Marke Dehner noch "befriedigend".

Unrühmliches Schlusslicht mit den meisten Minuspunkten ist der recht teure Fiskars Garten Arbeitshandschuh. Er enthält neben etlichen anderen Schadstoffen den im Tierversuch krebserregenden Farbbestandteil Anilin, sowie die Kontaktallergene Dispers Orange 3, Gelb 3 und Rot 3. Dispers Gelb 3 ist zudem krebsverdächtig. Anilin wurde auch in den Ox-On Garden Fun und den Wolf Schutzhandschuhen nachgewiesen.

Die gute Nachricht ist, dass in zwei der drei Lederhandschuhe wohl umweltschädliches Chrom, das zur Gerbung verwendet wird, nachgewiesen wurde, aber keine Rückstände der besonders problematischen Chrom-VI-Variante. Ohne Chrom gegerbt ist erfreulicherweise - wie ausgelobt - der Rostaing Eco Concept Capri, allerdings fand das beauftragte Labor darin mittelkettige Chlorparaffine. Leider erreicht auch der Öko-Handschuh nur ein "mangelhaftes" Gesamturteil, obwohl er deutlich weniger belastet ist als die anderen Lederhandschuhe.

In allen Gartenhandschuhen wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nachgewiesen, nur in drei Modellen waren die Gehalte so gering, dass wir hier nicht abwerten. In mehreren Produkten steckt jedoch auch die krebserregende


Gartenhandschuhe: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Spontex Garden Schutzhandschuh
  • Mapa

Meister Schutzhandschuhe Nr. 9427260
  • Meister

Ox-On Garden Fun
  • Ox-On

Fiskars Garten Arbeitshandschuh 160004
  • Fiskars

Suki Schutzhandschuhe 270541
  • Suki International

Torq Soft Klassischer Gartenhandschuh 1430
  • Hornbach

Lux Tools Comfort 398527
  • Obi

Rostaing Eco Concept Capri
  • Rostaing

Gebol Garten & Freizeit Driver Nr. 709215
  • Gebol

Wolf Schutzhandschuhe Nr. 7760012
  • Wolf-Garten

Toom Floristik Handschuh
  • Toom

Conflor Flor78098
  • Conmetall

KCL Stoffgartenhandschuhe 601
  • KCL

Dehner Gartenhandschuhe Nr. 1910306
  • Dehner

Town & Country Essentials TGL 403
  • Town & Country

Gardol Gartenhandschuhe
  • Bauhaus

Gardena Gartenhandschuh 203-20
  • Gardena/Husquarna

17 Gartenhandschuhe im Test
Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD Seite 128
Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD Seite 129
Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD Seite 130
Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD Seite 131

4 Seiten
Seite 128 - 131 im Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD
vom 09.05.2014
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

17 Gartenhandschuhe aus unterschiedlichen Materialien, meist Textilien mit Beschichtungen oder Noppen aus Kunststoff oder Latex, aber auch einige Ledervarianten. Alles Allrounder für die durchschnittlichen Arbeiten im Garten. Eingekauft wurde in Bau- und Gartenmärkten sowie in einem Bio-Gartenversand.

Die Inhaltsstoffe

In Kunststoffen und Leder können viele Schadstoffe stecken: Weichmacher wie die hormonell wirkenden Phthalate, außerdem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen etliche krebserregend sind, oder Farbstoffbestandteile, die Allergien auslösen oder gar unter Krebsverdacht stehen. Letzteres betrifft natürlich auch Textilien. In Leder kann durch das Gerben mit umweltbelastendem Chrom das problematische Kontaktallergen Chrom VI zurückbleiben, zudem werden häufig sensibilisierende Konservierungsmittel wie Chlorkresole, Formaldehyd und Isothiazolinone eingesetzt sowie Chlorparaffine als Fettungsmittel. Auch einige der Chlorparaffine sind krebserregend. Und selbst in natürlichen Stoffen wie Latex können allergieauslösende Stoffe stecken. Auf all diese gesundheitlich bedenklichen oder umstrittenen Stoffe ließen wir die Gartenhandschuhe untersuchen.

Die Bewertung

Besonders kritisch sehen wir Stoffe, die Krebs erzeugen können oder unter Krebsverdacht stehen. Produkte mit diesen Inhaltsstoffen können nicht besser als mit "mangelhaft" abschneiden, häufig kommen jedoch weitere Minuspunkte für sensibilisierende oder auch umweltbelastende Inhaltsstoffe hinzu.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST November 2018: Schwerpunkt Mikroplastik
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Zugehörige Ausgabe:
Ratgeber Bauen und Wohnen 2014 mit CD
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Erschienen am 09.05.2014

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