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11 Gute-Nacht-Breie im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom 08.01.2010

Gute-Nacht-Breie

Schlechter Traum

Eltern würden nachts gerne durchschlafen. Wenn ihre Kinder das bloß auch täten. Ein Gute-Nacht-Brei hilft hier aber nicht, auch wenn manche Hersteller das versprechen. Weil alle Produkte zudem gesüßt sind, können wir keinen Brei wirklich empfehlen.

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08.01.2010 | Dass der Nachwuchs spätestens zur Tagesschau friedlich schlummert, bleibt für viele Eltern ein Traum. Warum also nicht eine spezielle Abendmahlzeit ausprobieren?

Wir haben elf Gute-Nacht-Breie getestet, darunter fünf Produkte in Bio-Qualität.

Das Testergebnis

Alle konventionellen Produkte und ein Bio-Produkt bekommen Minuspunkte, weil sie die Eltern in die Irre führen mit Aussagen wie "besonders sättigend", oder "trägt zu einem erholsamen Schlaf und einer guten Nachtruhe bei". "Denn durch keine Studie ist belegt, dass Kinder nach einem Gute-Nacht-Brei satter sind, als nach einer anderen Mahlzeit oder danach besser oder gar durchschlafen", sagt Prof. Berthold Koletzko, Vorstand der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Jugendmedizin.

Wieder einmal haben wir 3-MCPD-Fettsäureester in Babynahrung nachgewiesen. Diese Stoffe bilden sich, wenn pflanzliche Öle oder Fette raffiniert werden. Experten gehen davon aus, dass bei der Verdauung freies 3-MCPD entstehen kann. 3-MCPD steht im Verdacht, Veränderungen an der Niere hervorzurufen und in hohen Dosen gutartige Tumore zu verursachen. Bei fünf Produkten wird die maximal tolerierte Menge mit einer Portion Brei sogar überschritten.

Alle Produkte in unserem Test wurden gesüßt.