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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom

Babyfeuchttücher

Nicht ganz sauber?

Die meisten untersuchten Babyfeuchttücher sind frei von Schadstoffen. Unverständlicherweise traktieren aber viele Produkte Babys Po nach wie vor mit Parfüm.

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08.01.2010 | Für zahlreiche Familien sind sie nicht mehr wegzudenken: die Feuchten aus der Box. Zum Leidwesen von Kinderarzt und ÖKO-TEST-Berater Falko Panzer: "Früher ist es bei meinen Patienten häufiger zu Windelrötungen und Hautirritationen gekommen", sagt er. Seit er den Eltern die Feuchttücher ausgeredet habe, seien diese Probleme größtenteils verschwunden. Vom ständigen Gebrauch rät Panzer deshalb entschieden ab.

ÖKO-TEST hat 19 parfümierte Feuchttücher eingekauft. Wir schickten sie in die Labore und ließen testen, ob sie problematische Stoffe enthalten.

Das Testergebnis

Immer mehr Menschen reagieren allergisch. Umso weniger verständlich, dass viele Hersteller den Feuchttüchern Parfüm zusetzen, damit Tücher und Babyhaut gut riechen. Hierfür gibt es jeweils eine Note Abzug. Immerhin 18 der parfümierten Produkte sind ansonsten völlig frei von problematischen Inhaltsstoffen.

Ausgerechnet die Baby Fresh Feuchttücher der bekannten Marke Pampers können lediglich mit "befriedigend" bewertet werden. Sie enthalten PEG/PEG-Derivate. Diese können die zarte Babyhaut noch durchlässiger machen und Fremdstoffe in den Körper einschleusen. Dabei sind sie durchaus ersetzbar. Hochwertige Emulgatoren lassen sich auch aus Fettsäuren, Fettalkoholen und Zucker gewinnen.