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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom

Fluoridtabletten

Kein fauler Zauber

Kinder sollten Fluorid erhalten, um ihre Zähne vor Karies zu schützen. Wir haben zehn Fluoridpräparate untersuchen lassen und sind mit fast allen vollauf zufrieden.

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08.01.2010 | Um die Zähne von Anfang an vor Karies zu schützen, gibt es Fluoridtabletten. Fluorid härtet den Zahnschmelz und verringert so das Auftreten der Zahnfäule. Darin sind sich die Experten einig. Sie streiten allerdings darüber, wie und wann das Fluorid an und in den Zahn zu bringen ist.

Nach den Vorstellungen der Zahnärzte sollten ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes bis zum Durchbruch des ersten bleibenden Zahnes Zahnpasten mit einer niedrigen Fluoridkonzentration (0,05 % Fluorid, entspricht 500 ppm) verwendet werden. Zudem sollte im Haushalt fluoridhaltiges Speisesalz zum Kochen und Backen verwendet werden.

Vieles spricht dafür, vom ersten Zahn an fluoridhaltige Kinderzahnpasten zu verwenden. Denn zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass Fluoride in erster Linie durch direkten Kontakt mit dem Zahn karieshemmend wirken. Fluoridtabletten sollten deshalb gelutscht und nicht geschluckt werden - was Babys und Kleinkinder aber noch nicht können.

Die Kinderärzte (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin) hingegen empfehlen die Einnahme von Fluorid in den ersten drei Lebensjahren und lehnen die Anwendung von Zahnpasta ab, da die Kleinen sie nicht zuverlässig ausspucken können. Vorteil der Fluoridtabletten: Werden sie geschluckt, wirken sie sich vor allem positiv auf die Zahnkeime der bleibenden Zähne aus.

Zum Teil wird Fluorid mit Vitamin D kombiniert, um die Knochen zu stärken und einer Rachitis vorzubeugen. Denn Vitamin D wird für die Aufnahme von Calcium aus dem Darm und für den Einbau in den Knochen gebraucht. Der Körper kann Vitamin D selbst bilden, wenn genug Sonnenlicht auf die Haut einwirkt. Bei Säuglingen reicht das unter unseren Klimabedingungen oft nicht aus. Deshalb wird empfohlen, Säuglingen während ihres ersten Lebensjahres kleine Mengen Vitamin D zu geben.

Das Testergebnis

Alle Fluoridtabletten schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab. Die Dosierungsanweisungen berücksichtigen das Alter der Kinder und die Fluoridkonzentration des Trinkwassers.

Die Fluoretten 0,5 mg, Lutschtabletten enthalten den gelben Farbstoff Chinolingelb (E 104), der mit einer Beeinträchtigung der Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern in Verbindung gebracht wird.