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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom

Fiebermittel / Schmerzmittel, Kinder

Heil froh!

Kinder sind häufig erkältet. Wenn dann das Fieber steigt, brauchen kleine Patienten schnelle Hilfe. Unser Test von 35 Fiebermitteln zeigt: Helfen Wadenwickel nicht, darf es auch einmal ein Zäpfchen oder ein Saft sein.

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08.01.2010 | Gerade kleine Kinder reagieren sehr schnell und mit sehr hohem Fieber, da ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist. Beim Dreitagefieber schießt die Temperatur steil nach oben, teilweise auf über 40 Grad Celsius. Nach drei Tagen sinkt die Temperatur wieder, zurück bleibt für einige Zeit noch ein feinfleckiger Ausschlag.

Fiebersenkende Maßnahmen und Medikamente helfen in der Akutphase, Fieberkrämpfe zu verhindern. Weil aber Fieber bei Kindern auch ein gutes Training für den Körper ist, muss es nicht immer unterdrückt werden.

ÖKO-TEST hat 35 Fieber- und Schmerzmittel für Kinder - Zäpfchen und Säfte mit den Wirkstoffen Paracetamol und Ibuprofen - pharmakologisch begutachten und auf problematische Hilfsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Fast alle Mittel im Test schneiden mit "sehr gut" ab. Sicherheit und Wirksamkeit von Paracetamol, das seit über 30 Jahren im Einsatz ist, gelten als gut belegt. Bekannt ist aber auch, dass überdosiertes Paracetamol die Leber schädigen kann. Zu beachten ist, dass der Stoff erst nach einer Stunde zu wirken beginnt und die maximale fiebersenkende Wirkung nach drei Stunden erreicht wird. Eltern sollten sich daher strikt an die Dosierung halten.

Der Wirkstoff Ibuprofen gilt ebenfalls als sicher. In der Wirkung ähneln sich Paracetamol und Ibuprofen. Einzige Einschränkung: Ibuprofen eignet sich nicht für Kinder unter sechs Monaten.