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Test Pudding für Kinder: Nur ein Dessert von Alete, Dr. Oetker & Co. "gut"

ÖKO-TEST Jahrbuch Kinder und Familie 2019 | Kategorie: Kinder und Familie | 10.01.2019

Test Pudding für Kinder: Nur ein Dessert von Alete, Dr. Oetker & Co. "gut"
(Foto: ÖKO-TEST; Heleen Zeegers/getty images)

Kinder fliegen drauf, Eltern wehren ab: Die Rede ist von Vanille- und Schokopuddings, die um die Gunst der kleinen Kundschaft werben – häufig mit Erfolg. Wir zeigen, welche der zuckrigen Nachtische noch akzeptabel sind und welche am besten gleich im Regal bleiben.

Im Test: Unmögliches zu wollen, gleicht sprichtwörtlich dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln. Wir haben uns von dieser Redewendung nicht abschrecken lassen und sechs Süßspeisen für Kinder auf den Zahn gefühlt. Dabei sind wir den Puddings nicht mit Hammer und Nagel zu Leibe gerückt, sondern mithilfe beauftragter Labore. Außerdem haben wir uns die Zuckergehalte und Aromen näher angeschaut. 

Test Pudding für Kinder: Süßspeisen von Alete, Zott Monte, Dr. Oetker & Co. auf Schadstoffe und Zucker-Gehalt geprüft

Das Ergebnis: Ein Pudding ist „gut“, ein weiterer „befriedigend“ – die anderen sind nicht zu empfehlen. 

Zucker hat in Babyprodukten nichts zu suchen. Da sind wir konsequent: Kinder, die nicht einmal ein Jahr alt sind, sollten grundsätzlich keine zuckerhaltigen Puddings essen. Ein Anbieter im Test empfiehlt seinen Pudding bereits ab dem zehnten Monat. Zucker kann in diesem Alter die Vorliebe für Süßes fördern. Zudem steigt das Kariesrisiko. Noch süßer sind die Kinderpuddings ohne spezielle Altersangabe. Sie enthalten etwa 11 bis 15 Prozent Zucker. Weil Süßigkeiten in dieser Altersgruppe jedoch meistens dazugehören, bewerten wir den Zucker hier differenzierter.

Wir orientieren uns an der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach Zucker höchstens fünf Prozent der täglichen Energieaufnahme ausmachen soll. Dreijährige Kinder sollten demnach nicht mehr als 15 Gramm Zucker am Tag essen. Ein 100-Gramm-Becher eines getesteten Puddings steuern noch mehr als die Hälfte zur Tageshöchstmenge bei. Akzeptabel sind nur die getesteten Becher von zwei Anbietern. 

Zwei getestete Kinderpuddings mit Mineralöl belastet

In zwei Produkten fand das Labor die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH. MOSH können sich im Körper anreichern und Organe schädigen. Die meisten Kinderpuddings enthalten Aromen, die den Geschmack künstlich aufpeppen. Akzeptiert haben wir die Zugabe von natürlichen Vanillearomen; sie bestehen zu mindestens 95 Prozent aus der Vanille.

Diesen Test haben wir bereits in der ÖKO-TEST App Eltern im Dezember 2017 veröffentlicht. Testergebnisse/Angaben sind aktualisiert, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen vorgenommen haben.

Die Testtabelle inklusive unserer Bewertung sowie das gesamte Ergebnis im Detail lesen Sie im ePaper.

Weiterlesen auf oekotest.de:


Kinderpudding: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Alete Pudding Vanille, ab dem 10. Monat
  • Alete

Zott Monte Milchcreme + Schoko + Nuss, Milch-Dessert
  • Zott

Dr. Oetker Paula Schoko- Pudding mit Vanillegeschmack, Minis
  • Dr. Oetker

K-Classic Mimelli Milch-Haselnuss- Dessert
  • Kaufland

Fontana Chocolate-Hazelnut & Cream, Milchdessert
  • Frischli

Milbona Safari Vanille- Pudding mit Schoko- Giraffen-Flecken
  • Lidl

Test Pudding für Kinder: Nur ein Dessert von Alete, Dr. Oetker & Co. "gut"

3 Seiten
Seite 40 - 42 im ÖKO-TEST Jahrbuch Kinder und Familie 2019
vom 10.01.2019

Testverfahren

Der Einkauf: Kinderpuddings mit bunten Figuren fanden wir in Supermärkten und Discountern. In den Test aufgenommen haben wir außerdem einige Haselnuss-Milchdesserts sowie Puddings aus dem Babykostregal der Drogerien. Gab es unterschiedliche Angebotsformen, wählten wir die kleinsten Bechergrößen aus.

Die Inhaltsstoffe: Die Puddings bestehen hauptsächlich aus Milch, Zucker und Verdickungsmitteln. Weil es im Zuge der Herstellung zu Verunreinigungen etwa mit Schmierstoffen oder Desinfektionsmitteln kommen kann, ließen wir die Produkte auf Mineralöl-Kohlenwasserstoffe und Chlorat untersuchen. In weiteren Laboranalysen ließen wir den Zuckergehalt analysieren. Auf den Zusatz von Aromen und anderen umstrittenen Zutaten prüften wir per Deklaration.

Die Weiteren Mängel: In Laboranalysen ließen wir den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren prüfen. Die Omega-3-Fettsäuren sagen etwas darüber aus, wie viel Grünzeug die Kühe, von denen die Milch stammt, zu fressen bekamen. Viel Gras und Heu in der Futterration unterstützen eine artgerechte Tierhaltung. Von den Anbietern wollten wir wissen, ob die Milchbauern vertraglich verpflichtet sind, ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel einzusetzen. In diesem Fall baten wir um einen entsprechenden Nachweis. Außerdem sahen wir uns die Angaben auf den Packungen an. Diese sollen informieren, Verbraucher aber nicht in die Irre führen.

Die Bewertung: Babypuddings sind unsinnig, da sie Zucker enthalten. Sie können deshalb bestenfalls mit "mangelhaft" abschneiden. Etwas differenzierter bewerten wir die anderen Puddings, wobei wir einen Becher als Portion und ein dreijähriges Kleinkind zugrunde legen. Stark erhöhte Zuckerwerte führen zu zwei Noten Abzug, erhöhte Werte zu einer Note Abzug. Aromen und Mineralöl ziehen die Noten weiter nach unten ebenso wie eine grünfutterarme und gentechnikhaltige Ernährung der Kühe. Vanilleblüte und der Hinweis "Schmeckt wie selbstgemacht" - ob im Pudding wirklich echte Vanille steckt, ließen wir im Labor überprüfen.

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