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13 Hypoallergene Muttermilchersatzprodukte im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom 08.01.2010

Babynahrung, Muttermilchersatz, HA-Nahrung, Pre und 1

Milch für den Knilch

Für allergiegefährdete, nicht gestillte Säuglinge bietet die Industrie hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen an. Diese Produkte schützen zwar tatsächlich etwas vor Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien. Doch alle Pulver enthalten zu viel 3-MCPD-Fettsäureester.

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08.01.2010 | Das Wichtigste, was eine Mutter tun kann, um einer Allergie ihres Sprösslings vorzubeugen, ist Stillen - vor allem in den ersten vier Lebensmonaten. Doch was ist, wenn Mama nicht stillen kann oder will und der Sprössling allergiegefährdet ist? Für diese Fälle stehen industriell gefertigte hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen, kurz HA-Nahrungen, zur Verfügung.

ÖKO-TEST hat 13 hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen (fünfmal HA Pre, achtmal HA 1) eingekauft und die Anbieter nach Belegen für die Allergien vorbeugende Wirkung gefragt. Zudem haben wir die Anfangsnahrungen im Labor auf Schadstoffe prüfen lassen.

Das Testergebnis

Der Test zeigt: Muttermilch ist und bleibt das Beste. Aufgrund der zum Teil hohen Gehalte an 3-MCPD-Fettsäureestern schneiden die HA-Nahrungen bestenfalls mit "befriedigend" ab, einige gar nur mit "mangelhaft".

In Sachen Zusammensetzung, Deklaration und Kennzeichnung ist wenig zu bemängeln. In zwei Fällen fehlen die Angaben zum Carnitingehalt, einmal ist der Selengehalt nicht deklariert. Ansonsten halten die Produkte die rechtlichen Vorgaben ein.

So reagierten die Hersteller

Anbieter Töpfer betont, dass Selen wie vorgeschrieben in der Rezeptur enthalten ist. Allerdings sei bei einer Druckauflage ein Fehler passiert. Das sei für den Nachdruck geändert.