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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
vom

Matratzen, Kinder

Ein Traum!

Ein Kleinkind schläft bis zu 13 Stunden täglich. Da sollte die Matratze möglichst schadstoffarm sein. Mit den getesteten Modellen waren wir fast rundum zufrieden.

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08.01.2010 | Ab ins Bett! - Ein Satz, der bei so manchem Vierjährigen einen Wutanfall provoziert. Jeden Abend wieder. Dennoch sollten Kinder viel Zeit in der Horizontalen verbringen: Babys rund 15 bis 16 Stunden am Tag, Kleinkinder zwölf bis 13, in der Grundschulzeit sind es noch etwa zehn.

Da kommt der Matratze natürlich eine besondere Bedeutung zu. Während Federkernmodelle bei Erwachsenen beliebt sind, liegen Kinder am häufigsten auf Schaumstoff. Und das am besten nicht zu weich. Denn die kleine Wirbelsäule ist noch gerade, die s-förmige Krümmung entwickelt sich erst später. Da der Kopf fast so breit ist wie die Schultern, müssen Kinder in der Seitenlange nicht - wie Erwachsene - in die Matratze einsinken, um den Kopf gut zu betten. Eine zu weiche Unterlage, die dann auch noch zu klein für den Bettrahmen ist, kann sogar gefährlich werden: Vor allem Babys können sich Hände, Füße oder den Kopf zwischen Gitterstäben und Matratze einklemmen. Deshalb statten viele Hersteller ihre Modelle mit einer Trittkante aus.

ÖKO-TEST hat 15 Kindermatratzen eingekauft und in den Laboren auf Schadstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Mit den Matratzen waren wir sehr zufrieden: elfmal "sehr gut", viermal "gut". Schon für unter 100 Euro gibt es Matratzen ohne Fehl und Tadel.

In vier Bezügen mit Polyesteranteil steckte Antimon. Das Halbmetall wird als Katalysator, also als eine Art Beschleuniger, bei der Produktion von Polyesterfasern eingesetzt.

Außerdem fanden die Labore in neun Bezügen optische Aufheller.