Badreiniger-Test: Kalk entfernen viele nur mittelmäßig – Kritik an aggressiven Säuren

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2023 | Autor: Vanessa Christa/Heike Baier/Cordula Posdorf | Kategorie: Bauen und Wohnen | 13.10.2022

Badreiniger-Test: Kalk entfernen viele nur mittelmäßig – Kritik an aggressiven Säuren
Foto: Serhii Krot/Shutterstock

Die Werbung für Badreiniger verspricht: Einmal aufsprühen, abspülen – und das Bad blitzt. Leider klappt das in der Realität nicht immer so gut. Viele Badreiniger in unserem Test lösen Kalkverbindungen nur gemächlich und einige Produkte kritisieren wir wegen ihrer aggressiven Säure. 

  • Im Test: 20 Badreiniger ohne Chlor. Davon 18 flüssige Produkte in Sprühflaschen und zwei in Tab- bzw. Pulverform.
  • Kritik üben wir an schlechter Reinigungsleistung bei Kalk und agressiver Säure. 
  • Vorsichtsmaßnahme: Badreiniger besser nur bei geöffneten Fenstern benutzen und den Sprühnebel möglichst nicht einatmen. Asthmatiker greifen lieber zu Putzmitteln ohne Sprühfunktion.

Aktualisiert am 13.10.2022 | Badreiniger haben keinen leichten Job. Sie sollen Kalkablagerungen, Fettrückstände und hartnäckigen Schmutz beseitigen. Gleichzeitig sollen sie möglichst keine Schäden auf empfindlicher Badkeramik, Glas oder Kunststoffen hinterlassen und die Gesundheit nicht unnötig belasten.

Badreiniger im Test: Ajax, Biff und Co.

Wir haben 20 Badreiniger im Labor prüfen lassen. 15 Produkte landen im grünen Bereich und schneiden zumindest mit "gut" ab. Kein Testkandidat schafft ein "sehr gut". Ein wichtiger Kritikpunkt: die Reinigungsleistung bei Kalkablagerungen. Im Praxistest war da durchaus noch Luft nach oben.

Badreiniger sollen Kalkreste entfernen. Doch das klappt nicht bei allen Produkten im Test wirklich gut.
Badreiniger sollen Kalkreste entfernen. Doch das klappt nicht bei allen Produkten im Test wirklich gut. (Foto: dilyaz/Shutterstock)

Wie reinigen Badreiniger?

Ein Badreiniger unterscheidet sich von einem Allzweckputzmittel vor allem durch seinen höheren Anteil an Säuren. Die braucht er neben den ebenfalls vorhandenen Tensiden, um Kalk und Kalkseifen zu lösen.

Die Hälfte der Badreiniger erledigen das allein mit Zitronen-, Äpfel- oder Milchsäure. Das ist in unseren Augen eine gute Wahl, auch wenn man das Einatmen von Sprühnebeln mit Säuren grundsätzlich minimieren sollte. In neun Produkten ist aber auch Ameisensäure enthalten.

Ameisensäure in Badreinigern im Test kann Atemwege reizen

Ameisensäure sehen wir kritischer, als beispielsweise Zitronensäure. Die Europäische Chemikalienagentur ECHA stuft reine Ameisensäure als "giftig beim Einatmen" ein und selbst in verdünnter Form reizt sie laut Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung die Atemwege.

Hinzu kommt: Ameisensäure geht wegen ihrer hohen Flüchtigkeit besonders stark in die Raumluft über. Bei den Badreinigern mit Ameisensäure gab jeweils eine höhere Anzahl der Tester an, dass sich ihre Atemwege während der Anwendung gereizt anfühlten.

Und noch eine weitere Säure sehen wir kritisch: Sulfamidsäure. Sie ist in einem Badreiniger enthalten, der eigentlich ein grünes Image hat. Die Säure gilt laut ECHA als schwer abbaubar und ist gerade in so einem Putzmittel fehl am Platz.

Badreiniger im Test: Jetzt die Ergebnisse im ePaper kaufen

So können Verbraucher Ameisensäure erkennen

Was uns besonders ärgert: Anbieter müssen Ameisensäure nicht auf der Verpackung deklarieren. In unserem Test macht das tatsächlich auch keiner. Das bedeutet: Auf der Verpackung können Verbraucher Ameisensäure demnach gar nicht erkennen.

Eine vollständige Liste der Inhaltsstoffe sollen die Kunden aber im Internet finden. Die Frage ist nur: Wie? Auf dem Produkt ist meist eine Homepage des Herstellers angegeben – hier muss man nach dem Datenblatt mit der Volldeklaration suchen. In einigen Fällen waren die Listen nur sehr schwer auffindbar. Dafür ziehen wir Punkte ab.


(Foto: ÖKO-TEST)

Badreiniger im Test: Wie gut wirken sie gegen Kalk?

Kommen wir zur Anwendung – was leisten die Putzmittel im Haushalt eigentlich? Um das herauszufinden, simulierte ein spezialisiertes Labor mittels standardisierter Methoden für uns die wichtigsten Anforderungen des Putzalltags.

Erster Test: Um herauszufinden wie die Badreiniger gegen Kalk wirken, tauchten die Tester Marmorplatten in die Produkt-Lösung und wogen nach der jeweiligen Einwirkzeit, wie viel Kalk der Badreiniger aus dem Marmor herausgelöst hatte. Dabei konnten mehr als die Hälfte der Produkte nicht besonders überzeugen.

Nun war zu erwarten, dass Putzmittel mit der aggressiven Ameisensäure auch effektiver gegen Kalk sind – und tatsächlich bestätigt unser Praxistest diesen Zusammenhang. Interessanter ist allerdings, dass es auch anders geht. Ein Badreiniger schafft ein Kalklösevermögen mit der beachtlichen Zwischennote 1,67 – und zwar ausschließlich mit Milchsäure.

So gut sind sie bei hartnäckiger "Kalkseife"

Besonders hartnäckige "Kalkseifen" entstehen, wenn sich Seifenreste mit kalkhaltigem Wasser verbinden. Im Durchschnitt lief es für die Badreiniger in diesem zweiten Test etwas besser als beim Lösen von Kalk. Nur ein Produkte war hier "ungenügend".

Ein bekanntes Markenprodukt empfiehlt eine maximale Einwirkzeit von fünf Minuten – hatte zu diesem Zeitpunkt in unserem Praxistest aber noch nicht einmal zehn Prozent der Kalkseife entfernt. Erst nach 22 Minuten schaffte es die von unseren Prüfern angelegte Messlatte von 90 Prozent. Ein anderes Produkt war noch schlechter und packte in 30 Minuten gerade einmal 61 Prozent der Kalkseife.

Am Ende gelingt es fast allen Badreinigern, mit durchweg ordentlichen Leistungen in der Handhabung und Ergiebigkeit ihre Gesamtnote im Praxistest noch ein wenig anzuheben – hier floss auch die gefühlte Reizung der Atemwege ein.  

Überflüssig: Plastik in Badreiniger 

Einen Kritikpunkt haben wir noch: Fünf Badreiniger enthalten synthetische Polymere oder Silikon. Die dienen in den Rezepturen dazu, ein schnelles Wiederanschmutzen der Flächen zu verhindern.

Wir finden sie mehr als überflüssig: Denn diese löslichen Kunststoffe kommen über Putzmittel massenweise ins Abwasser und damit in die Umwelt, wo sie sich teilweise sehr schwer wieder abbauen.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schätzt, dass hierzulande jährlich rund 23.000 Tonnen gelöste Polymere ins deutsche Abwassersystem gelangen – genauso viele wie aus Kosmetik.

Diese Siegel finden Sie auf einigen Badreinigern

Ecocert

Reinigungsmittel, die das von der internationalen Zertifizierungsstelle Ecocert vergebene Siegel tragen, müssen zu 95 Prozent aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs bestehen.

Tabu sind unter anderem aus Erdöl hergestellte Tenside. Allerdings erlaubt der Standard ein paar wenige Zutaten petrochemischen Ursprungs und steht deswegen immer wieder in der Kritik durch die strenge Naturwarenbranche. 

Blauer Engel

Das staatliche Siegel Blauer Engel, dessen Kriterien das Umweltbundesamt festlegt, umfasst Anforderungen an die Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit der zertifizierten Reinigungsmittel.

Auf einer Verbotsliste stehen bedenkliche Chemikalien wie Moschusdüfte, Formaldehyd, Nanosilber oder auch festes Mikroplastik. Verwenden die Hersteller Tenside auf Basis von Palmöl, müssen sie dessen nachhaltigen Anbau auf zertifizierten Plantagen nachweisen. Der Standard schreibt auch Rezyklate bei Plastikverpackungen vor.

Im Bereich Reinigungsmittel stimmen seine Kriterien weitgehend mit denen des EU-Ecolabels überein, welche die 27 EU-Mitgliedstaaten gemeinsam erarbeiten.

Diesen Test haben wir zuletzt im ÖKO-TEST Magazin 7/2022 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch für 2023 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Weiterlesen auf oekotest.de:

Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Wir haben 20 Badreiniger ohne Chlor eingekauft. Darunter bekannte Marken sowie Eigenmarken von Supermärkten und Discountern. Im Test sind 18 flüssige Produkte in Sprühflaschen und zwei Produkte in Tab- bzw. Pulverform, die Verbraucher selbst mit Wasser zum Badreiniger verdünnen. Bezogen auf einen Liter Reiniger bezahlten wir zwischen 95 Cent und 7,98 Euro.

Um zu überprüfen, ob die Reiniger halten, was sie versprechen, führte ein spezialisiertes Labor einen umfangreichen Praxistest auf Grundlage der Empfehlungen zur Qualitätsbewertung des Industrieverbands für Körperpflege- und Waschmittel (IKW) durch. Um das Kalklösevermögen zu überprüfen mussten Marmorplattenherhalten. Diese wurden in die Reiniger eingetaucht. Um die Anwendung an einer senkrechten Fläche zu simulieren, wurden die Platten senkrecht aufgestellt. Um die Anwendung auf waagerechten Flächen zu testen, ließen die Prüfer die Platten im Reiniger liegen. Nach einer bestimmten Einwirkzeitwurden die Marmorplatten abgespült, getrocknet und gewogen, um den Kalkabtrag zu bestimmen. Wie gut die Reiniger Kalkseifen entfernen, wurde mit eingefärbter Schmutzlösung geprüft. Damit behandelte Kacheln tauchten die Experten in die Badreiniger und beurteilten nach verschiedenen Einwirkzeiten, wieviel Schmutz entfernt wurde. Die Prüfer gaben auch an, ob sie bei vorgeschriebener Anwendung Hautkontaktmit dem Reinigungsmittel und ob sie das Gefühl hatten, dass die Atemwege gereizt wurden.

Außerdem beurteilten sie, wie gleichmäßig und zielgenau sich die Badreiniger anwenden lassen. Weitere Labore untersuchten die Reiniger auf umstrittene halogenorganische Verbindungen, auf allergieauslösende Duftstoffe und Konservierungsstoffe wie Chlormethylisothiazolinon. Anhand der Deklaration und des Datenblatts erfassten wir die eingesetzten Säuren und enthaltene synthetische Polymere. Wir überprüften, ob das Datenblatt mit den Inhaltsstoffen im Internet gut zu finden ist und ließen die Verpackungen auf chlorierte Verbindungen analysieren.

Bewertungslegende 

Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt.

Testergebnis Inhaltsstoffe: Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Sulfamidsäure; b) Chlormethylisothiazolinon. Zur Abwertung um eine Note führt: Ameisensäure. Das Testergebnis Praxisprüfung beruht zu je 30 % auf dem Kalklösevermögen und dem Kalkseifenlösevermögen und zu 40 % auf Handhabung und Ergiebigkeit. Dabei werden die Ergebnisse kaufmännisch gerundet. 1) In das Kalklösevermögen gehen zu 66,7 % das Kalklösevermögen senkrecht und zu 33,3 % das Kalklösevermögen waagerecht ein. Kalklösevermögen senkrecht: ab 100 mg = sehr gut; 80–99 mg = gut; 61–79 mg = befriedigend; 46–60 mg = ausreichend und <46 mg = mangelhaft. Kalklösevermögen waagerecht: ab 1500 mg = sehr gut; 1000 – 1499 mg = gut; 750 – 999 mg = befriedigend; 431–749 mg = ausreichend; weniger als 430 mg = mangelhaft. 2) Beim Kalkseifenlösevermögen wird die Zeit bewertet, nach der mehr als 90 % der Kalkseife gelöst war: 7,5 min = sehr gut; 10 min = gut; 12,5 min und 15 min = befriedigend; 17,5 min bis 25 min = ausreichend; 27,5 und 30 min = mangelhaft; mehr als 30 min = ungenügend. 3) In die Handhabung und Ergiebigkeit gehen zu gleichen Teilen die Noten für die Zielgenauigkeit, die Gleichmäßigkeit, das Sprühbild, die Ergiebigkeit (je Mittelwert aus Sprüh- und Schaumfunktion, falls vorhanden) und die Einstufung des Hautkontakts und der Atemwegsreizung ein. Die Ergiebigkeit basiert auf der Menge an Produkt, die benötigt wird, um 1 m² Fläche zu benetzen mit: 15 bis 19,9 g = sehr gut; 20 bis 24,9 g= gut; 25 bis 29,9 g = befriedigend; mehr als 30 g = ausreichend. Die Note des Hautkontakts basiert auf der Anzahl der Prüfer, die angaben, bei Verwendung nach Gebrauchsanleitung in Kontakt mit dem Produkt zu kommen (bei Sprüh- und Schaumfunktion wurde das schlechtere Ergebnis verwendet) (0x = sehr gut; 1x = gut; 2x = befriedigend; 3x = ausreichend 4x = mangelhaft, 5x = ungenügend). Die Note der Atemwegsreizung basiert auf der Anzahl der Prüfer, die angaben, das Produkt reize die Atemwege (0x = sehr gut; 1x = gut; 2x = befriedigend; 3x = ausreichend; 4x = mangelhaft).

Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um zwei Noten: Silikone und/oder weitere synthetische Polymere als weitere Kunststoffverbindungen (hier: VP/Dimethylaminoethylmethacrylate Copolymer, Starch/Acrylates/Acrylamide Copolymer, Dimethicone, Acrylat Copolymer, modifizierte Polymere, Acrylic Copolymer). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein Anteil von Rezyklaten (Post-Consumer-Rezyklat, PCR) von weniger als 30 Prozent in Relation zum Gesamtgewicht der Kunststoffverpackung oder keine Angabe hierzu oder kein ausreichender chargenbezogener Nachweis hierzu; b) Inhaltsstoffliste im Internet nur schwer unter der auf der Verpackung angegebenen Webseite zu finden oder falsches Datenblatt hinterlegt; c) Art der Säure nicht auf der Verpackung genannt.

Das Gesamturteil setzt sich zu 60 Prozent aus dem Testergebnis Praxistest und zu 40 Prozent aus dem Testergebnis Inhaltsstoffe zusammen. Dabei werden alle Ergebnisse kaufmännisch gerundet. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" oder "ausreichend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "mangelhaft" oder "ungenügend" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe um zwei Noten. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "gut" ist, verschlechtert das Testergebnis Inhaltsstoffe nicht.

Testmethoden

Deklarationspflichtige Duftstoffe/Diethylphthalat: Extraktion mit TBME, GC-MS.
Halogenorganische Verbindungen: a) Heißwasserextraktion mit anschließender Zentrifugation und Membranfiltration, Binden der organischen Halogene an Aktivkohle, Verbrennung der Aktivkohle im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts; b) Extraktion mit Essigester, Verbrennung des Extrakts im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts.
Isothiazolinone: LC-MS.
Kalklösevermögen: Marmorplatten werden nach Spülen und Trocknen gewogen. Anschließend erfolgt das Eintauchen in das zu testende Produkt (Eintauchzeit senkrecht: 10 Sekunden, Eintauchzeit waagrecht: 10 Minuten). Für die Testmethode an senkrechten Flächen werden die Platten für 10 Minuten senkrecht stehend gelagert. Anschließendes Abspülen der Platten unter fließendem Wasser, Trocknung und erneutes Wiegen. Es werden fünf Wiederholungen, jeweils mit frischer Testlösung, pro Produkt durchgeführt.
Kalkseifenentfernbarkeit: Für die Prüfung wird eine Schmutzsuspension aus Ethanol, Calciumstearat, Wasser und einem Pigment hergestellt. Die Komponenten werden gemischt und auf hochglänzende weiße Kacheln aufgesprüht. Die angeschmutzten Kacheln werden anschließend in definierten Zeitabständen in ein Aliquot des unverdünnten Produktes getaucht, sodass pro Kachel verschiedene Einwirkzeiten simuliert werden können. Die Einwirkzeit beträgt 2,5, 5, 7,5, 10 bis max. 30 Minuten. Anschließend wird die Kachel unter fließendem Wasser abgespült, getrocknet und bewertet. Ermittelt wird die Zeit, in der die zu untersuchenden Reiniger eine Reinigungsleistung von 90 – 100 % erzielen. Die Bewertung erfolgt visuell. Pro Produkt und Zeitpunkt erfolgt eine 2-fache Bestimmung.
Bestimmung des Sprühverhaltens/ Handhabung: Die Testprodukte wurden von fünf Prüfpersonen nach der Gebrauchsanleitung mit definiertem Abstand auf eine Fliesenwand von ca. 1 m2 angewandt, bis die Oberfläche gleichmäßig benetzt war.
Sprühbild: Die Produkte werden einmal auf senkrecht stehende Fliesen durch Sprühen aufgebracht. Ermittelt werden Form des Sprühbildes und das Sprühverhalten nach Anwendung in definiertem Abstand zu senkrecht aufgestellten Fliesen. Die Beurteilung erfolgt visuell. Des Weiteren wird das Haft- und Ablaufverhalten der Produkte bestimmt. Die Prüfung erfolgen in Schaumfunktion (sofern vorhanden) und Sprühfunktion, pro Funktion werden 2 Wiederholungen durchgeführt.
Schaumbildung: Die Reiniger werden in den Originalflaschen mit der Schaumfunktion (falls vorhanden) untersucht. Eine definierte Menge des Produktes wird direkt in einen Messzylinder gesprüht. Die Schaumhöhe wird in definierten Intervallen gemessen und die Schaumqualität visuell bewertet.
Schaumstabilität [%]=(Schaumvolumen zum Messpunkt (tn) x 100 %)/(Schaumvolumen zum Ausgangspunkt (t0) )
PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse

Einkauf der Testprodukte: Februar 2022 

Diesen Test haben wir zuletzt im ÖKO-TEST Magazin 7/2022 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das Jahrbuch für 2023 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

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