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10 Kinderwagen im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2015
vom 09.01.2015

Kinderwagen

Schieb ab

Gute und schlechte Nachrichten: Endlich können wir zwei getestete Produkte empfehlen. Doch in anderen stecken nach wie vor viel zu viele Schadstoffe!

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09.01.2015 | Wer heute einen Kinderwagen kaufen will, hat die Qual der Wahl. Die meisten gibt es in unzähligen Designs und mit Ausstattungsschnickschnack wie Flaschenhalter, MP3-Player-Anschluss, Wechselrädern oder einer Zweiradfunktion für den Strand.

Die Qualität stimmt oft trotzdem nicht: Im letzten ÖKO-TEST Kinderwagen rasselten alle Produkte durch die Schadstoffprüfung, am Ende war kein einziges gutes Modell dabei. In der Folge erhielten wir Zuschriften von Lesern, die uns baten, doch mal einen Wagen der Firma Naturkind zu testen, die ihre Modelle als "ökologisch" und "schadstofffrei" bewirbt.

ÖKO-TEST hat zehn beliebte Kombimodelle eingekauft, mit denen man vom ersten Tag an mehrere Jahre lang auf Tour gehen kann - darunter auch eines von Naturkind. Wir ließen in einem umfangreichen Praxistest überprüfen, ob die Wagen im Alltag praktisch sind und gleichzeitig einiges aushalten können. Außerdem wurden Polster, Griffe und weitere Teile im Labor auf Schadstoffe untersucht.

Das Testergebnis

Die Ergebnisse reichen von "gut" bis "mangelhaft". Damit schneiden endlich einmal Kinderwagen sowohl in der Praxis- als auch in der Schadstoffprüfung akzeptabel ab!

Im Vergleich zum letzten Mal traten kaum noch Sicherheitsmängel auf, lediglich die Wagen von Bugaboo und Baby Walz erwiesen sich im Gebrauchstest als zu klapprig.

Die Mehrheit der Hersteller hat die Schadstoffbelastung in den eingesetzten Materialien noch nicht im Griff. Drei Produkte mussten wir hier mit "mangelhaft" bewerten, fünf mit "ungenügend".

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Im Test: zehn Kombikinderwagen für den Transport vom Säugling bis zum Kleinkind. Die Preisspanne geht von knapp 200 bis rund 1.100 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Verbotene Farbstoffe in den Bezügen, Griffe voller PAK, Sichtfenster mit Weichmachern und Flammschutzmitteln - im letzten ÖKO-TEST Kinderwagen enthielten alle Modelle massig Schadstoffe. Aber haben die Hersteller etwas getan, um die Belastung zu reduzieren? Wir ließen Sitz- und Liegewannenbezüge, Griffe, Gurte und Sichtfenster auf insgesamt rund 130 verschiedene Substanzen durchchecken.

Die Praxisprüfung
Die Norm EN 1888 schreibt Prüfverfahren für Kinderwagen vor: Mechanische Teile und Bremsen müssen gut befestigt sein und die Wagen auch mal einen kräftigen Stoß gegen eine Bordsteinkante aushalten. Die Faltarretierungen müssen automatisch einrasten und ein ungewolltes Zusammenklappen der Wagen verhindern. Zum Teil gingen unsere Anforderungen aber auch über die Vorgaben der Norm hinaus, beispielsweise bei der Härteprüfung auf dem Rollenprüfstand. Zusätzlich wurden mit einem Sitzkissensensor die Beschleunigungswerte an der Liegewanne bestimmt. Diese lassen Rückschlüsse auf Fahrtkomfort und Vibrationen zu, denen das Kind ausgesetzt ist. Außerdem haben wir scharfe Kanten und hervorstehende Teile auch dann noch begutachten lassen, wenn diese außerhalb der Sitzfläche im erweiterten Aktionsradius des Kindes lagen.

Die Bewertung
Stabil verarbeitet, kindgerecht gestaltet, einfach im Gebrauch - diese Eigenschaften machen einen guten und sicheren Kinderwagen aus. Deshalb geht das Ergebnis der Praxisprüfung mit 60 Prozent ins Gesamturteil ein. Ein Kinderwagen muss aber auch frei von Schadstoffen sein. Ein Modell, das derart mit Schadstoffen belastet ist wie der Maxi Cosi, können wir im Gesamturteil nicht besser als mit "mangelhaft" bewerten.

So haben wir getestet

Den Schieber erst herunterdrücken,dann hochziehen - so bugsiert man die Vorder- und Hinterräder eines Kinderwagens über Bordsteine und Stufen. Um diese Belastung zu simulieren, ließen wir die Wagen - über die Anforderungen der Norm hinausgehend - mit dem 1,5-Fachen des erlaubten Kindgewichts beladen und am Schiebergriff abwechselnd je 5.000-mal anheben und absenken.

So haben wir getestet

Auf dem Rollenprüfstand ratterten die Kinderwagen auf einer circa 30 Kilometer langen Strecke über rotierende Walzen. Unterschiedlich hohe Stoßleisten simulierten das Fahren auf verschiedenen Untergründen wie Schotter oder Kopfsteinpflaster.

Online abrufbar

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Bestellnr.: J1501
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