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Neuer Artikel vorhanden: 10 Schneckenmittel im Test

26.06.2015 | Schnecken tauchen explosionsartig auf und stürzen sich besonders auf zartes Grün wie Salat. Hauptsächlich wüten in Kleingärten die spanische Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die genetzte Ackerschnecke. Damit man die Schneckenplage in den Griff bekommt, ist es ratsam, mehrere Methoden gleichzeitig anzuwenden.

Ein Schneckenproblem kann aber auch hausgemacht sein: In picobello aufgeräumten Gärten finden die natürlichen Gegenspieler wie Amseln, Stare, Igel, Kröten, Laufkäfer oder Spitzmäuse keinen geeigneten Lebensraum mehr.

Im Test: Zehn Mittel gegen Schnecken.

Das Testergebnis

Drei Mal "sehr gut": Drei Produkte gehen mit der Note "sehr gut" aus dem Test. Sieben weitere Mittel mit Metaldeyhd sind noch "befriedigend".

Schnecke verdufte: Sanfte Mittel mit ätherischen Ölen wie Lavandinöl und Geraniol sollen die Schnecken vertreiben. Eisen-III-Phosphat wiederum wirkt als Fraßhemmer. Der Wirkstoff ist nach der EG-Öko-Verordnung und den strengeren Richtlinien der Anbauverbände Demeter, Bioland und Naturland erlaubt.

Genug geschleimt: Schneckenmittel mit Metaldehyd erhalten die Note "befriedigend". Die Substanz schädigt die Schleimhäute der Schnecken und führt dazu, dass die stark ausschleimenden Schnecken austrocknen. Wer Haustiere hat, sollte beachten, dass Metaldehyd auch für Hunde und Katzen giftig ist und das Mittel eventuell in Köderstationen verborgen auslegen.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
In unserer Einkaufstüte landeten Mittel gegen Schädlinge in Haus und Garten. Darunter waren Produkte gegen Lebensmittel- und Kleidermotten genauso wie gegen Stuben- und Fruchtfliegen, gegen Ameisen, Blattläuse und Schnecken. Solche Mittel fanden wir in Drogerie- und (Bio-)Supermärkten, in Bau- und Gartenmärkten sowie in Onlineshops.

Die Inhaltsstoffe
Die überwiegende Anzahl von Mitteln gegen Krabbel- und Kriechtiere im Haus und Garten enthalten problematische, sehr wirksame synthetische Wirkstoffe, die aber nicht nur für Insekten und Co. Giftig, sondern auch für die menschliche Gesundheit problematisch sind, weil sie - wie Phosphorsäureester - nervengiftig sind. Überdies können die Wirkstoffe für nützliche Tiere wie Bienen schädlich sein. Wir haben uns die Inhaltsstoffe der Mittel genau angesehen und von einem Labor eine Literaturrecherche zu ihren Nebenwirkungen auf Menschen durchführen lassen.

Wirksamkeitsprüfung
Pestizide, die etwa gegen Blattläuse und Schnecken zum Einsatz kommen, werden auf ihre Wirksamkeit geprüft, bevor sie zugelassen und in den Handel kommen. Ebenso gibt es für Biozidprodukte gegen Vorratsschädlinge, Kleidermotten und Ameisen ein Zulassungsverfahren. Im Rahmen dieses Zulassungsverfahrens wurden bislang die bioziden Wirkstoffe cis-Tricos-9-en (Lockstoff für Fliegen), d-Phenothrin, Deltamethrin, Etofenprox, Friponil, Imidacloprid, Lambda-Cyhalothrin, Margosaextrakt (Neem), Permethrin, Spinosad, Transfluthrin sowie das Pheromon Z,E-Tetradeca-9,12-dienylacetat als wirksam gegen unerwünschte Plagegeister eingestuft. Weil diese Daten vorliegen, haben wir darauf verzichtet, die Mittel auf ihre Wirksamkeit zu testen.

Die Bewertung
Synthetische Insektizide in Sprays, Spritzmitteln, Verdampfern und anderen offenen Anwendungsformen können Verbraucher kaum sachgemäß einsetzen. Und selbst bei sachgemäßem Gebrauch ist das Risiko für die Gesundheit hoch. Solche Produkte monieren wir grundsätzlich durch einen höheren Notenabzug als Insektizide in Köderdosen oder Stäbchen.

So haben wir getestet

Viele Mittel gegen Schädlinge, die für Haus und Garten im Handel sind, sind umweltgefährlich und können die Gesundheit gefährden!