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Fototapeten

Wunschwelten

New York oder Birkenwälder lassen sich mit Fototapeten in die eigenen vier Wände holen. Beim Aufkleben der Fototapeten kann jedoch viel schiefgehen - das ist für den Heimwerker eine echte Herausforderung. Die meisten Fototapeten schneiden in unserem Test mittelmäßig ab.

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20.10.2016 | Bisher bedruckte man Fototapeten mit der auch bei Zeitschriften verbreiteten Technik des Offsetdrucks. Der Digitaldruck bietet neue Möglichkeiten und lässt Tausende von Motiven in unterschiedlichen Größen zu, die auf Bestellung gedruckt werden.

ÖKO-TEST wollte wissen, wie sich Fototapeten aus Papier und Vlies, bedruckt im Offsetverfahren oder digital, verarbeiten lassen und ob sich die Heimwerker damit Schadstoffe ins traute Heim holen. Deshalb schickten wir neun großformatige Fototapeten mit verschiedenen Motiven in die Labore und zur Praxisprüfung zu einem erfahrenen Handwerker.

Das Testergebnis

In der Praxisprüfung hatte unser Tester - ein Maler- und Lackiermeister - einige Mühen mit den Fototapeten. Hingegen fielen in den Laboren nur wenige Produkte negativ auf. Am Ende erreichen nur zwei Produkte ein "gutes" Gesamturteil, das Gros liegt mit "befriedigend" und "ausreichend" im Mittelfeld der Notenskala.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Unsere Einkäufer kauften in Fachgeschäften und Internetshops elf großformatige Fototapeten aus Papier und Vlies, eine wird als Latex ausgelobt. Darunter sind Fotos von Steinwänden, die eine Ziegel- oder Bruchsteinwand imitieren, Naturmotive wie Blumen und Landschaften, und auch ein Schwarz-Weiß-Foto der Skyline von New York ist dabei. Die Preise beginnen bei 30 Euro und reichen bis über 200 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Die großformatigen Fototapeten nehmen die ganze Wand eines Raumes ein. Deshalb wollten wir wissen, ob sie Schadstoffe ausgasen und die Raumluft belasten oder zum Beispiel hormonell wirksame Weichmacher enthalten. Auch bedenkliche Farbstoffe, Schwermetalle und umstrittene halogenorganische Verbindungen standen auf dem Prüfprogramm.

Die Praxisprüfung
Eine wichtige Frage ist natürlich, wie gut sich die großformatigen Motive an die Wand bringen lassen. Wir betrauten den Maler- und Lackierermeister Peter Hoffmann von der August-Bebel-Schule in Offenbach, einer Berufsschule, mit dieser Aufgabe. Er ging dabei streng nach den Angaben der Hersteller vor, jedenfalls soweit sie vorhanden waren. Alle Tapeten wurden auf einem dafür vorbereiteten Vliesuntergrund, also einer optimalen Unterlage, tapeziert. Auch die Qualität der Verarbeitungsanleitung wurde bewertet.

Die Bewertung
Eine Tapete sollte gut zu verarbeiten sein, aber auch keine Schadstoffe enthalten oder gar ausgasen. Das Gesamturteil orientiert sich deshalb am schlechtesten Einzelergebnis. Gar nicht hinnehmen können wir eine sehr starke Raumbelastung durch ausgasende Verbindungen und besonders bedenkliche Inhaltsstoffe. Aber auch Fototapeten, die für einen Laien kaum zu handhaben sind, erhalten nur mäßige Noten. Umweltbelastende Stoffe wie PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung und optische Aufheller werten wir als Weitere Mängel; sie können das Testergebnis Inhaltsstoffe verschlechtern.

So haben wir getestet

Schatten und Stöße: Überlappende Stöße bleiben bei Lichteinfall deutlich sichtbar. Besonders heikel und schwierig hunzukriegen sind die Anschlüsse bei einer zweireihigen Anordnung der Papierbögen.

So haben wir getestet

Faltenreich: Beim Tapezieren nach Anleitung des Herstellers blieben hier etliche Falten zurück. Offensichtlich, weil keine Weichzeit vorgesehen war. Denn eine Wiederholung mit Einweichen brachte im zweiten Anlauf ein sehr gutes Ergebnis.

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Bestellnummer: J1610
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