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22 Babybodys im Test

Jahrbuch für 2018
vom 19.10.2017

Babybodys

Nicht so helle

Für strahlend weiße Textilien sorgen optische Aufheller. Zwar sind Babybodys heute häufig bunt, doch weiße Streifen und Etiketten strahlen durch die chemischen Hilfsmittel. Mehr als die Hälfte der getesteten Bodys ist betroffen.

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19.10.2017 | Ob in Kleidungsstücken, in Matratzen, Stoffspielzeug oder Waschmitteln - in all diesen Produkten wies das von ÖKO-TEST beauftragte Labor in vergangenen Tests optische Aufheller nach. Wir wollten wissen, ob auch Kleidungsstücke für die Kleinsten mit diesen unnötigen Weißmachern ausgerüstet sind. Und natürlich auch, ob noch weitere problematische Substanzen in den Textilien stecken.

Das Testergebnis

In mehr als der Hälfte der Babybodys stecken optische Aufheller. Ein Body erhält wegen eines krebsverdächtigen Farbstoffbestandteils das Gesamturteil "ungenügend".

Unter den 13 Babybodys, in denen das Labor optische Aufheller analysierte, sind auch zwei zertifizierte Naturtextilien (GOTS, Ecocert). Fünfmal ist das Hauptmaterial oder das Grundgewebe betroffen: im Disney Baby Body Langarm "Winnie the Pooh", grau sowie im Kanz Layette "Little Sheep" Wickelbody 1/1 Arm, grau und im Pusblu RSO Ju-Body, Elefanten, blau-gelb. Im Topomini BA-Body, blau-hellblau-weiß gestreift sowie im GOTS-zertifizierten Sanetta Body 1/2, blau-weiß gestreift mit Autos bringen die fluoreszierenden Substanzen die weißen Streifen zum Leuchten. In allen betroffenen Produkten wies das Labor die Weißmacher in den Etiketten nach.

Schlusslicht mit dem Gesamturteil "ungenügend" ist das Produkt Primark Disney Baby Minnie, Body und Lätzchen, rosa. In diesem wies das Labor den krebsverdächtigen Farbbaustein Anilin nach.

In den bunten Aufdrucken des Ecocert-zertifizierten Little Green Radicals Secret Treehouse, multi analysierte das Labor den bedenklichen Weichmacher Dibutylphthalat (DBP). Dieser ist als fortpflanzungsgefährdend eingestuft und in der Europäischen Union in Spielzeug und Babyartikeln gesetzlich reglementiert.

In den Brustaufdrucken des B.O. Wirbelwind Body Langarm, Herzen, grau sowie des Frugi Organic Cotton Lerryn Body, rosa-weiß gestreift, Maus fand das Labor die Ersatzweichmacher DiNCH und DEHT.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 22 kurz- und langärmelige Babybodys aus Baumwolle eingekauft, bei acht stammt sie aus zertifiziertem Bio-Anbau. Erworben haben wir die Bodys in Kaufhäusern, Babyfachmärkten, Naturwarenläden, Textildiscountern sowie in Onlineshops. Die Preisunterschiede sind groß: Das günstigste Produkt kostete 2,49 Euro in einem Discounter, am meisten zahlten wir mit 22,45 Euro für Bio-Markenware.

Die Inhaltsstoffe
Wir haben alle Bodys auf verbotene und problematische Farbbestandteile, optische Aufheller sowie umstrittene halogenorganische Verbindungen untersuchen lassen, die im Färbe- oder Ausrüstungsprozess zum Einsatz kommen. Gummierte oder Kunststoffaufdrucke wurden auf Weichmacher wie Phthalate, Schwermetalle und andere Schadstoffe geprüft. Die Druckknöpfe, mit denen die Bodys meist im Schritt, teilweise in Halsnähe oder an der Seite geschlossen werden, ließen wir darauf untersuchen, ob sich das Kontaktallergen Nickel löst.

Die Bewertung
Die Bodys werden als Unterwäsche getragen und kommen direkt mit Babys Haut in Kontakt. Das Gesamturteil "sehr gut" vergeben wir nur, wenn die Textilien keinerlei bedenkliche und/oder umstrittene Substanzen enthalten.

So haben wir getestet

Sie sehen zwar niedlich aus, doch in Brustaufdrucken aus Gummi oder Kunststoff - wie hier in der bebrillten Maus des Frugi Organic Cotton Lerryn Body - stecken häufig Ersatzweichmacher oder andere umstrittene Substanzen.

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