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20 Spielzeug-Klassiker im Test

Jahrbuch Kleinkinder 2018
vom 18.01.2018

Spielzeug, Klassiker

Marke oder Makel?

Käthe Kruse, Steiff, Playmobil: Kinder von heute spielen oft mit denselben Marken wie schon ihre Eltern oder Großeltern. Traditionsfirmen versprechen Qualität. Doch liefern sie die auch? Mehrheitlich ja, wie unser Test zeigt. Problemkinder Nummer eins: Puppen.

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18.01.2018 | Besucher aller Generationen kommen in das Hessische Puppen- und Spielzeug-Museum in Hanau. Nicht nur Kinder mit ihren Eltern, sondern auch die Großeltern, die hier einige der alten Spielsachen wiederentdecken, mit denen sie früher selbst einmal gespielt haben. Etwa die von den 30er- bis in die 50er-Jahre produzierten Schildkröt-Puppen Inge, Hans und Bärbel - heute gesuchte Sammlerstücke. "Damals waren die Haare einfach nur aufgemalt, die Puppen waren aus Zelluloid", erklärt Joachim Wiebel vom Spielzeugmuseum. Zelluloid? "Ja, das ist das Material, aus dem früher die Filmrollen im Kino waren - stark brennbar, deshalb wird es heute nicht mehr verwendet." Doch was steckt heute in den Spielzeugen von Traditionsmarken? ÖKO-TEST hat 20 Spielzeugklassiker eingekauft, um zu testen, ob ihr großer Name auch heute noch für Qualität steht.

Das Testergebnis

... ist erfreulich! 11 von 20 Produkten schneiden mit "sehr gut" ab - im Vergleich zu unseren sonstigen Spielzeugtests ein ganz hervorragendes Resultat.

Das gute Ergebnis wird vom schlechten Abschneiden der Puppen getrübt. Von den vier im Test schneidet keine besser als "ausreichend" ab, zwei sind "ungenügend". Damit hat sich also nichts gegenüber unserem Test von Dezember 2014 verbessert. Damals schnitten acht von zehn Kunststoffpuppen mit "mangelhaft" und "ungenügend" ab.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Was sind die Klassiker auf dem großen Markt? Auf jeden Fall Spielzeug, mit dem schon die Eltern, Großeltern oder gar die Urgroßeltern der heutigen Kinder spielten. Wir haben 20 Produkte von etablierten, bekannten Marken eingekauft: Puppen, Stofftiere, Fahrzeuge, Figuren, Bausteine, ein Gesellschaftsspiel, einen Arztkoffer, einen Werkzeugkasten und ein Kasperletheater.

Die Inhaltsstoffe
Auch wenn sie schon seit Jahrzehnten auf dem Markt sind: Spielzeuge, auch Puppen aus Traditionshäusern, bestehen heutzutage vorwiegend aus Kunststoffen. Diese ließen wir auf Phthalate und andere Weichmacher, auf potenziell krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und verbotene Farbstoffe sowie Schwermetalle untersuchen. Ebenso ob sich Antimon aus Polyesterbestandteilen und -füllungen löst. Stoffe und textile Bestandteile analysierten die von uns beauftragten Labore auf umweltschädliche Nonylphenolethoxylate, potenziell gesundheitsschädliches Formaldehyd/-abspalter, halogenorganische Verbindungen und optische Aufheller. Holz und Lacke auf ausgasendes Formaldehyd, Farben auf ihre Schweiß- oder Speichellöslichkeit. Puppen und Stofftiere, die sich in ihrer Gestaltung bereits an Unter-Dreijährige richten, wurden daraufhin untersucht, ob sie die Sicherheitsanforderungen der Spielzeugnorm DIN EN 71 einhalten, beispielsweise keine herausragenden Teile oder spitzen Kanten aufweisen.

Die Bewertung
Ein "sehr gutes" Spielzeug muss sicher und frei von bedenklichen und umstrittenen Inhaltsstoffen sein. Zwar existieren in der EU für einige Substanzen Grenzwerte. Im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes legt ÖKO-TEST in der Bewertung teilweise jedoch noch strengere Maßstäbe als die Gesetzgeber an.

So haben wir getestet

Wie schnell brennt die Puppe? Zum Praxistest gehörte unter anderem auch eine Entflammbarkeitsprüfung.

Online abrufbar