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15 Wandersocken im Test

Jahrbuch für 2017
vom 20.10.2016

Wandersocken

Ende Gelände

Blasenfreie Füße entscheiden übers Wanderglück. Doch im Test sind auch in teuren Bergstrümpfen wunde Füße möglich. Einige Hersteller machen zudem falsche Wirkversprechen. Vor Schadstoffen in Socken müssen Hobbykraxler aber wenig Angst haben.

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20.10.2016 | Am wichtigsten, um Blasen am Fuß vorzubeugen, ist es, die Füße trocken zu halten. Wandersocken sollten daher möglichst atmungsaktiv sein. ÖKO-TEST wollte wissen, wie es um die Qualität von aktuell im Handel erhältlichen Wandersocken bestellt ist. Wir haben 15 Paar eingekauft und im Labor auf Schadstoffgehalt, Farbabrieb und Atmungsaktivität überprüfen lassen.

Das Testergebnis

Wir bewerten elf Sockenpaare mit "gut" und vier mit "befriedigend". Notenabzug gibt's vor allem wegen überflüssiger Textilzusätze. Karzinogene Schadstoffe, Weichmacher oder andere Umweltgifte, die immer wieder in der Kleidungsproduktion verwendet werden, fanden wir nicht. Auch auf dem Praxisprüfstand bewährten sich die meisten Bergstrümpfe. Was wir wirklich kritisieren, ist die Atmungsaktivität. Häufig stark beworben, erhält nur ein Sockenpaar die Bestnote.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Von der Supermarktsocke bis zum Markenprodukt: Wir kauften 15 Paar Wandersocken ein. Das billigste für 4,99, das teuerste für 27 Euro. Unterwegs waren unsere Einkäufer dafür in Kaufhäusern und Onlineshops, Outdoorfachgeschäften, Supermärkten sowie im Sporthandel. Der Test umfasst durchweg Modelle für Freizeitausflügler, die sich ganzjährig für Tagestrips etwa durchs Mittelgebirge eignen. Das Gros der Socken passt auf die Füße beider Geschlechter. Aber auch Ware explizit für Männer oder Frauen ist unter den Testkandidaten.

Die Inhaltsstoffe
Gewebt und genäht sind die meisten Wandersocken im Test aus Mischgewebe. Im Garn enthaltenes Silber soll Bakterien töten und so Schweißgeruch hemmen. Unter Experten gilt diese Praxis als überflüssig; sie fördert Keimresistenzen. Wir fragten uns deshalb, wie viel Silber in den Strümpfen steckt und ob die Anbieter ihre Socken gar mit anderen antibakteriellen Substanzen oder Insektiziden ausrüsten. Die von uns beauftragten Labore untersuchten die Strümpfe ferner auf Problemstoffewie hormonell wirksame Weichmacher und Ersatzweichmacher, umweltschädliche Nonylphenolethoxylate sowie umstrittene halogenorganische Verbindungen. Auch auf krebserregende Farbstoffe, PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen sowie hautreizendes Antimon ließen wir die Socken durchchecken. Geprüft wurde zudem, ob die Hersteller bei den Weißtönen mit optischen Aufhellern nachgeholfen haben.

Praxistest
Was nützt die schönste Socke, wenn sie auf die Wanderhose und -schuhe abfärbt und die Füße darin nassschwitzen? Wir wollten deshalb wissen, ob die Farben fest genug im Stoff sitzen und Schweiß sowie Reibung standhalten. Ein darauf spezialisiertes Labor ließen wir zudem analysieren, wie gut die Strümpfe den Schweiß ableiten und die Füße atmen lassen.

Die Bewertung
Ist die Atmungsaktivität einer Socke zu gering, sind schmerzhafte Blasen garantiert. Wer seine Füße den ganzen Tag in Kunstfasern packt, will zudem sicher sein, dass über Haut und Schweiß kein Gift in den Körper gelangt. Dementsprechend werten wir ab. In das Gesamturteil gehen die Ergebnisse zu Materialeigenschaften und Inhaltsstoffen zu jeweils 50 Prozent ein. Das Gesamturteil kann dabei aber nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

So haben wir getestet

Füße schwitzen in Socken - wir ließen ihre Atmungsaktivität im Labor messen.

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Bestellnummer: J1610
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