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27 Parfüms im Test

Jahrbuch für 2017
vom 20.10.2016

Parfüms

Atemlos

Für große Düfte hat die Industrie schon immer kräftig in Werbung investiert. Doch egal wie gut und auf welchen Wegen sie beworben werden, unser großer Test zeigt wieder einmal: Parfüms stecken voller problematischer Duftstoffe. Unter den Schlusslichtern ist das That's me! by Helene Fischer EdP.

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20.10.2016 | Duft ist wie Musik eine Frage des Geschmacks. Wie gut Parfüms in puncto Inhaltsstoffe sind, haben wir in einem großen Produkttest mit 27 Düften untersucht.

Das Testergebnis

Die Hälfte der Parfüms rasselt mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch den Test. Immerhin sind vier Naturkosmetikdüfte "sehr gut": Melvita L'Or Bio, Mytao Mein Bioparfum Drei, Speick Natural Fresh und Weleda Jardin de Vie.

Geruch mit Nebenwirkung. In fast allen Parfüms stecken Duftnoten, die Allergien auslösen können. Darunter fünfmal Lyral. Die EU-Kommission schlägt voraussichtlich bald ein Verbot vor. Zudem fand das Labor in elf Parfüms Gehalte an künstlichem Moschusduft, die wir abwerten. Diese polyzyklischen Moschus-Verbindungen reichern sich im menschlichen Fettgewebe an. Ebenso Cashmeran, das in acht Produkten steckt.

Für Lilial gibt es siebenmal Punktabzug. Nach einer aktuellen Auswertung der Datenlage durch das wissenschaftliche Beratergremium der EU für Kosmetika, SCCS, schädigt der Duftstoff in Tierversuchen das Fortpflanzungssystem.

UV-Filter dienen in Parfüms in der Regel zum Stabilisieren von Duftstoffen. In 15 der Parfüms stecken bedenkliche UV-Filter, für die es Hinweise gibt, dass sie wie ein Hormon wirken.

Wir fanden im Paco Rabanne Lady Million und im That's me! by Helene Fischer stark erhöhte Werte Diethylphthalat (DEP), zudem wies Acorelle Extraits d' Émotions Tea Garden, einen erhöhten Gehalt auf. In Naturkosmetik hat DEP wahrlich nichts zu suchen.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Sie werden auch dieses Jahr wieder zahlreich unterm Weihnachtsbaum liegen: Parfüms. Unsere Einkäufer haben 25 der möglichen Präsente eingekauft - in der Parfümerie, im Drogeriemarkt, im Kaufhaus, im Naturwarenhandel und beim Onlinehändler. Bewährte Klassiker, angesagte Duftstars sowie zertifizierte Naturkosmetik. Die Bandbreite reicht von der günstigen Duftnote von knapp vier Euro bis zum edlen Tropfen für stolze 70 Euro für 30 Milliliter.

Die Inhaltsstoffe
Der Duft ist das alles Entscheidende für Parfüms. Deshalb haben wir die Nasenschmeichler wieder einem umfangreichen Prüfprogramm auf allergisierende Duftstoffe sowie auf künstlichen Moschusduft und Cashmeran unterzogen. Beide reichern sich im menschlichen Fettgewebe an. Zudem ließen wir untersuchen, ob die Hersteller in den Parfüms problematisches Diethylphthalat eingesetzt haben. Das dient zur Vergällung von Alkohol und zur Stabilisierung des Duftes.

Die Bewertung
Ein Parfüm soll für Freude sorgen und nicht durch problematische Duft- oder Schadstoffe negativ auffallen. Für bedenkliche und problematische Inhaltsstoffe gibt es Punktabzug.

So haben wir getestet

Ein kleiner Spritzer und die Parfüms entfalten ihre Duftwirkung.

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