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Holzpellets

Auf dem Holzweg?

Pelletheizungen sind nach wie vor gefragt - auch dank staatlicher Förderung. Wir haben Pellets, die als Sackware im Angebot sind, in die Labore geschickt. Die meisten Produkte gehen mit "sehr gut" und "gut" aus unserem Test.

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20.10.2016 | Die Qualität von Holzpellets ist seit 2014 in einer internationalen Norm mit drei Qualitätsklassen geregelt. A1 bezeichnet die höchste Qualität, und nur sie spielt für Privathaushalte ein Rolle. Die Gütesiegel ENplus A1 und DINplus beinhalten die wesentlichen Anforderungen der Norm.

Wir haben 15 Produkte als Sackware eingekauft und ließen ihre Qualität nach Norm und noch darüber hinaus in einem Fachinstitut prüfen. Nach dem Einkauf stellten wir fest, dass nicht alle Pellets aus Deutschland stammen, denn einige der Hersteller sind in Polen, Tschechien und Litauen zertifiziert, sodass möglicherweise lange Transportwege und ein weniger schonender Umgang mit den Wäldern die CO2-Bilanz verschlechtern.

Das Testergebnis

Die meisten Pellets sind von hoher Qualität. Bis auf zwei Ausnahmen entsprechen sie den Anforderungen von ENplus A1 und DINplus. Etliche Hersteller übertreiben beim versprochenen Heizwert.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 15 Pelletmarken als 15-Kilogramm-Sackware in Baumärkten, im Brennstoffhandel und über das Internet eingekauft. Alle Produkte sind mit einem Qualitätszeichen Enplus A1 und/oder DINplus versehen und werben somit mit höchster Qualität. Wir fragten die Hersteller, ob die Sackware identisch mit der Einblasware ist, die in Silofahrzeugen angeliefert wird.

Die Pelletqualität
Wir wollten wissen, ob die Pellets den hohen Anforderungen der Qualitätszeichen Enplus A1 und/oder DINplus gerecht werden. Das beauftragte Brennstofflabor untersuchte alle Parameter, die auch im Rahmen der Zertifizierung auf den Prüfstand kommen: Wie viel Energie bekommt der Kunde für sein Geld? Ermöglichen die Pellets einen guten und reibungslosen Heizbetrieb? Zusätzlich zu den Normen wurde geprüft, ob die Pelletlänge möglichst einheitlich ist, da viele Bruchstücke und feine Bestandteile die Sauerstoffzufuhr behindern können. Auch mögliche Umweltbelastungen durch Schwefel, Stickstoff, Chlor und Schwermetalle in den Abgasen hatten wir - wie die Gütesiegel - im Visier.

Die Deklaration
Die Angaben auf der Verpackung sollten richtig und nicht irreführend, und notwendige Hinweise vorhanden sein. Deshalb verglichen wir die im Labor ermittelten Ergebnisse der Pelletqualität mit den Auslobungen auf den Verpackungen.

Die Bewertung
Auch wenn die Mehrzahl der Produkte die Anforderungen der Qualitätszeichen erfüllt, gibt es doch qualitative Unterschiede, vor allem in der Pelletlängenverteilung und dem Ascheschmelzverhalten. Vergleichsweise ungünstige Werte und Eigenschaften werten wir ab. Wenn noch dazu die Grenzwerte von Enplus A1 und DINplus nicht eingehalten werden, obwohl die Produkte diese Zeichen tragen, führt das zu Minuspunkten in der Deklaration. Das gilt auch für die Fälle, in denen die Angaben des Heizwerts unseriös hoch sind. Für das Gesamturteil wird die Pelletqualität jedoch stärker gewichtet als die Deklaration.

So haben wir getestet

Auch mit bloßem Auge erkennt man Bruchstücke und Feinanteile neben intakten Pellets.

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