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16 CC-Cremes im Test

Ratgeber Kosmetik 2016
vom 09.06.2016

CC-Cremes

ABC-Kosmetik

Von B zu C: Wie ihre Vorgänger sollen CC-Cremes echte Multitasker sein. Doch im Test war keine einzige Creme "sehr gut". Viele enthalten problematische Inhaltsstoffe.

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09.06.2016 | Spieglein, Spieglein an der Wand: Wer sieht nicht beim Badezimmerblick einen Schönheitsfehler im Gesicht, den er am liebsten loswerden möchte? Rötungen, Poren, Unebenheiten, Falten, Pigmentflecke und vieles mehr. Wie ein Balsam zu wirken, das jeden Makel beseitigt, englisch "Blemish Balm", das versprechen schon die Anbieter der BB-Cremes. Wer B sagt, muss auch C sagen, dachten sich findige Werbestrategen und lancieren danach auch noch die CC-Creme. Das CC im Namen steht für "colour correction" - Farbkorrektur. Das kreative Buchstabenspiel der Kosmetikbranche geht noch weiter, DD-Cremes stehen auch schon in den Regalen: "disguise and diminish", verdecken und vermindern.

Schon die BB-Cremes sollten richtige Alleskönner sein: Make-up, Teintverschönerer und Gesichtspflege in einem. Die Reklameversprechen ihrer Nachfolger tragen noch dicker auf. Bis zu zehn Eigenschaften werden beworben. Die Cremes sollen den Hautton korrigieren, Rötungen neutralisieren, Pigmentflecken reduzieren, Hautunebenheiten kaschieren, abtönen, glätten, Feuchtigkeit spenden, den Teint strahlend machen und vor UV-Strahlung schützen. Manche Anbieter verheißen wahre Jungbrunneneigenschaften, brüsten sich mit Anti-Aging-Wirkungen, wollen Falten und Pigmentflecken nicht nur kaschieren, sondern auch gleich noch das Entstehen neuer verhindern.

Während die Anbieter BB-Cremes für fast jeden Hauttyp anpreisen, empfehlen sie CC-Cremes vorwiegend für die Haut über 30. Oft ist dennoch nicht ganz nachvollziehbar, was sie voneinander unterscheidet. So hat etwa Olaz beide im Angebot - mit nahezu identischer Rezeptur.

Ob BBs oder CCs, das Problem mit diesen Multitaskern ist: Sie sollen alles können, am Ende ist es aber für ein ganz spezifisches Hautproblem oft zu wenig. So klagen etwa Nutzerinnen in diversen Internetforen darüber, dass ihre CC-Creme die Poren nicht genügend abdecke oder den falschen Farbton treffe. Wem's etwa allein um Abdeckung geht, der ist mit einer getönten Tagescreme besser bedient. Die gibt es in der Regel auch in einer größeren Auswahl an Farbnuancen.

CC-Cremes sind überdies meist mit einem viel stärkeren UV-Schutz als herkömmliche Tagescremes ausgerüstet. Tatsächlich ist die UV-Strahlung einer der wichtigsten äußeren Faktoren bei der Hautalterung. Sie lässt freie Radikale entstehen, die Zellbestandteile zerstören und Zellen zum Absterben bringen können. Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor sind aber nur dann sinnvoll, wenn man wirklich länger in die Sonne rausgeht. Denn Sonnenstrahlen haben durchaus auch einen positiven Aspekt: Sie sorgen dafür, dass unter dem Einfluss von UV-B-Strahlen das vom Körper benötigte Vitamin D in der Haut gebildet wird.

Bei der Wahl anderer vermeintlicher Wirkstoffe gegen Hautalterung sind die Hersteller nach wie vor äußerst kreativ. Einigen Produkten ist Niacinamid zugesetzt, auch als Vitamin B 3 bekannt, das eine durchblutungsanregende und gefäßerweiternde Wirkung entfalten soll.

Einige Naturkosmetikhersteller greifen auch mal zu

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben 16 Produkte eingekauft, die sich "Colour Correction", "Colour Control" oder "Cover & Correction" nennen. Die meisten Cremes richten sich an alle Hauttypen; die Läden führen sie teils unter Make-ups, teils unter Tagescremes. Die Preise reichen von 6 bis zu stolzen 50 Euro pro 50 ml.

Die Inhaltsstoffe
Versprochen werden alle nur denkbaren Effekte, kombiniert in einer einzigen Creme. Viele Rezepturbestandteile sollen's richten und zudem die Creme handhabbar und haltbar machen. Problematisch für Mensch oder Umwelt sollten sie allerdings nicht sein. Wir nahmen die langen Inhaltsstofflisten genauer unter die Lupe und schickten die Produkte in die Labore. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf problematischen Konservierungs- und Duftstoffen. Zudem können in CC-Cremes mit ihren zum Teil hohen Lichtschutzfaktoren bedenkliche UV-Filter enthalten sein.

Weitere Mängel
Anbieter, die ihr Produkt mit Anti-Aging-Wirkungen (gegen Falten, Pigment-/Altersflecken) anpreisen, sollten diese Eigenschaften ÖKO-TEST durch Studien belegen. Auch prüften wir, inwieweit die Verpackungen umweltbelastend sind und ob die gesetzlich geforderte Liste der Inhaltsstoffe auf der Hülle oder dem Beipackzettel abgedruckt ist.

Die Bewertung
Kosmetik sollte frei von umstrittenen oder gar bedenklichen Substanzen sein. Dann vergeben wir für die Inhaltsstoffe ein "sehr gut". Für problematische Duftstoffe, Konservierungsmittel, Emulgatoren und UV-Filter gibt es Minuspunkte, die sich zu "ungenügend" addieren können. Schlüsselt ein Hersteller auch auf Nachfrage die Farbbestandteile nicht auf, werten wir dies als Weiteren Mangel ab. Ebenso, wenn uns keine Studie zur angeblichen Anti-Aging-Wirkung vorgelegt wurde oder nur eine Zusammenfassung, aus der sich die Richtigkeit der Behauptungen nicht ableiten lässt. Ein Zuviel an Weiteren Mängeln wirkt sich negativ auf das Gesamturteil aus.

So haben wir getestet

Alleskönner: Mit bis zu zehn Eigenschaften werden die Cremes beworben.