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Gartendünger im Test: Schwermetalle, Uran oder Pestizide fast überall ein Problem

Jahrbuch für 2016 | Autor: ÖKO-TEST Redaktion | Kategorie: Bauen und Wohnen | 09.10.2015

Gartendünger im Test: Schwermetalle, Uran oder Pestizide fast überall ein Problem
Foto: NinaMalyna/Shutterstock

Hobbygärtner greifen gern zu Universaldüngern, die alle wichtigen Nährstoffe enthalten sollen, die der Garten braucht. In Dünger finden sich aber auch Schwermetalle, Uran, Phosphat und Pestizide. Da viele Produkte in unserem Test zudem unzureichend deklariert sind, können wir nur 3 von 20 empfehlen.

  • Unter den untersuchten Düngern waren mineralische Gartendünger und solche mit organischem Anteil.
  • Etwa jeder dritte Gartendünger in unserem Test ist nur "mangelhaft" oder "ungenügend".
  • Viele Gartendünger tragen mehr als dreimal so viele Schwermetalle in den Boden ein, wie ihm wieder entzogen werden kann. Das Gleiche gilt für Phosphat.

Wer bedarfsgerecht düngt, gibt den Pflanzen genügend Nährstoffe, ohne gleichzeitig Böden und Gewässer damit zu überfrachten. Wie wichtig dieser ökologische Aspekt ist, zeigt die Überhandnahme des Hauptnährstoffs Stickstoff: Jährlich 4,2 Millionen Tonnen reaktiver Stickstoff gelangen laut Umweltbundesamt in Deutschland in den Umweltkreislauf – eindeutig zu viel. Als Folge davon verunreinigen unnötig viel Nitrat und Ammoniak unsere Umwelt. Sicherlich hat die kommerzielle Landwirtschaft daran den Löwenanteil.

Dennoch sind auch Hobbygärtner für die Überdüngung mitverantwortlich – und können genauso dazu beitragen, sie zu verhindern. Schließlich können zu viele Nährstoffe nicht zuletzt auch den Pflanzen im heimischen Garten schaden: "Sind Pflanzen mit Stickstoff überversorgt, können sich manche Schädlinge wie Blattsauger auf ihnen stärker vermehren", sagt Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie.

Zu viel Gartendünger ist schädlich

Auch für andere Hauptnährstoffe von Pflanzen gilt: Zu viel davon ist nicht nur teuer, sondern schädlich. Schwefel etwa kann bei Überdüngung zu Problemen mit der Bodenfruchtbarkeit führen, weil Böden versauern und entkalken.

Phosphate, die nicht von den Pflanzen aufgenommen werden, können in Gewässer gelangen und dort zu Eutrophierung führen, also zu einer Anreicherung von Nährstoffen, die übermäßiges Algenwachstum auf Kosten anderer Organismen nach sich zieht.

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Volldünger enthalten alle Pflanzen-Nährstoffe

"Gezieltes Düngen ist nur nach einer Bodenuntersuchung möglich", betont deshalb Erika Brunken. Erst dann weiß der Gärtner, welche Nährstoffe in seinem Boden vorhanden sind und welche er durch Düngung nachliefern muss.

Für eine solche Bodenuntersuchung nehmen Sie im Frühjahr oder Herbst Bodenproben aus dem eigenen Garten und schicken sie an die landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten der Länder oder an private Labore. Diese überprüfen den Nährstoffgehalt und geben Düngeempfehlungen.

Während Spezialdünger auf die Bedürfnisse einer speziellen Pflanzenkultur ausgerichtet sind, enthalten Volldünger alle wichtigen Nährstoffe, angegeben in Prozenten von Stickstoff (N), Phosphat (P), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Schwefel (S).

20 Gartendünger im Test

Damit Hobbygärtner bedarfsgerecht düngen können, müssen sie wissen, was in den Produkten steckt. Wir haben deshalb 20 Universaldünger im Labor untersuchen lassen – nicht nur auf die Gehalte der Hauptnährstoffe, sondern auch auf schädliche Stoffe wie Pestizide, Salmonellen, Cadmium und Uran. Unter den untersuchten Düngern waren mineralische Gartendünger und solche mit organischem Anteil.

Nur drei Dünger halten unserer strengen Bewertung mit "sehr gut" stand. Ihnen folgt ein breites Mittelfeld, in dem die meisten Produkte deshalb landen, weil sie Schwermetalle in den Boden eintragen und häufig auch noch Deklarationsmängel aufweisen. Sechs Dünger sind "mangelhaft" oder gar "ungenügend".

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Wer den richtigen Gartendünger verwendet, kann mit einer schönen Ernte rechnen
Wer den richtigen Gartendünger verwendet, kann mit einer schönen Ernte rechnen (Foto: CC0 / Unsplash.com / Markus Spiske)

Gartendünger-Test: Unnötig viele Schwermetalle

Etliche Dünger tragen mehr als dreimal so viele Schwermetalle in den Boden ein, wie ihm innerhalb von einer Vegetationsperiode wieder entzogen werden kann. "Im Laufe der Zeit erhöht sich so der Schwermetallgehalt der erzeugten Produkte, zudem besteht die Gefahr des Eintrags ins Grundwasser", erklärt Professor Ewald Schnug, der Präsident des Internationalen Wissenschaftlichen Zentrums für Düngemittel (CIEC).

Fünf Dünger weisen einen Urangehalt über der vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenze von 50 Milligramm pro Kilogramm Phosphat aus. Uran gelangt wie auch Cadmium durch Roh-Phosphat in die Dünger. Seit Jahren wird über einen gesetzlichen Grenzwert für Uran in Düngemitteln diskutiert, geschehen ist bislang nichts. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre werden deshalb jährlich über 150 Tonnen Uran auf die Ackerflächen ausgebracht, so das Umweltbundesamt.

Dünger im Test: Oft zu viel Phosphat

Erstmals haben wir auch Dünger abgewertet, die mehr als dreimal so viel Phosphat in den Boden einbringen, wie ihm wieder entzogen werden kann. Der Hintergrund: Behördliche Messungen haben gezeigt, dass in den allermeisten Gärten bereits genug Phosphat enthalten ist, in manchen sogar zu viel.

"Wird Phosphat ausgewaschen, kann es zur Überdüngung der Gewässer beitragen", sagt Düngerexperte Ewald Schnug. "Dabei müssten wir mit Phosphat besonders haushalten: Es wird aus fossilen Lagerstätten gewonnen, die langsam, aber sicher zur Neige gehen, gleichzeitig steigt die weltweite Nachfrage nach Dünger."

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Dünger steht auch im Verdacht, Perchlorat und Chlorat in Obst und Gemüse einzutragen. Beide Stoffe können unter anderem die Aufnahme von Jodid in die Schilddrüse hemmen. Tatsächlich wies das von uns beauftragte Labor in vielen Düngern Chlorat nach, über ein Viertel enthielt Perchlorat.

Die gemessenen Gehalte sind nach dem aktuellen Wissensstand zwar zu gering, um schädliche Auswirkungen zu zeigen – dennoch werten wir sie ab, da die Belastung völlig überflüssig ist.

Pestizide in untersuchten Gartendüngern

Pestizide werden durch organische Bestandteile in den Dünger eingetragen. Hier wurde das Labor in mehreren Fällen fündig, in zwei Produkten wies es sogar je sechs verschiedene Pestizide nach.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen einige krebserregend sind, fanden sich nur in einem Produkt in auffälligen Mengen. In Bezug auf E.-coli-Bakterien und Salmonellen fiel keiner der getesteten Dünger auf.

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Gartendünger im Test: Zu viel ist nicht gut für die Pflanzen
Gartendünger im Test: Zu viel ist nicht gut für die Pflanzen (Foto: CC0 / Unsplash.com / Francesco Gallarotti)

Deklarationen auf Düngern oft fehlerhaft

Wollen Hobbygärtner genau nach Bedarf düngen, haben sie bei den meisten Düngern schlechte Karten – zu groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was auf der Verpackung behauptet wird, und dem tatsächlich gemessenen Gehalt. Abweichungen im Nährstoffgehalt fanden wir in über der Hälfte der Produkte.

Einige Dünger wurden abgewertet, weil die Hersteller Nährstoffe oder Schwermetalle laut Düngemittelverordnung hätten kennzeichnen müssen, dies aber nicht taten. Ein Volldünger fiel besonders auf: Die Werte für Stickstoff und wasserlösliches Phosphat wichen je um mehr als zwei Prozentpunkte ab, die Spurennährstoffe Bor und Zink erreichten nicht einmal zehn Prozent der gekennzeichneten Werte.

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ÖKO-TEST rät

  • Die drei "sehr gut" getesteten Dünger empfehlen wir mit der Einschränkung, dass Boden und Pflanzen die angegebenen Nährstoffkonzentrationen auch tatsächlich benötigen.
  • Die Website des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten bietet an dieser Stelle eine Liste von Laboren, die Privatproben untersuchen.
  • Gezielte Informationen und persönliche Beratung zu allen Gartenfragen, auch zum bedarfsgerechten Düngen, geben die Gartenakademien der Bundesländer.
  • "Rosen brauchen nach der Hauptblüte noch eine kleine Düngung, Sommerblumen (Beet- und Balkonpflanzen) sollten laufend nachgedüngt werden, damit sie durchblühen. Rasen kann viermal im Jahr gedüngt werden, damit er sich gut bestockt und Moos keine Chance hat. In der Menge kann man sich generell nach den Anwendungshinweisen der Anbieter richten. Ich empfehle allerdings, lieber etwas vorsichtiger zu düngen als zu viel." (Erika Brunken)

Weiterlesen auf oekotest.de:


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Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf: Aus der großen Auswahl an Gartendüngern haben wir 20 Universaldünger eingekauft, die für Gemüse und Zierpflanzen geeignet sind. Getestet wurden neun organisch-minera­lische, fünf rein organische und sechs mineralische Dünger.

Die Inhaltsstoffe: Vor dem Hintergrund hoher Perchlorat- und Chloratwerte in Lebensmitteln haben wir erstmals alle Dünger auf Perchlorat und Chlorat untersuchen lassen. Auch auf Schwermetalle wie Uran, Cadmium und Arsen sowie auf poly­zyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen manche krebserregend sind, wurden alle Produkte überprüft. Alle Dünger mit organischem Bestandteil ließen wir auf Dioxine, Pestizide, E. coli und Salmonellen untersuchen. Für alle Mineraldünger wurden Natrium- und Chloridgehalte ermittelt.

Die Deklaration: Wir haben für alle Dünger die Gehalte der wichtigen Nährstoffe Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium und Schwefel ermitteln lassen und sie mit der Deklaration auf der Verpackung verglichen. Außerdem ließen wir prüfen, ob einzelne Nährstoffe und Schwer­metalle hätten deklariert werden müssen.

Die Bewertung: Wie in vergangenen Tests orientieren wir uns bei der Bewertung der Schwermetalle nicht nur an gesetzlichen Grenzwerten. Wir haben auch berechnen lassen, wie hoch die Menge der Schwermetalle ist, die im Boden zurückbleibt, wenn man Ernten, Bodenabtrag und Auswaschung berücksichtigt. Nach diesem Eintrag-gleich-Austrag-Konzept werten wir die Anreicherungen von Schwermetallen und Phosphat in all den Fällen ab, in denen mehr als die dreifache Menge, die dem Boden pro Jahr entzogen werden kann, im Boden zurückbleibt.

Testmethoden

  • Füllmenge: gravimetrisch.
  • Wassergehalt: DIN EN 12880 (S 2a).
  • Stickstoff (N): VO (EG) 2003/2003, IV, 2.3.2.
  • Phosphat (P2O2): Gesamtphosphat: DIN EN ISO 11885. Neutral-ammoniumcitratlösliches Phosphat: VO (EG) 2003/2003, IV, 3.1.3 + 3.2. Wasserlös­liches Phosphat: VO (EG) 2003/2003, IV, 3.1.6; 3.2.
  • Kalium (K2O): Kalium gesamt und Kalium wasserlöslich: DIN EN ISO 11885.
  • Magnesium (MgO): VDLUFA Bd. II, 7.1.1. Wasserlösliches Magnesium: VO (EG) 2003/2003, IV, 8.3.
  • Schwefel (S): Schwefel gesamt: 89/519/EWG Nr. 8.2. Wasserlöslicher Schwefel: VO (EG) 2003/2003, IV, 8.3.
  • Chlorid: VDLUFA III 10.5.1.
  • Natrium: DIN EN ISO 11885.
  • E. coli: Methodenbuch der BGK.
  • Salmonellen: Methodenbuch der BGK.
  • Arsen, Blei, Uran, Cadmium, Chrom, Nickel, Thallium: DIN EN ISO 17294-2.
  • Quecksilber: DIN EN 1483.
  • Bor, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink: DIN EN ISO 11885.
  • Dioxine, TE-WHO PCDD/F (2005): Bestimmung PCDD/F per AbfKlärV 1992 (ZF), Berechnung nach DüMV 12-2012, WHO 2005 (ZF).
  • PCB, TE-WHO dl-PCB (2005): Bestimmung dl-PCB per AbfKlärV 1992 (ZF), Berechnung nach WHO (2005).
  • Poly­zyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: VDLUFA VII, 3.3.3.2 (mod.).
  • Pestizide: Organochlorpestizide, Phosphorsäureester, weitere Pestizide: § 64 LFGB L00.00-34. Chlorat: LC/MS/MS.
  • Perchlorat: LC/MS/MS. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: DIN 51577-1 (PL).
  • Berechnung Akkumulationsfaktor Schwermetalle: Fracht/Entzug; die Fracht berechnet sich aus einer nach Herstellerangaben typischen Aufwandmenge der Dünger für Anwendung im Gemüsebau (100 bis 150 g/m²) und der Konzentration des Elements im Dünger. Als Entzug wurden die Richtwerte des Umweltbundesamts angesetzt (Cadmium 0,75, Chrom 11, Kupfer 37, Nickel 9, Blei 11, Zink 260 g/ha·a) bzw. Schätzwerte des Instituts für Pflanzenernährung und Bodenkunde, Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen - Julius-Kühn-Institut, Braunschweig (Phosphor: 22 kg/ha·a; Arsen 1,0, Uran 1,0, Thallium 0,2 g/ha·a); Akkumulationsfaktor auf ganze Zahl kaufmännisch gerundet.

Testlegende

Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) eine Akkumulation (Faktor größer 3 bis 10) bei mehr als zwei Schwermetallen (hier: Uran, Cad­mium, Zink); b) ein Gehalt von mehr als 100 μg/kg einer oder mehrerer PAK-Einzelverbindungen, sofern sie in der Summe 1.000 μg/kg nicht übersteigen.

Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) 5 bis 9 Pesti­zide u./o. 3 oder mehr besonders gesundheits­- und/oder umweltrelevante Pestizide (nach dem GHS-­Gefahrstoffsystem eingestuft als vermutlich krebserregend, Kategorie 2 und/oder als vermutlich reproduktionsto­xisch, Kategorie 2 und/oder als akut gewässergefährdend, Kategorie 1); b) ein Urangehalt über dem diskutierten Grenzwert des Umweltbundesam­tes (mehr als 50 mg Uran pro kg Phosphat bei Produkten mit einem Phos­phatgehalt ab 5 %); c) eine Akkumulation (Faktor größer 3 bis 10) bei 1 bis 2 Schwermetallen (hier: Uran, Cadmium, Zink, Chrom, Nickel); d) eine Akkumulation (Faktor größer 3 bis 5) bei Phosphat; e) Chlorat und/oder Perchlorat. Unter Akkumulationsfaktor wird die Anreicherung von Schwermetallen oder Phosphat nach Abzug von Ernte, Bodenabtrag und Auswaschung verstanden.

Unter dem Testergebnis Deklaration führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) eine relative Abweichung des Gehalts von Stickstoff gegenüber der Deklaration von mehr als 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als zwei Prozentpunkten; b) eine relative Abweichung des Gehalts von Phosphat gegenüber der Deklaration von mehr als 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als zwei Prozentpunkten; c) eine relative Abweichung des Gehalts von Kalium gegenüber der Deklaration von mehr als 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als zwei Prozentpunkten; d) eine relative Abweichung des Gehalts von Magnesium gegenüber der Deklaration/Kennzeichnung von mehr als 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als zwei Prozent- punkten; e) eine relative Abweichung des Gehalts von Schwefel gegen- über der Deklaration/Kennzeichnung von mehr als 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als zwei Prozentpunkten; f) Cadmiumgehalte von mehr als 20 mg/kg Phosphat bei Produkten mit einem Phosphatgehalt größer 5 % nicht gekennzeichnet; g) Magnesiumgehalt von mehr als 2 % nicht gekennzeichnet; h) Schwefelgehalt von mehr als 2 % nicht gekennzeichnet; i) Produkt enthält weniger als 25 % des gekennzeichneten Wertes eines oder mehrerer Spurennährstoffe (hier: Bor und Zink).

Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine relative Abweichung des Gehalts von Stickstoff gegenüber der Deklaration von mehr als 25 bis 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als ein bis zwei Prozent- punkten; b) eine relative Abweichung des Gehalts von Phosphat gegen- über der Deklaration von mehr als 25 bis 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als ein bis zwei Prozentpunkten; c) eine relative Abweichung des Gehalts von Kalium gegenüber der Deklaration von mehr als 25 bis 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als ein bis zwei Prozentpunkten; d) eine relative Abweichung des Gehalts von Magnesium gegenüber der Deklaration/Kennzeichnung von mehr als 25 bis 50 oder eine absolute Abweichung von mehr als 1,5 bis zwei Pro- zentpunkten; e) eine relative Abweichung des Gehalts von Schwefel gegenüber der Deklaration/Kennzeichnung von mehr als 25 bis 50 % oder eine absolute Abweichung von mehr als 1,5 bis zwei Prozentpunkten; f) Magnesiumgehalt von mehr als 0,3 % bis 2 % nicht gekennzeichnet; g) Schwefelgehalt von mehr als 0,3 % bis 2 % nicht gekennzeichnet; h) Produkt enthält weniger als 50 %, aber nicht weniger als 25 % des gekennzeichneten Wertes eines Spurennährstoffs (hier: Kupfer).

Die Abwertungen können sich neben den Gesamtgehalten von Stickstoff, Phosphat, Kalium, Magnesium und Schwefel auch auf die Werte "wasserlöslich" oder "ammoniumcitratlöslich" beziehen. Der Gehalt von wasserlöslichem Schwefel und wasserlöslichem Magnesium wird nur dann berücksichtigt, wenn dies der jeweils einzige gekennzeichnete Schwefel- bzw. Magnesiumwert ist. Abweichungen von der Kennzeichnung geringer als 0,5 Prozentpunkte werden nicht abgewertet.

Das Gesamturteil basiert auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein "befriedigendes" oder "ausreichendes" Testergebnis Deklaration verschlechtert das Gesamturteil um eine Note, ein "mangelhaftes" oder "ungenügendes" um zwei Noten.

Einkauf der Testprodukte: Januar 2015

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