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23 Markentextilien im Test

Markenstoff

Ratgeber Kleinkinder 2015 | Kategorie: Kosmetik und Mode | 11.09.2015

23 Markentextilien im Test

Mehr als 20 Markenklamotten für Jugendliche und Junggebliebene haben wir auf den Prüfstand gestellt: Viele Kleidungsstücke schneiden mit "gut" ab. Aber gerade vom teuersten Produkt sollte man lieber die Finger lassen: Es fällt mit "ungenügend" durch unseren Test.

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Kleider machen Leute. Davon profitieren die Markenhersteller, die deswegen auch Milliarden für Werbung ausgeben. Jugendliche, auf Identitätssuche programmiert, wünschen sich oft besondere und besonders teure Klamotten ganz bestimmter Marken.

Die meisten der heute "coolen" Labels stehen für eine besondere Einstellung zum Leben. Mit einem T-Shirt kann man eine gesellschaftliche Position beziehen, ob auf der Brust ein Reptil, ein Yin-Yang-Kreis oder ein ausgestreckter Mittelfinger ist. Manche Marken spiegeln die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, oder den Wunsch zu ihr zu gehören, so exakt, dass man sie schnell zuordnen kann. Surfer etwa tragen andere Marken als Skater. Eingefleischte Clubgänger und Nachtschwärmer ziehen sich andere Klamotten an als Jugendliche, die gern entspannt in Cafés oder auf dem Rasen sitzen und ruhige Musik hören.

Dabei scheint es den meisten jungen Verbrauchern nicht wirklich wichtig zu sein, ob hinter den Marken auch sozial und nachhaltig produzierte Produkte stehen. Die Generation Z - 15 bis 20 Jahre alt - hat, laut einer weltweiten Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen vom Juni 2014, nur ein geringes Interesse an dem Thema Sozialverantwortung der Unternehmen - kurz CSR, nach dem englischen Corporate Social Responsibility. Nur knapp zehn Prozent der jüngeren Verbraucher in 60 Ländern interessieren sich nach dieser Umfrage dafür, was die Hersteller über die gesetzlichen Anforderungen hinaus machen. Wie werden die Sachen hergestellt? Werden die Textilarbeiter in den Fabriken fair behandelt und bezahlt oder ausgenutzt und vermeidbaren Gefahren ausgesetzt? Sind die Angestellten der Handelsketten und Geschäfte zufrieden oder werden sie diskriminiert?

Bei den meisten Anbietern von Kleidung für Jugendliche muss man lange nach konkreten Informationen zu CSR-Maßnahmen suchen. Fangen wir bei den ganz großen an: Abercrombie & Fitch zum Beispiel geriet in den vergangenen Jahren wegen Rassendiskriminierung in den eigenen Geschäften, schlechter Arbeitsbedingungen in Asien, Benachteiligung von Behinderten und abfälliger Kommentare gegen "nicht coole" Verbraucher in die Schlagzeilen. Zu Abercrombie gehört die Marke Hollister, die auf der deutschen Webseite nichts zur Sozialverantwortung in der Produktionskette sagt. Auch eine Anfrage von ÖKO-TEST an den Hersteller zu diesem Thema blieb unbeantwortet. Dafür gibt es bei Hollister viele Informationen über Markenschutz und Karriere. In den "häufig gestellten Fragen" findet sich sogar eine Antwort auf die Fragestellung: "Möchtest du in einem Shop arbeiten oder ein Hollister Co. Model werden?"

Um einiges besser sieht es auf der deutschen Webseite der Marke Levi's aus. Das Unternehmen Levi Strauss veröffentlicht interne Umweltschutzmaßnahmen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks, des Wasserverbrauchs und seit 1991 auch Unternehmensentscheidungen, die sich mit der "Sicherheit, der Gesundheit und mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen" befassen.

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Markenkleidung: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Nike Glory Tech Pocket Herren T-Shirt, schwarz/schwarz
  • Nike

Asos T-Shirt mit Sonnenmotiv, schwarz
  • Asos

American Apparel Unisex Flex-Fleece Hoodie, barrack green
  • American Apparel

Topshop Gestreiftes Raglan-T-Shirt, rot-weiß
  • Topshop

Desigual Pullover Mariona, bordeaux
  • Desigual

Selected Homme Buffalo Langarmhemd, rot/schwarz kariert
  • Selected Homme

Converse All Star Chilled Beanie, oxheart
  • Converse

H&M Parka mit Teddyfutter, khakigrün
  • H&M

O'Neill Easy Hoodie Sweat, faded rose
  • O'Neill

Carhartt Anchorage Parka mit Kunstfellkragen, black/black
  • Carhartt

Super Dry Basic Beanie, heritage navy
  • Super Dry

Boss Orange Taback Print-T-Shirt, grau
  • Hugo Boss

MD Jersey Beanie Kelly,  grün
  • Masterdis

Billabong Peter Jumper, dark orange
  • Billabong

Volcom Icon Slim Hoodie Zip Sweat, blue black
  • Volcom

Bench City Hours T-Shirt, grau
  • Bench

Diesel K-Grofy Cap, grau
  • Diesel

Roxy Gary Zipper B, grape wine
  • Roxy

Hollister Westward Beach Sherpa-Sweatshirt, creme
  • Hollister

LFDY Basics Dip Dye, blau 1144
  • LFDY

Gina Tricot Alice Top, zigzag-black
  • Gina Tricot

Levi's Tank Top, middle grey melange
  • Levi Strauss

Quiksilver Belto Strickpullover mit Zopfmuster, stone
  • Quiksilver

23 Markentextilien im Test
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 184
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 185
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 186
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 187
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 188
Ratgeber Kleinkinder 2015 Seite 189

6 Seiten
Seite 184 - 189 im Ratgeber Kleinkinder 2015
vom 11.09.2015
Abrufpreis: 1,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben Kleidungsstücke gekauft, die gegenwärtig vor allem von einem jugendlichen Publikum gesucht werden. Einige der Marken sind von großen und etablierten Anbietern, andere sind eher "Kult-Marken", die bei bestimmten Gruppen wie Surfern oder Skatern angesagt sind. Insgesamt kamen 23 Bekleidungsartikel aus Warenhäusern, Fachgeschäften und dem Versandhandel in die Labore. Die Preisspanne reicht von 10 bis 200 Euro.

Die Inhaltsstoffe

Alle Kleidungsstücke wurden auf krebserregende und allergisierende Farbbausteine untersucht. Die Ausrüstungschemikalie Formaldehyd stand bei Baumwolle auf dem Prüfprogramm, Antimon im Polyesteranteil, Nickel und PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Einzelteilen sind ebenfalls Teil des Testprogramms gewesen. Zu diesem gehörten des Weiteren die Prüfungen auf optische Aufheller, halogenorganische Verbindungen und Nonylphenolethoxylate.

Die Materialprüfungen

Wir wollten wissen, ob die Kleidungsstücke nach dem Waschen ihre ursprünglichen Maße behalten, einlaufen oder ausleiern. Deswegen wurde ein Test auf Maßänderung bei allen waschbaren Artikeln beauftragt. Auch wichtig waren uns Materialprüfungen zur Farbechtheit: Erstens, wie reibecht sind die Farben im trockenen und im nassen Zustand? Zweitens, ist eine Farbänderung des Kleidungsstücks nach dem Waschen nachweisbar oder färbt es sogar auf andere Textilien ab?

Die Bewertung

Die Materialprüfungen zählten 50 Prozent für das Gesamturteil. Da aber eine gute Figur und ein "cooler Look" nicht mit bedenklichen und umstrittenen Inhaltsstoffen vereinbar sind, konnte das Gesamturteil nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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Zugehörige Ausgabe:
Ratgeber Kleinkinder 2015
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Erschienen am 11.09.2015

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