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20 Einschlafhilfen für Kinder im Test

Ruhe jetzt!

ÖKO-TEST Januar 2015 | Kategorie: Kinder und Familie | 29.12.2014

20 Einschlafhilfen für Kinder im Test

Schlafen - einfach nur schlafen: Dieser Wunsch bleibt bei Eltern oft ein frommer. Deswegen haben wir Produkte, die den Kleinen beim Einschlafen helfen sollen, ins Labor geschickt. Beruhigend: Mehr als die Hälfte der getesteten Artikel darf mit ins Kinderbett.

Jeder kennt sie. Diese Eltern, die von ihrem Vorzeigebaby erzählen, das fast von Anfang an durchgeschlafen hat. Ganz alleine. Ohne auch nur ein einziges Mal aufzuwachen. Sieben Stunden! Ja, es gibt sie, diese Kinder. Und nein, das ist nicht normal. Neugeborene haben noch keine Vorstellung von dem Unterschied zwischen Tag und Nacht. Sie müssen erst lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist. Dieser Lernprozess dauert in der Regel etwa ein halbes Jahr, manchmal auch länger. Und gerade in dieser Zeit kann es zu sehr unruhigen Phasen kommen. Denn der menschliche Körper folgt beim Schlaf uralten Mustern: Auch Erwachsene wachen etwa alle zwei Stunden für einen kurzen Moment auf, um sicherzustellen, dass sie sich nicht in Gefahr befinden. Ist alles so, wie beim Einschlafen vorgefunden, bleibt dieses kurze Aufwachen unbewusst, der Mensch fühlt sich sicher und schläft weiter.

Bei Babys funktioniert der Körper genauso. Nur hat sich bei ihnen oft etwas zwischen Einschlafen und Aufwachen geändert: Der Papa ist nicht mehr da, die Milchflasche leer, der Schnuller verschwunden. Deswegen rät die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, dass Kinder zu allererst lernen müssen, selbstständig einzuschlafen. Denn wenn das Baby im Arm der Mama einschläft, dann zwei Stunden später aufwacht und diese Situation nicht mehr vorfindet, wird es schreien, bis - ja, bis die Mama es wieder in den Arm nimmt. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Verschiedene Schlaftrainings von der Ferber-, über die Sanduhrmethode bis hin zum Züricher Schlafberatungskonzept weisen Wege auf. Die Empfehlungen sind jedoch aus ganz verschiedenen Gründen umstritten, einen "goldenen Weg" gibt es nicht. Kann es auch nicht - da die Schlafbedürfnisse von Kindern sehr unterschiedlich sind.

Eltern müssen also für ihr Kleines einen ganz eigenen Weg in den Schlaf finden. Wichtig ist dabei, dass Kinder schon tagsüber lernen, sich für kurze Zeit von den Eltern zu trennen - Schlaf ist für das Kind immer auch eine gefühlte Trennung von den Eltern. Und ein Baby, das den ganzen Tag auf dem Arm der Mutter ist, wird kaum verstehen, dass es abends plötzlich alleine einschlafen soll. "Das Baby sollte im eigenen Bett im Elternschlafzimmer zum Schlafen gelegt werden", rät Dr. Alfred Wiater, Schlafmediziner und Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Porz am Rhein in Köln. Das eigene Bett "ermöglicht die Eigenständigkeitsentwicklung", das Elternschlafzimmer "Nähe und Geborgenheit". Zudem helfen ruhige Einschlafrituale, sich auf die Nacht vorzubereiten. Kissenschlachten oder Fernsehen am Abend sind tabu; das regt die Kleinen zu sehr auf.

Ruhe, auch die innere, ist das A & O - und das gilt vor allem für die Eltern. Es ist ganz normal, dass Babys manchmal nachts unruhig sind, schlecht schlafen und schreien. Nicht hinter jeder durchwachten Nacht steckt gleich eine Schlafstörung. Sorgen sollten Sie sich nur machen, wenn Ihr Kind über einen Monat mindestens dreimal pro Woche Ein- oder Durchschlafs


Einschlafhilfen für Kinder: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Trousselier Magische Laterne, Meer
  • Trousselier

Sterntaler Musik-Mobile Schaf, Stanley 66235
  • Sterntaler

Martina Gebhardt Calendula Massage Oil
  • Martina Gebhardt

Nanchen Kükenspieluhr im Schlafsack
  • Nanchen

Fussenegger Minibär Schlafsack Lena Marienkäfer
  • David Fussenegger

Bellybutton Bademantel mit Knöpfen, weiß-beige gestreift
  • Bellybutton

Popolini Schlafsack Vario, sand natur
  • BMK

Sovdags Babybett-Set 3-tlg., blau
  • Ikea

Alvi Walkfrottier-Kapuzenbadetuch, Dots Grau
  • Alvi

Haba Schlummerlicht Waldeule
  • Habermaaß

Fashy Kirschkernkissen Babyelch, beige
  • Fashy

Herding Renforcé Bettwäsche Unser Sandmännchen
  • Herding

Fehn Babyfehn Kühl-und Wärmekissen "Autsch"
  • Fehn

Jako-O Schutzengeline, weiß
  • Jako-O

Fussenegger Einschlagdecke mit Kapuze Sterne, hellblau
  • David Fussenegger

Penaten Gute-Nacht Öl
  • Penaten

Smila Stjärna Wandleuchte, blau
  • Ikea

Kneipp Naturkind Traumfahrer Farbzauberbad
  • Kneipp

Hans Natur Feentanz Mobile
  • Hans Natur (Versand)

Tinéba Kuschel-Schnecke, blau
  • Tinéba - Christine Bath

20 Einschlafhilfen für Kinder im Test
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ÖKO-TEST Januar 2015 Seite 66

9 Seiten
Seite 58 - 66 im ÖKO-TEST Januar 2015
vom 29.12.2014
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Alles, was das liebe Kind doch bitte endlich, endlich zum Einschlafen bringen könnte, ist in unserem Einkaufskorb gelandet: Mobiles, Badesalz, Massageöle, Kuscheltiere, eine Spieluhr, Bettwäsche und vieles mehr - Babyschlafsäcke dürfen natürlich auch nicht fehlen. Insgesamt haben wir 20 Produkte ins Labor geschickt.

Die Inhaltsstoffe

Die Laborprüfungen auf Schadstoffe waren so umfangreich wie die Produktpalette. So ließen wir beispielsweise Textilien wie Bettwäsche oder Schlafsäcke unter anderem auf gefährliche Farbstoffbestandteile, Ausrüstungschemikalien oder umweltbelastende optische Aufheller untersuchen. Stecken Kunststoffe im Produkt, beauftragten wir Labore mit der Analyse von Weichmachern oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die auch als Verunreinigung im Plastik landen können. Bei Massageölen oder beim Badesalz interessierten uns die üblichen Kosmetikparameter, etwa ob in den Produkten allergieauslösende Duftstoffe stecken.

Die Praxisprüfung

Halten die Kuscheltiere im Test die Vorgaben der Spielzeugnorm ein? Dabei interessierte uns, ob Nähte halten, wenn das Spielzeug gedrückt, geschlagen, gedreht und gezogen wird. Lösen sich dabei Kleinteile, die die Kinder verschlucken könnten? Gibt es Fäden oder Schnüre, die so lang sind, dass eine Strangulierungsgefahr besteht? Auch die Schlafsäcke mussten zusätzliche Prüfungen absolvieren: Sind der Kopf- und der Halsausschnitt so dimensioniert, dass das Baby nicht durchrutschen kann? Besteht durch den Reißverschluss ein Verletzungsrisiko? Bei den Nachtlichtern stand ein ganz anderes Kriterium auf dem Prüfzettel: Elektrosmog. Das von uns beauftragte umweltanalytische Labor hat die drei Schlummerleuchten auf niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder untersucht.

Die Bewertung

Ausschlaggebend für die Bewertung der Produkte sind die Inhaltsstoffe, sowie - falls relevant - die Praxisprüfung. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis: Eine Schadstoffschleuder, die zwar die europäische Spielzeugrichtlinie erfüllt, können wir genauso wenig empfehlen, wie ein sauberes Produkt, das bei einer Sicherheitsprüfung mit Pauken und Trompeten durchrasselt.

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ÖKO-TEST Januar 2015
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Erschienen am 29.12.2014

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