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20.10.2016 | Ameisen gehören im Haus zu den Hygieneschädlingen, die Krankheitskeime übertragen können. Im Garten sind sie eher lästig.

Wir haben 31 Produkte eingekauft und die Inhaltsstoffe beurteilt.

Das Testergebnis

Nur zwei Produkte erhalten von uns eine "sehr gute" Note. Immerhin 16 bekommen noch ein "befriedigend". Mittel mit nervengiftigen Stoffen wie Pyrethroide in Form von Sprays, Granulaten oder Pulver erhalten jedoch die rote Karte.

Ein "sehr gutes" Mittel wirkt mit Lavandinöl und Neemextrakt vertreibend auf Ameisen. Bei der Anwendung sollten empfindliche Personen aber beachten, dass Haut und Atemwege nicht mit den möglicherweise allergieauslösenden Duftstoffen in Kontakt kommen. Das andere "sehr gute" Produkt enthält Kieselgur.

Mittel mit Naturpyrethrum wie Chrysanthemenextrakt und Pyrethrine sind zwar auch nervengiftig. Diese Substanzen bauen sich unter UV-Licht jedoch rasch ab.

Zwei Noten Abzug bekommen Produkte mit Insektiziden wie Spinosad, Phosphorsäureestern (Azamethiphos), Phenylpyrazolen (Fipronil), Neonicotinoiden (Imidacloprid) und Pyrethroiden wie d-Phenothrin in Köderdosen: Hier kommt man nicht unmittelbar mit dem Gift in Kontakt. Sprays, Granulate und Pulver mit Phenylpyrazolen und Pyrethroiden wie Cypermethrin, Permethrin, Deltamethrin und Imiprothrin werten wir um vier Noten ab. Besonders übel sind Sprays, da nicht auszuschließen ist, dass der Giftnebel bei der Anwendung eingeatmet wird.

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
In unserer Einkaufstüte landeten Mittel gegen Schädlinge in Haus und Garten. Darunter waren Produkte gegen Lebensmittel- und Kleidermotten genauso wie gegen Stuben- und Fruchtfliegen, gegen Ameisen, Blattläuse und Schnecken. Solche Mittel fanden wir in Drogerie- und (Bio-)Supermärkten, in Bau- und Gartenmärkten sowie in Onlineshops.

Die Inhaltsstoffe
Die überwiegende Anzahl von Mitteln gegen Krabbel- und Kriechtiere im Haus und Garten enthalten problematische, sehr wirksame synthetische Wirkstoffe, die aber nicht nur für Insekten und Co. Giftig, sondern auch für die menschliche Gesundheit problematisch sind, weil sie - wie Phosphorsäureester - nervengiftig sind. Überdies können die Wirkstoffe für nützliche Tiere wie Bienen schädlich sein. Wir haben uns die Inhaltsstoffe der Mittel genau angesehen und von einem Labor eine Literaturrecherche zu ihren Nebenwirkungen auf Menschen durchführen lassen.

Wirksamkeitsprüfung
Pestizide, die etwa gegen Blattläuse und Schnecken zum Einsatz kommen, werden auf ihre Wirksamkeit geprüft, bevor sie zugelassen und in den Handel kommen. Ebenso gibt es für Biozidprodukte gegen Vorratsschädlinge, Kleidermotten und Ameisen ein Zulassungsverfahren. Im Rahmen dieses Zulassungsverfahrens wurden bislang die bioziden Wirkstoffe cis-Tricos-9-en (Lockstoff für Fliegen), d-Phenothrin, Deltamethrin, Etofenprox, Friponil, Imidacloprid, Lambda-Cyhalothrin, Margosaextrakt (Neem), Permethrin, Spinosad, Transfluthrin sowie das Pheromon Z,E-Tetradeca-9,12-dienylacetat als wirksam gegen unerwünschte Plagegeister eingestuft. Weil diese Daten vorliegen, haben wir darauf verzichtet, die Mittel auf ihre Wirksamkeit zu testen.

Die Bewertung
Synthetische Insektizide in Sprays, Spritzmitteln, Verdampfern und anderen offenen Anwendungsformen können Verbraucher kaum sachgemäß einsetzen. Und selbst bei sachgemäßem Gebrauch ist das Risiko für die Gesundheit hoch. Solche Produkte monieren wir grundsätzlich durch einen höheren Notenabzug als Insektizide in Köderdosen oder Stäbchen.

So haben wir getestet

Viele Mittel gegen Schädlinge, die für Haus und Garten im Handel sind, sind umweltgefährlich und können die Gesundheit gefährden!

Online abrufbar

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Bestellnr.: J1610
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