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19 Aufbewahrungsaccessoires im Test

Ratgeber Bauen 2015
vom 08.05.2015

Aufbewahrungsaccessoires

Gut sortiert

In einem gut sortierten Haushalt hat alles seinen Platz. In Körben, Kisten und Taschen lässt sich allerhand verstauen. Während gut die Hälfte der von uns getesteten Aufbewahrungsaccessoires ohne oder mit nur sehr wenig Schadstoffen auskommt, strotzen andere nur so davor.

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08.05.2015 | Ordnung halten fällt so schwer, dass eine ganze Branche nichts anderes tut, als Menschen dabei zu helfen. In den USA haben sich etwa 4.000 professionelle Organisierer im Netzwerk National Association of Professional Organizers zusammengeschlossen. Sie unterstützen Privatleute und Unternehmen dabei, ordentlicher und effizienter zu werden. In Deutschland bieten professionelle Helfer namens Freiraum oder Fräulein Ordnung ihre Dienste an. Deren Versprechen lautet: Wir bringen Ordnung ins Chaos - und machen damit das Leben besser.

"Ordnung und Glück gehören zusammen", ist ein Credo von Carola Böhmig. Die 51-Jährige bezeichnet sich selbst als Ordnungsexpertin, sie organisiert von Bielefeld aus hauptberuflich ­fremde Küchen, Wohnzimmer, Keller und Garagen. Ihre Kunden beschreibt sie als "sen­sible, liebenswerte, gebildete Menschen". Ihnen ist eines gemeinsam: Sie kommen mit dem Aufräumen ihrer vier Wände allein nicht klar. Carola Böhmig besucht sie, redet mit ihnen über Ordnung und erarbeitet dann gemeinsam mit den Unterstützungsbedürftigen Vorschläge, wie sie ihren Haushalt so einrichten, dass die Arbeitsabläufe reibungslos funktionieren. "Ordnung bedeutet auch immer, Kontrolle zu haben über den Besitz", erklärt sie. Und mehr Kontrolle bedeute mehr Zeit und damit mehr Freiheit.

Aber wie viel Ordnung muss wirklich sein? Bloß nicht zu viel, meint Stephan Grünewald. Der Diplom-Psychologe und Autor hält wenig von der sogenannten Clean-Desk-Policy, wonach ein Schreibtisch am Ende eines Arbeitstages leer gefegt sein müsse. "Papier­stapel, Zettel und Bücher sind Ausdruck ­einer natürlichen Ordnung; sie verraten uns etwas über unsere Lage und ­unsere Aufgaben, die es zu bewältigen gilt", sagt er. Den Grad der Ordnung könne man nicht verordnen. Manche sind bei Unordnung schnell überfordert, andere können ohne sie offenbar nicht leben. "Wichtig ist vor allem, ein Maß zu finden, damit die natürliche Ordnung nicht in Chaos umschlägt und man orientierungslos wird", so der Psychologe.

Sie, liebe Leser, können sich an unserem ÖKO-TEST-Aufbewahrungsaccessoires orientieren - und danach in der eigenen Wohnung für das richtige Maß an Ordnung sorgen. Wir haben ganz unter­schiedliche Produkte getestet, die ein ungewolltes Chaos bändigen helfen.

Das Testergebnis

Knapp die Hälfte ist voll in Ordnung: 8 von 19 Produkten im Test waren in puncto Schadstoffen unauffällig und erhalten von uns ein "sehr gut". Zwei weitere sind "gut". Unter den empfehlenswerten Produkten sind die der Markenriesen Otto und Ikea, aber auch kleinerer Unternehmen wie des dänischen Einfraubetriebs Vilhelmine Design. Außer­dem positiv: Keines der Produkte, die wir auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) testen ließen, gab gesundheitsgefährdende Stoffe wie aromatische Kohlenwasserstoffe und Formaldehyd in bedenklichen Mengen an die Raumluft ab.

Aufs Material kommt es an: In Holz und Hartplastik stecken tendenziell weniger Schadstoffe als bei Produkten aus weichem Kunststoff. Hier wie

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Aus dem breiten Angebot haben wir 19 Aufbewahrungsprodukte ausgewählt. Von der Aufbewahrungsbox über die Fächermappe bis zum magnetischen Schlüsselbrett sind unterschiedliche Accessoires dabei, die das Wohnen in den eigenen vier Wänden organisieren helfen. Das teuerste Produkt kauften wir für 99,99 Euro, das günstigste für 10,75 Euro.

Die Inhaltsstoffe
Je nach Beschaffenheit des Produkts testeten wir unterschiedliche Inhaltsstoffe. Unter anderem ließen wir fast alle Accessoires auf Phthalate und Ersatzweichmacher überprüfen, auch waren uns phosphororganische Verbindungen wichtig, die häufig nervengiftig wirken. Knapp die Hälfte der Produkte mussten in der Prüfkammer beweisen, dass sie keine flüchtigen organischen Verbindungen abgeben und damit die Raumluft belasten. Sehr giftig und in der Umwelt meist nur schwer abbaubar sind zinnorganische Verbindungen, auch sie standen neben weiteren schädlichen Substanzen auf dem Prüfplan.

Die Bewertung
Über Stil und Geschmack lässt sich trefflich streiten, deshalb fließen Aussehen und Funktionalität der Produkte in unser Gesamturteil nicht ein. Wir werten schädliche und umstrittene Inhaltsstoffe ab und sind hier wie so oft auch strenger als das geltende Gesetz. Die Bewertungskriterien sind für alle Produkte trotz unterschiedlicher Formen und Funktionen gleich.