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15 Standmixer im Test

Gemischte Gefühle

ÖKO-TEST Dezember 2015 | Kategorie: Bauen und Wohnen | 27.11.2015

15 Standmixer im Test

Die 15 Mixer im Test zerkleinern Lebensmittel unterschiedlich gut. Auch in puncto Verarbeitung und Lautstärke können Verbraucher Fehl- oder Glücksgriffe landen. Sieben Modelle können wir empfehlen.

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Brauche ich einen Standmixer, und wenn ja, welchen? Zunächst einmal ist entscheidend, was genau man damit zubereiten möchte. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wasseranteil des Mixguts, desto besser kommen Standmixer damit zurecht. Das liegt an ihrem Aufbau: Auf dem Motorblock mit Knöpfen und Reglern ist der Mixbehälter aus Glas oder Kunststoff befestigt, an dessen Boden sich die Messer befinden. Damit das Mixgut möglichst homogen zerkleinert wird, muss es immer wieder zu den Messern gelangen. Das ist bei flüssiger Nahrung einfacher möglich als bei vergleichsweise fester. Wer also häufig Smoothies, Cocktails oder Suppen mixt, dem ist ein Standmixer eher zu empfehlen als Eltern, die vor allem Babybrei zubereiten wollen. Hierfür ist ein Pürierstab klar die bessere Wahl. Und wer ohnehin viel kocht und backt, für den ist eine Küchenmaschine mit eingebauter Mixfunktion möglicherweise die lohnendere Investition.

Sowohl preislich als auch in der Qualität finden sich bei Standmixern große Unterschiede. "Generell sind Mixer mit speziellen Programmeinstellungen wie Smoothie- oder Eiscrushfunktionen schlichten Geräten vorzuziehen, da sie in der Regel für die angegebenen Nahrungsmittel bessere Resultate erzielen", rät Thorsten Kutzner vom technischen Prüfinstitut PZT, das unter anderem auf Haushaltsgeräte spezialisiert ist. Variable Drehzahleinstellungen seien vor allem bei relativ festem Mixgut von Vorteil: "Man kann es langsam anlaufen lassen und die Drehzahl nach und nach erhöhen. Das verhindert, dass gleich zu Beginn alles am Rand des Mixbehälters landet und die Messer ins Leere laufen."

Auch wenn vor allem Rohkostfreunde auf Geräte mit hoher Watt- und Umdrehungszahl schwören, braucht es für gute Mix-Ergebnisse keinen Kraftprotz auf dem Küchentisch. Zumal bei einer Wattzahl von 1.000 und mehr auch mit mehr Lärm zu rechnen ist. Thorsten Kutzner: "Geräte mit niedrigeren Leistungsangaben, etwa 800 Watt und 10.000 Umdrehungen pro Minute, können in vielen Alltagssituationen in puncto Feinheit und Homogenität zu vergleichbaren Ergebnissen kommen wie Hochleistungsmixer." Schließlich hätten auch weitere Faktoren Einfluss auf die Qualität der Ergebnisse, etwa die Beschaffenheit und Anordnung der Messer sowie die Form des Behälters.

Auf Watt- und Umdrehungszahlen allein kann man sich also bei der Auswahl nicht verlassen. Grund genug für ÖKO-TEST, einmal 15 Standmixer einzukaufen und zu prüfen, wie gut sie verschiedene Nahrungsmittel zerkleinern. Und natürlich wären wir nicht ÖKO-TEST, wenn wir bei dieser Gelegenheit nicht auch auf Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit und Schadstoffe im Gerät geachtet hätten.

Das Testergebnis

Durchmischte Resultate: Sieben der 15 Standmixer im Test können wir empfehlen, sechs kommen auf "befriedigend". Schlusslichter sind mit "ausreichend" die beiden günstigsten Mixer, die baugleichen Modelle von Petra und Princess. Testsieger ist Bosch.

Gescheitert am Brei: Die meisten Geräte leisten beim Mixen gute Arbeit. Smoothies und Pes


Standmixer: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Bianco di Puro Primo Hochleistungsmixer, Edelstahl/schwarz
  • Bianco di Puro

AEG Standmixer SB 7500, Edelstahl
  • Electrolux

Gastroback Vital Mixer Pro, Edelstahl
  • Gastroback

Severin Multimixer + Smoothie Mix & Go, Edelstahl
  • Severin

Philips Avance Collection Pro Blend 6, HR2195, Edelstahl
  • Philips

Kitchenaid 1,75-L-Standmixer im Rautendesign, Empire Rot
  • Kitchen Aid

Bosch Silent Mixx MMB64G3MDE, weiß/Edelstahl
  • Bosch

WMF Kult Pro Power Standmixer, Edelstahl
  • WMF WMF

Krups Perfect Mix 9000 KB5031, weiß
  • Krups

Princess Standmixer Pro-4 Series, Edelstahl
  • Princess

Russell Hobbs Illumina, schwarz/Edelstahl
  • Russell Hobbs

Braun Identity Collection JB 5160, schwarz
  • Braun

Kenwood Kmix Standmixer BLX51, rot
  • Kenwood

JTC Omniblend V, Modell TM-800 A, schwarz
  • Naassan

Petra Standmixer Pro 1,5 L, MX 26.35, Edelstahl
  • Petra

15 Standmixer im Test
ÖKO-TEST Dezember 2015 Seite 156
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ÖKO-TEST Dezember 2015 Seite 163
ÖKO-TEST Dezember 2015 Seite 164
ÖKO-TEST Dezember 2015 Seite 165

10 Seiten
Seite 156 - 165 im ÖKO-TEST Dezember 2015
vom 27.11.2015
Abrufpreis: 1,50 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Im Fokus standen Mixer aus der preislichen Mittelklasse, darunter auch Produkte beliebter Haushaltsgerätemarken wie Bosch, Braun, Philips oder WMF. Für die meisten der 15 Geräte gaben wir zwischen 60 und 150 Euro aus. Zwei Geräte unter 50 Euro sind ebenso vertreten wie drei für über 200 Euro. Die Geräte sollten laut Auslobung mindestens auch Eis crushen können.

Die Praxisprüfung

Wir wollten wissen, wie sich die Mixer unter realen Bedingungen schlagen: Jedes Gerät musste zwei verschiedene Smoothies mixen, Eis crushen, Zwiebeln und Mandeln zerkleinern, ein Pesto bereiten und eine kleinere sowie eine größere Portion Babybrei aus vorgegarten Zutaten pürieren. Wenn vorhanden, wurden entsprechende Mixprogramme benutzt. Außerdem schickten wir alle Mixer in einen einwöchigen Dauertest mit längeren und kürzeren Unterbrechungen. Die Laborexperten warfen zudem einen kritischen Blick auf die Sicherheit der Geräte und prüften etwa Isolierungen und wie lange sich die Messer drehen, nachdem der Mixer ausgeschaltet wurde. Auch die Nutzerfreundlichkeit beurteilten die Prüfer. Sie maßen Lautstärke und Drehzahl und begutachteten die Verarbeitung der Geräte sowie die Bedienungsanleitung. Sind die Geräte nur verschraubt und somit für eine Reparatur zugänglich? Oder sind sie so verbaut, dass man sie im Falle eines Defekts wegwerfen muss?

Die Schadstoffe

Bisphenol A ist ein bekannter Problemstoff in Haushaltsgeräten, deshalb testete ein Labor alle Kunststoffbehälter auf den hormonell wirksamen Stoff. Außerdem ließen wir weiche Teile von Deckel oder Bodendichtung auf Weichmacher und phosphororganische Verbindungen überprüfen. An jeweils mehreren Stellen des Mixers testete ein weiteres Labor auf problematische Elemente wie Antimon oder Blei. Schon zum ÖKO-TEST-Standard gehört die Prüfung auf chlorierte Verbindungen wie PVC, das die Umwelt in Herstellung und Entsorgung belastet.

Die Bewertung

Wesentlich ist, was Mixer leisten und wie verbraucherfreundlich sie sind. Deshalb macht die Praxisprüfung 70 Prozent des Gesamtergebnisses aus. In der Praxisprüfung "gute" oder "sehr gute" Geräte müssen sowohl im Mixen als auch in Ausstattung, Handhabung und Sicherheit besser abschneiden als "befriedigend". 30 Prozent des Gesamtergebnisses entfallen auf das Testergebnis Inhaltsstoffe, schließlich sollen Verbraucher und Umwelt auch durch Mixer nicht mit Schadstoffen belastet werden.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST November 2018: Schwerpunkt Mikroplastik
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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST Dezember 2015
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Erschienen am 27.11.2015

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