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11 Alternative Bodenbeläge im Test

Jahrbuch für 2016
vom 09.10.2015

Bodenbeläge, Alternative

Es hat Klick gemacht

Mehrschichtige Bodenbeläge mit Klicksystem ermöglichen es, recht einfach einen Raum Stück für Stück auszulegen. Sowohl in der Praxisprüfung als auch in der chemischen Analyse lieferten die getesteten Produkte überwiegend positive Ergebnisse.

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09.10.2015 | Holz sieht schön aus, da sind sich die Verbraucher einig, aber für viele soll es dann doch kein echtes Holz sein. Sie halten Kunststoffoberflächen für unkomplizierter, pflegeleichter. Nach Laminat, das als Oberfläche ein lackiertes Dekorpapier hat, gibt es heute zunehmend andere Kunststoffoberflächen auf einer Trägerschicht, auch hier oft ein Holzimitat.

Doch es werden noch andere Oberflächen eingesetzt. So wird auch Linoleum für Heimwerker interessant - ein Material, das schon Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Chemiker entwickelt wurde. Leinöl, Naturharze sowie Mehl aus Kalksandstein, Holz oder Kork sind die wesentlichen Bestandteile des heute hergestellten Linoleums. Linoleum hat viele positive Eigenschaften, es ist warm, dämpfend, rutschhemmend, strapazierfähig, pflegeleicht, antibakteriell, antistatisch. Lediglich alkalische Mittel sind tabu, sie verfärben oder zerstören das Material. Linoleumböden halten bis zu 40 Jahre und auch länger.

ÖKO-TEST hat elf Fertigböden mit verschiedenen Oberflächen eingekauft. Wir wollten wissen, ob sie Schadstoffe enthalten oder ausgasen und wie sie sich im Gebrauch verhalten.

Das Testergebnis

Die meisten Bodenbeläge schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab. Nur die Fertigböden von Corpet Cork, KWG Kork-Import und Zipse werden schlechter bewertet.

Um ausdünstende Verbindungen - VOC und Formaldehyd - braucht sich der Heimwerker nicht zu sorgen. Teilweise waren keine raumluftbelastenden Stoffe nachweisbar, ansonsten nur in geringen Mengen. Am meisten gaste der Avatara Multisense Schiffsboden aus, der Wert lag gerade noch unter unserer strengen Abwertungsgrenze.

Giftige zinnorganische Verbindungen wurden zumindest in Spuren in allen Belägen nachgewiesen. Im KWG Picolino, im Linocolor und im Ziro Lino-Fertigfussboden halten wir die Mengen an hormonell wirksamem Dibutylzinn jedoch für zu hoch. Ebenfalls in drei Produkten stecken umstrittene halogenorganische Verbindungen.

Die elektrostatische Aufladung ist überwiegend gering und akzeptabel. Nur auf zwei Kunststoffoberflächen, dem Avatara Multisense Schiffsboden und dem Meister Designboden DD, können bei Reibung leicht erhöhte Oberflächenspannungen auftreten. Elastische Bodenbeläge ohne Trägerplatte schneiden hier deutlich schlechter ab.

In den Praxisuntersuchungen erfüllten alle Produkte in Bezug auf die getesteten Eigenschaften die entsprechenden Normen. Geprüft wurde, wie belastbar der Boden ist, ob sich Spuren auf ihm abzeichnen, wenn längere Zeit ein schweres Möbelstück darauf steht. In fast allen Fällen war der Eindruck sehr gering. Lediglich das Granorte Kork-Fertigparkett Linocork liegt mit 0,2 Millimetern genau im Grenzbereich dessen, was die Norm noch zulässt. Wenn Feuchtigkeit einwirkt, können die Fertigböden aufquellen. Die meisten Produkte würden jedoch noch die Anforderungen an einen stark belastbaren Bodenbelag im gewerblichen Bereich erfüllen. Nur der Ziro Lino-Fertigfussboden und der Linocolor von Corpet Cork sind etwas feuchte

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