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3 Produkte von Dalli Group im Test

Ratgeber Kosmetik 13:2013 mit CD
vom 08.11.2013

Dalli Group

Es bleibt in der Familie

Sie gehören zu den reichsten Deutschen, ihre Produkte sind überall zu finden: die Unternehmerfamilie Wirtz und ihre Dalli Group liefern Kosmetik für Aldi, Penny oder Dm.

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08.11.2013 | Die Stadt Stolberg ist für mancherlei bekannt, und nicht immer passen die Dinge auf den ersten Blick zueinander. Da ist die historische Altstadt mit der Burg Stolberg. Oder das Galmeiveilchen, ein geschütztes Blümchen, das gern auf schwermetallhaltigem Boden gedeiht. Stolberg ist die älteste Messingstadt der Welt - und der Sitz eines heimlichen Riesen: der Dalli Group, die vom Vollwaschmittel bis zur Naturkosmetik alles herstellen, was in deutschen Bädern oder Küchen landet.

Was aber alles aus dem Hause Dalli kommt und für wen es produziert wird, dazu gibt es nur selektiv Informationen. Als "extrem verschwiegen" umschrieb die Wirtschaftswoche einmal die Öffentlichkeitsarbeit des Familienunternehmens. "... bitten wir um Verständnis, dass wir uns zu konkreten Kundenbeziehungen unseres Hauses nicht äußern", ergänzt der Pressesprecher. So viel ist immerhin bekannt: Rund 2.000 Menschen arbeiten an sieben Standorten für Dalli, produziert wird auch in Werken in den Niederlanden, in Spanien und Österreich. Eigenen Angaben zufolge ist die Dalli Group der zweitgrößte Hersteller von Handelsmarken in Europa. Der letzte bestätigte Jahreserlös (2010) lag bei 700 Millionen Euro. Die Unternehmerfamilie Wirtz, der Dalli gehört, wurde 2012 mit ihrem Unternehmen auf Platz 42 der Liste der 100 reichsten Deutschen aufgeführt. Ihr Gesamtvermögen soll sich auf 2,5 Milliarden Euro belaufen.

Liefern, was der Markt will

1845 gegründet, ist Dalli bis heute in Familienbesitz; in fünfter Generation verantwortet Hermann Wirtz die Geschäfte. Auf den Zug mit den Handelsmarken ist das Unternehmen erst kurz vor der Jahrtausendwende gesprungen - mit den eigenen Marken Dalli-Waschmittel und Evidur-Gardinenpflege hatte man sich nicht mehr gegen die Marktführer Persil und Ariel behaupten können. Die Besitzerfamilie investierte der Wirtschaftswoche zufolge 50 Millionen D-Mark aus Privatvermögen. Sie steckte das Geld in neue Maschinen, baute die Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus und kaufte Firmen zu - 1997 zum Beispiel Win Cosmetic, einen Handelsmarkenspezialisten für Kosmetikprodukte und Flüssigseifen mit Sitz im hessischen Flörsheim-Dalsheim. Und 2007 übernahm Dalli die Cosmetic Herstellungs- und Produktions-GmbH (CEP) - eine Tochter der Naturkosmetikgruppe Logocos (unter anderem Logona, Santé), die sich auf die Produktion von Naturkosmetik-Handelsmarken spezialisiert hat. An dem Deal war Ulrich Grieshaber mitbeteiligt, damals Vorsitzender der Geschäftsführung. Heute ist er geschäftsführender Vorstand von Logocos.

Mit den Handelsmarken kommt der Erfolg zurück. 2002 schreibt Dalli wieder schwarze Zahlen. Im Stammwerk in Stolberg werden Pulverwaschmittel produziert, die Kosmetik entsteht im Werk von Win Cosmetic. Hier laufen Deos und Hautcremes, Shampoos, Sonnenschutz und vieles andere mehr vom Band. Auch Naturkosmetik, hergestellt nach den Richtlinien des BDIH oder den Natrue-Standards. Zumindest in der Vergangenheit hat Dalli auch für die Naturkosmetikreihen von D

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