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4 Produkte von Burnus im Test

Ratgeber Kosmetik 13:2013 mit CD
vom 08.11.2013

Burnus

Der Saubermacher

Das deutsche Unternehmen Burnus beliefert Industrie und Großwäschereien in aller Welt mit Reinigungsmitteln. Im privaten Konsumentengeschäft setzt der Reinigungsspezialist auf etablierte Marken und Körperpflege.

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08.11.2013 | So weiß wie das traditionelle Gewand der Araber, der Burnus, sollte die Wäsche mit Otto Röhms erstem enzymatischem Waschmittel werden. Und diesem Waschmittel in Tablettenform einen exotischen Namen zu geben hatte 1914 gewiss auch seinen Reiz. Otto Röhm stellte eigentlich Gerbereichemikalien her. Als Erster nutzte er dafür Enzyme, die er aus Rindermägen gewann. Die entscheidende Idee, die Enzyme auch für die Wäsche zu verwenden, hatte seine Frau. Die Produktionsstätte für das Waschmittel fanden Röhms praktischerweise gleich in der Nachbarschaft - in der Seifenfabrik von August Jacobi, die bereits 1836 als Seifensiederei und Kerzenzieherei gegründet wurde.

Auch heute noch ist Sauberkeit ein wichtiges Standbein des Unternehmens, das sich in den 30er-Jahren selbst nach dem Waschmittel Burnus benannte. Das Feinwaschmittel Burti ist in vielen deutschen Haushalten bekannt. Über die Tochterfirma Burnus-Hychem versorgt das Unternehmen außerdem gewerbliche Wäschereien mit Wasch- und Waschhilfsmitteln. Der Marktanteil in Deutschland liegt in diesem Bereich bei 25 Prozent. Auch Industrieprodukte wie Polierpasten, Kunststoffreiniger, Reifenmontagecremes und Handwaschpasten gehören zum Burnus-Portfolio.

Den meisten Deutschen sind aber andere Produkte und Marken der Darmstädter Firma näher, besonders Kamill, Litamin, Cliff und Credo - alles ehemalige Blendax-Marken, die Burnus Ende der 90er-Jahre von Procter & Gamble kaufte. Kurz darauf erwarb Burnus von den Schweizern auch die Körperpflegemarke Sibonet für empfindliche Haut und von den Österreichern die Seifen-Marke Hirsch.

Die Handcreme Kamill ist laut Marktforschung von AC Nielsen die meistverkaufte Handcreme Deutschlands mit einem Marktanteil von fast zwölf Prozent. Längst ist rund um die Handcreme ein umfassendes Produktsortiment entstanden - von der Creme speziell für Männer bis zur Antifaltenpflege. Mit der neuen Marke Love your Planet steigt Burnus nun direkt in den Naturkosmetikmarkt ein. Die Duschgele und Handcremes dieser Serie tragen das Natrue-Label und sollen weder synthetische Farb- noch Duftstoffe oder Silikone enthalten, keine Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis und keine tierischen Extrakte.

Infos unter www.burnus.de



Bester Werbeslogan

An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD.

Wie teuer muss eine gute Gesichtscreme sein?

5,99 Euro

Die fünf bedenklichsten, noch erlaubten Inhaltsstoffe:

Dies ist eine bemerkenswerte Frage, da wir als Kosmetikindustrie nur unbedenkliche Stoffe einsetzen dürfen

Bis wann haben Sie Methyldibromoglutaronitril, Diethyl-phthalat, Moschus-Ambrette oder Paraphenylendiamin verwendet?

Methyldibromoglutaronitril: laut Unterlagen nie

Diethylphthalat: zum Teil noch enthalten

Moschus-Ambrette: 2001

Paraphenylendiamin: laut Unterlagen nie

Wenn die Kosmetikindustrie tatsächlich nur unbedenkliche Stoffe einsetzen dürfte und würde, fragt man sich, warum immer wieder Stoffe gesetzlich verboten oder reglementiert werden.

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