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3 Produkte von Johnson & Johnson im Test

Ratgeber Kosmetik 13:2013 mit CD
vom 08.11.2013

Johnson & Johnson

Vom Baby bis zum Greis

Mit Penaten-Creme sind Generationen von Deutschen groß geworden. Längst gehört die Traditionsmarke zum amerikanischen Konzern Johnson & Johnson. Dessen Hauptgeschäft ist allerdings der Medizin- und Pharmabereich.

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08.11.2013 | Nein, mit Lidschatten und Lippenstift hat das Unternehmen Johnson & Johnson aus New Brunswick, USA, nicht viel am Hut. Dem Konzern mit einem Jahresumsatz von 67,2 Milliarden Dollar (2012), das sind rund 50,25 Milliarden Euro, geht es in erster Linie um die Gesundheit.

Wenn man alle alle Geschäftsbereiche mit einrechnet, stand Johnson & Johnson 2012 an sechster Stell der weltweit größten Gesundheitsunternehmen. Betrachtet man nur das Pharmageschäft, steht Johnson & Johnson derzeit an achter Stelle und ist das sechstgrößte Biotech-Unternehmen der Welt.

In drei Sparten ist Johnson & Johnson weltweit tätig: Consumer Health Care, Medical Devices & Diagnostics und Pharma. Mit der medizinischen und pharmazeutischen Sparte macht das Unternehmen den meisten Umsatz. Der Konsumgüterbereich trug im vergangenen Jahr 14,4 Milliarden Dollar (10,7 Milliarden Euro) zum Umsatz bei. Penaten, Bebe, O.B., Listerine, Carefree, Compeed, Neutrogena und Piz Buin zählen zu den Marken, die Johnson & Johnson in seinem Konsumgüterportfolio hat.

Medizin, Pharma, Konsumgüter

Das Unternehmen verkauft seine Produkte in 175 Ländern und ist mit 128.000 Mitarbeitern in 60 Ländern präsent, auch in Deutschland. In allen drei Geschäftsbereichen Consumer, Pharmaceutical und Medical Devices & Diagnostics hat Johnson & Johnson in Deutschland etwa 4.000 Mitarbeiter. Hauptsitz ist Neuss. Dort hat sich das Unternehmen in direkter Nachbarschaft zu seiner Schwesterfirma Janssen-Cilag niedergelassen. Die deutsche Niederlassung von Johnson & Johnson ist innerhalb des Konzerns der wichtigste Hersteller von Produkten für die Gesundheitspflege außerhalb der Vereinigten Staaten.

Vor zwei Jahren eröffnete Johnson & Johnson in Duisburg ein neues Logistikzentrum. Rund 2.400 Paletten werden dort täglich für das Unternehmen umgeschlagen. In Norderstedt bei Hamburg gründete Johnson & Johnson vor fünf Jahren das Worldwide Mesh Technology Center. Es ist auf die Entwicklung chirurgischer Netze, sogenannter Meshes, spezialisiert, die dort eingesetzt werden, wo das natürliche Gewebe geschwächt ist.

Kauf deutscher Traditionsmarken

Durch Zukäufe, unter anderem in Deutschland, hat Johnson & Johnson in den vergangenen Jahrzehnten sein Produktportfolio ausgebaut. 1973 übernahm der Konzern den Wuppertaler Tamponhersteller Carl Hahn. Dessen Marke O.B., die Abkürzung steht für "ohne Binde", stand damals schon stellvertretend für die Produktsparte Tampons und ist heute in Deutschland Marktführer. Johnson & Johnson baute das Geschäft weiter aus und brachte 1977 die Damenhygienemarke Carefree auf den Markt.

Wenig später erweiterte der Konzern sein Portfolio durch Kauf der deutschen Babypflegemarke Penaten. Max Riese, Inhaber einer kleinen Drogerie in Rhöndorf bei Bonn, entwickelte die Wundschutzcreme schon im Jahr 1904. Die Rezeptur der Babycreme mit Wollfett hat sich nach Konzernangaben bis heute kaum verändert. Laut Johnson & Johnson geben 90 Prozent der Geburtskliniken frischgebackenen Müttern für die Babypflege Penaten-Creme. Das Portfolio reicht inzwischen über die zähe weiße Wundschutzpaste weit hinaus. Es gibt unter anderem Wasch- und Badeprodukte, Feuchttücher und Öle.

Auch die Bebe-Marke im zartrosa Look wurde vor 50 Jahren für die Kleinkindpflege konzipiert, sie ist heute noch die führende Babycreme-Marke in Deutschland.

Kriege und Katastrophen

So putzig ging es in den ersten Jahren des Bestehens von Johnson & Johnson noch nicht zu. 1886 wurde das Unternehmen von drei Brüdern gegründet und hatte zunächst nur ein gutes Dutzend Angestellte. Man spezialisierte sich auf Produkte zur sterilen Wundversorgung. Tragische Ereignisse in der Frühzeit des Unternehmens erwiesen sich als förderlich fürs Geschäft. Im Spanisch-Amerikanischen Krieg etwa verwandte die amerikanische Seite Verbandsmaterial von Johnson & Johnson. Auch nach dem Galveston-Hurrikan im Jahr 1900 und nach dem großen Erdbeben von 1906 in San Francisco herrschte großer Bedarf an Produkten zur Wundversorgung. Da zeigte sich das Unternehmen sozial und verschenkte einen Teil seiner Produktion zur Versorgung der Opfer.

Weniger gut fürs Image des Konzerns aus dem US-Bundesstaat New Jersey sind die häufigen Rückrufaktionen. Allein seit Anfang 2010 hat das Unternehmen mehr als 50 Produkte vom Markt nehmen müssen. Das US-Justizministerium klagte gegen Johnson & Johnson. Die Firma soll ein Medikament gegen Psychosen zur Behandlung anderer Krankheiten beworben haben, für die es nicht zugelassen ist.

37 Milliarden Dollar in neue Produkte investiert

Die Entwicklung des Konzerns wird von medizinischen Neuentwicklungen und Zukäufen strukturiert. 2006 erwirbt Johnson & Johnson die Consumer-Health-Care-Sparte von Pfizer und vereint sie in Deutschland mit McNeil. Im vergangenen Jahr tätigte Johnson & Johnson die teuerste Akquisition seiner Geschichte. Für mehr als 21 Milliarden Dollar (etwa 15,7 Milliarden Euro) übernahm der Konzern das Schweizer Medizintechnikunternehmen Synthes.

In den vergangenen fünf Jahren investierte Johnson & Johnson weltweit fast 37 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung neuer Produkte. Innerhalb der Konsumgütersparte verdankt der Konzern ein Drittel seines Umsatzes den Produktinnovationen. Patentieren ließ sich Johnson & Johnson zum Beispiel eine hautklärende Serie von Neutrogena und ein Compeed-Blasenpflaster, das die hauteigene Feuchtigkeit nutzt, um kleine Verletzungen zu heilen.

Infos unter www.jnjgermany.de



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