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8 Buggys im Test

Schiebung!

ÖKO-TEST Mai 2015 | Kategorie: Kinder und Familie | 24.04.2015

8 Buggys im Test

Die von uns untersuchten Buggys erwiesen sich als überwiegend sicher und stabil, doch sie stecken voller Schadstoffe.

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Kaum zu glauben - der Buggy feiert jetzt im Mai seinen 50. Geburtstag. Entwickelt wurde er vom englischen Luftfahrtingenieur Owen Maclaren, der seiner Tochter samt Enkelin das Leben auf Reisen erleichtern wollte. Der revolutionäre Buggy mit dem ausgeklügelten Faltmechanismus war durch sein Aluminiumgestänge mit Stoffschaukel nur 2,7 Kilogramm schwer, hatte kleine Räder und ließ sich wie ein Schirm zusammenlegen.

Im Juli 1965 wurde der Entwurf als Patent angemeldet. Zwei Jahre später waren die erste Modelle in den Läden und der Siegeszug des Buggys begann. Heute gibt es den leichten, puristischen Buggy zwar auch noch, doch überwiegend werden robustere und komfortablere Modelle gekauft. Sie sind ein Zwischending zwischen Kinderwagen und Leicht-Buggy - mit größeren Rädern und Federung, mit ergonomisch besseren Sitzen, mit Haltebügeln und Fußstützen, mit Körben und Taschen und mit etwas höheren Schiebegriffen.

Wir haben acht Buggys der komfortableren Sorte eingekauft, die gefedert sind, einen Korb für Kleinkram haben und in denen das Kind auch mal im Liegen - oder zumindest in Schräglage - schlafen kann. Sie wurden in einem Härtetest auf Sicherheit und Haltbarkeit geprüft. Und wir wollten wissen, ob Inhaltsstoffe in den Materialien Kind, Eltern oder Umwelt gefährden.

Das Testergebnis

Gute Praxis, üble Inhaltsstoffe. In der praktischen Prüfung waren die meisten Buggys weitestgehend in Ordnung, die Marken MacLaren und Moon konnten am meisten überzeugen. Allerdings sind die weichen Kunststoffteile der Kinderkutschen stark mit Schadstoffen belastet. Das Billigmodell Babycab Buggy Aron hätte aufgrund eines verbotenen Weichmachers in dieser Version nicht verkauft werden dürfen. Nur drei Buggys sind unterm Strich noch "befriedigend".

Verbotene Weichmacher. Sechs Phthalatverbindungen sind in Spielzeug und Babyartikeln verboten, weil sie in begründetem Verdacht stehen, hormonell zu wirken. Die Regelung unterscheidet, ob die belasteten Teile von den Kleinkindern in den Mund genommen werden können oder nicht. Drei besonders kritische Weichmacher, darunter DEHP, sind grundsätzlich verboten. DEHP wurde jedoch weit über der Toleranzgrenze im Babycab Buggy Aron in einer Mischprobe aus Griffen und Fußstützen nachgewiesen. Nach Auskunft mehrerer Überwachungsbehörden - des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Stuttgart, des Hessischen Landeslabors und des Bayrischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit - ist ein Buggy ein Babyartikel, sodass das Verbot hier greift.

Im Koelstra Buggy Simba T3 steckt DINP, das verboten ist, wenn die Teile von Kindern in den Mund genommen werden können. Die europäische Chemikalienagentur ECHA sieht das in einem Leitfaden für Buggys zum Beispiel bei Griffen und Fußstützen nicht gegeben. ÖKO-TEST ist anderer Meinung. Denn schließlich gibt es nichts, was von kleinen Kindern nicht in den Mund genommen werden kann. Auch DINP hat in einem Babyartikel nichts zu suchen.

Löblich: Die meisten Hersteller haben of


Buggys: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Chicco Buggy London Up, Blue Wave
  • Artsana

MacLaren Techno XT, Charcoal
  • MacLaren

Kiddy Buggy City'n Move, Walnut
  • Kiddy

Hauck Buggy Sprint, SP 15 Moonlight Everglade
  • Hauck

Babycab Buggy Aron, rot
  • Georg Fill

Moon Buggy Kiss, Mud
  • Moon

Trends for Kids Buggy Dot, schwarz
  • Trends for Kids

Koelstra Buggy Simba T3, rot
  • Koelstra

8 Buggys im Test
ÖKO-TEST Mai 2015 Seite 46
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ÖKO-TEST Mai 2015 Seite 53

8 Seiten
Seite 46 - 53 im ÖKO-TEST Mai 2015
vom 24.04.2015
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Keine ultraleichten Buggys sollten es sein, die sich klein wie ein Regenschirm falten lassen, sondern komfortable Kinderkutschen mit Dach, die schon früh den Kinderwagen ersetzen können, weil auch eine Liegeposition möglich ist: Acht Modelle zum Preis von 50 bis 300 Euro, darunter Marken wie MacLaren, Trends for Kids, Koelstra und Chicco.

Die Praxisprüfung

Die Anforderungen an einen sicheren Buggy oder Kinderwagen werden in der Norm DIN EN 1888 definiert. In Anlehnung daran nahmen unsere Tester die Buggys unter die Lupe: die Schiebeeinheit, das Bremssystem, den Faltmechanismus, die Haltegurte. Hält der Wagen den Aufprall an Bordsteinkanten aus? Besteht durch Löcher oder scharfe Kanten eine Verletzungsgefahr für das Kind? Darüber hinaus wurden die Buggys einem Härtetest unterzogen, der über die Norm hinausgeht: Sie wurden auf dem Trommelprüfstand 100.000 Stößen ausgesetzt und liefen dabei 32 Kilometer über rotierende Walzen.

Die Inhaltsstoffe

In früheren Kinderwagentests waren die Materialien immer hochgradig mit Schadstoffen belastet, vor allem die weichen Kunststoffe der Griffe: zum Beispiel mit hormonell wirkenden Phthalat-Weichmachern, krebsverdächtigen PAK und bedenklichen oder gar verbotenen Farbstoffbestandteilen. Auf diese und viele andere problematische Verbindungen ließen wir die Materialien testen.

Die Bewertung

Sicherheit steht bei Buggys an erster Stelle, weshalb das Ergebnis der Praxisprüfung mit 60 Prozent stärker gewichtet wird als die Inhaltsstoffe mit 40 Prozent. Ein Buggy mit in Spielzeug und Babyartikeln komplett verbotenen Phthalat-Weichmachern kann zweifellos nur "ungenügend" sein, mit anderen regulierten Weichmachern nicht besser als "mangelhaft".

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Erschienen am 24.04.2015

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