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18 Spielbälle für Kinder im Test

ÖKO-TEST März 2015
vom 27.02.2015

18 Spielbälle für Kinder im Test

Prima Ballerina?

In den meisten Kinderzimmern liegen Spielbälle. Ehe es die Eltern bemerken, werden sie gedrückt, geknuddelt oder an den Mund genommen. Dabei stecken viele Exemplare voller Schadstoffe. Aber sieben Bälle kann ÖKO-TEST empfehlen.

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27.02.2015 | Am Anfang war der Ball. Chinesische, altägyptische, klassisch-griechische, römische oder mittelalterliche und mittelamerikanische Darstellungen beweisen: Seit Jahrhunderten - und in manchen Regionen seit Jahrtausenden - rollen Bälle über die Erdkugel. Heute zählen Ballspiele, von denen es Hunderte gibt, zu den fundamentalen Lernprogrammen zur Schulung der koordinativen Fähigkeiten von Kindern. Auch komplexe motorische Bewegungsabläufe werden von klein auf mit Ballspielen gelernt und spielerisch trainiert. Wer mit Bällen spielt, trainiert Gleichgewichtssinn, Reaktionsfähigkeit, Ausdauer, Herz- und Kreislauf. Muskeln werden gekräftigt, die Haltung verbessert und der Spieler entwickelt ein Gefühl für Rhythmus.

Ideal ist es, wenn Kindern das Ballspielen nicht von vornherein als komplexes und starres Regelwerk aufgezwungen wird, sondern den Umgang frei und intuitiv erlernen können. Unnötig ist es also, einem Fünfjährigen die korrekte Schrittfolge beim Basketball oder die Abseitsregeln im Fußball zu erklären. Besser: ihn zwanglos den Ball hin- und herwerfen und treten zu lassen.

Unsere Leser haben immer wieder gefragt, ob wir dieses zeitlose, klassische Spielzeug nicht einmal testen können. Können wir: 18 Modelle aus Textil und Kunststoff kamen in die Labore und wurden gründlich untersucht.

Das Testergebnis

Textil deutlich besser als Kunststoff. Kein Textilball in unserem Test schneidet schlechter als mit "befriedigend" ab, sechs Modelle sind sogar im grünen Bereich. Anders die Plastikbälle: Von den neun untersuchten bekommen sieben die rote Karte allein wegen der Inhaltsstoffe.

Abstiegskandidat Bayern München: Die umfangreiche praktische Sicherheitsprüfung nach Spielzeugnorm bestanden fast alle Bälle mit Bestnoten. Der FC Bayern München Softball hat jedoch auf Krabbeldecken-Spielfeldern von U-3-Mannschaften nichts verloren! Schon im Auslieferungszustand war etwas Füllmaterial zugänglich, das Kleinkinder herausziehen und verschlucken könnten. Damit verstößt das Produkt gegen die speziellen Normanforderungen für Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten. Diese müsste der kleine Ball nach Einstufung des von uns beauftragten Labors aber erfüllen, zumal er eine weiche Füllung hat (siehe auch Kasten). Gekauft haben wir das "offizielle Lizenzprodukt" des Vereins bei Baby-Markt.de, wo er in der Kategorie Babybälle angeboten wird. Eine Ferndiagnose, ob sie ein vergleichbares Produkt mit einem solchen Mangel als "nicht verkehrsfähig" einstufen würden, mochte uns kein Untersuchungsamt geben.

Schmieriger Typ: Von mieser Verarbeitungsqualität ist auch der größere Plastikball Togu Buntball Point 9. Einige der großen aufgedruckten Punkte färben stark ab, schon wenn man nur leicht mit dem Finger darüberreibt.

Dreck am Stecken. Erhebliche Mengen an Phthalaten sind jeweils in den Bällen der Marken Haba und Hudora nachgewiesen worden. Im Ball von Habermaaß stecken weit mehr als 1.000 mg/kg des Phthalats DINP. Dieser Weichmacher ist in Spielzeug und Babyartik


Wir haben 18 Produkte für Sie getestet
Chicco Baby Soft Ball mit Rassel, bunt
Artsana

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Bieco's Baby Collection Velourball mit Rassel, bunt
Bieco

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Coppenrath Spielball
Coppenrath Verlag

Coppenrath Spielball "Die lieben Sieben"

Efie Rasselball blau/grün/braun
Efie

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Haba Ball Punkti, rot
Habermaaß

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Fisher-Price Baby Glöckchenball
Happy People

Fisher-Price Baby Glöckchenball

Hudora Fußball Gr. 0, schwarz-silber
Hudora

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Leka Stoffball, bunt
Ikea

Leka Stoffball, bunt

Bolalon Baby Fitness
Imaginarium

Bolalon Baby Fitness "Its Imagical"

John Spielball Blumenkäfer, rot
John

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Oball Classic 10 cm, pink
Kids II

Oball Classic 10 cm, pink

Mondo Hello Kitty Ball, pink
Mondo

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Senger Toys Stoffball rosa/grün mit Rassel
Senger Tierpuppen

Senger Toys Stoffball rosa/grün mit Rassel

Sigikid Soft-Aktiv-Ball mit Rassel, bunt
Sigikid

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Steiff Ball 15, bunt
Steiff

Steiff Ball 15, bunt

Sterntaler Stoff-Fußball mit Rassel, schwarz-weiß
Sterntaler

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Togu Buntball Point 9, transparent
Togu

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FC Bayern München Softball
Trade Con

FC Bayern München Softball

18 Spielbälle für Kinder im Test
ÖKO-TEST März 2015 Seite 102
ÖKO-TEST März 2015 Seite 103
ÖKO-TEST März 2015 Seite 104
ÖKO-TEST März 2015 Seite 105
ÖKO-TEST März 2015 Seite 106
ÖKO-TEST März 2015 Seite 107

6 Seiten
Seite 102 - 107 im ÖKO-TEST März 2015
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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Eingekauft haben wir 18 Spielbälle für Kinder. Die Preise reichen von 1,49 Euro bis 27,90 Euro, die Materialien von Vinyl bis Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Inhaltsstoffe
In verschiedenen Laboren wurden die Bälle, je nach ihrer Zusammensetzung auf verbreitete problematische und umstrittene Inhaltsstoffe wie Antimon, optische Aufheller, PAK, chlorierte, zinnorganische und halogenorganische Verbindungen analysiert.

Die Praxisprüfung
Hier wurden die Spielbälle den Tests der Spielzeugnorm EN 71-1 unterzogen: Lösen sich Kleinteile? Sind die Produkte, wie gesetzlich vorgeschrieben, gekennzeichnet?

Die Bewertung
Für uns sind die Inhaltsstoffe genauso wichtig wie die Praxisprüfung. "Sehr gute" Bälle müssen daher in beiden Teilbereichen "sehr gut" sein. Unsere Maßstäbe sind manchmal strenger als die gesetzlichen Vorgaben. Beispiel: Der bedenkliche Phthalat-Weichmacher DINP ist zwar in Spielzeug und Babyartikeln, die dazu geeignet sind, von Kindern in den Mund genommen zu werden, gesetzlich reglementiert. Bälle fallen aber ab einer bestimmten Größe nicht darunter, obwohl sie natürlich oft von Kleinkindern belutscht werden. Auch durch die anderen festgestellten Schadstoffgehalte werden wohl keine Gesetze gebrochen - aber Kinder unnötig belastet.

So haben wir getestet

Miese Qualität "made in Germany".

So haben wir getestet

Punkte des Togu Buntballs färben extrem ab.