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14 Stoppersocken im Test

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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012 | Kategorie: Kinder und Familie | 09.01.2012

14 Stoppersocken im Test

Stoppersocken sind unschlagbar praktisch. Wo Barfußlaufen nicht möglich ist, empfehlen sie sogar Ärzte als Alternative. Aber leider enthalten viele Modelle immer noch bedenkliche Schadstoffe. Dabei geht es auch anders, wie unser Test zeigt.

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Auf Stoppersocken mögen viele Eltern nicht mehr verzichten. Damit Parkett und Fliesen nicht zur unkontrollierbaren Rutschbahn werden, gibt's für die Kleinen was an die Füße. Auch der Münchner Kinder- und Jugendarzt Dr. Thomas Fendel empfiehlt die Socken mit Antirutschsohle, wo Barfußlaufen nicht möglich ist. Die Socken bieten mehr Bewegungsfreiheit als Schuhe, so kann sich das Fußgewölbe besser ausbilden.

Wir haben 14 Sockenpaare ins Labor geschickt. Dort wurden sie umfassend auf Schadstoffe getestet.

Das Testergebnis

Offensichtlich haben nur wenige Hersteller begriffen, welche Verantwortung sie haben. Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte fällt durch. Eines ist nicht einmal verkehrsfähig. Zum Glück gibt es Alternativen. Falke Catspads Saisonal, Babydream ABS-Söckchen und die Hirsch Natur Stoppersocke sind "sehr gut".

Immer noch stecken in acht der 14 Socken PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe. Für die Flexibilität der Kunststoffsohle benutzen viele Hersteller inzwischen Ersatzweichmacher wie DEHT. In zwei Produkten ist noch der als fortpflanzungsgefährdend eingestufte Weichmacher DEHP enthalten. Bei den rosa Socken der Marke Bruin von Toys "R" Us übersteigt der DEHP-Gehalt sogar den für Babyartikel gesetzlichen Grenzwert. Sie hätten deshalb gar nicht erst in den Verkehr gebracht werden dürfen, stellt die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) Sachsen auf Nachfrage von ÖKO-TEST fest.

Weniger Weichmacher, aber krebsverdächtige PAK: Auch wenn der Gesetzgeber formal zwischen Spielzeug und Bekleidung unterscheidet, Babys und Kleinkinder tun das nicht. Daher bewerten wir auch den Gehalt der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), von denen einige krebsverdächtig sind, strenger als bei Textilien für Erwachsene. In sechs Produkten hat das Labor stark erhöhte PAK-Werte festgestellt.

Zinnorganische Verbindungen haben in Stoppersocken nichts zu suchen. Und trotzdem hat das Labor bei dem Toys-"R"-Us-Produkt die beiden sehr giftigen Stoffe Dibutylzinn (DBT) und Tributylzinn (TBT) nachgewiesen. Bereits kleine Mengen genügen, um das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch des Menschen zu beeinträchtigen.

Die gute Nachricht: Einige Hersteller haben dazugelernt und verwenden Silikon für die Herstellung der Noppen. Schade nur, dass dies für den Verbraucher so gut wie nicht zu erkennen ist, denn nur bei der Hirsch Natur Stoppersocke ist das Noppenmaterial überhaupt auf der Verpackung ausgewiesen.

So reagierten die Hersteller

Ernsting's Family und Jako-O weisen darauf hin, dass ihre Produkte den Vorgaben des Öko-Tex-Siegels entsprechen. Öko-Tex Standard 100 steht für eine reine Schadstoffkontrolle und lässt Chemierückstände teilweise in Mengen zu, die wir speziell bei Babykleidung für inakzeptabel halten. Für die Stoffgruppe PAK beispielsweise liegt der Grenzwert bei 10 mg/kg. Auch umwelt- und gesundheitsschädliche zinnorganische Verbindungen wie TBT sind ni...


Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Babydream ABS-Söckchen, beige-bunt geringelt
Babydream ABS-Söckchen, beige-bunt geringelt
Rossmann
Bobo Stopper-Socke Doppelpack, grün
Bobo Stopper-Socke Doppelpack, grün
Bobo der Kinderfreund
Bruin 4 Paar Strümpfe, Stoppersocken
Bruin 4 Paar Strümpfe, Stoppersocken
Toys"R"Us
Capt'n Sharky Stoppersocke, blau
Capt'n Sharky Stoppersocke, blau
Sox Company
DM Stopper Socke Fliesen-Flitzer, fuchsia/rosa
DM Stopper Socke Fliesen-Flitzer, fuchsia/rosa
Dm
Ewers Stoppi mit Lochsohle, Pirat, grau-weiß geringelt
Ewers Stoppi mit Lochsohle, Pirat, grau-weiß geringelt
Malerba Strümpfe
Falke Catspads Saisonal Stoppersocke, blau-marine geringelt
Falke Catspads Saisonal Stoppersocke, blau-marine geringelt
Falke
Hirsch Natur Stoppersocke auf Silikonbasis, marine
Hirsch Natur Stoppersocke auf Silikonbasis, marine
Hirsch Natur
Jacob's Baby Söckchen Anti-Rutsch, rot
Jacob's Baby Söckchen Anti-Rutsch, rot
Jacob's Babymoden
Jako-O Söckchen Fliesenflitzer, stahlblau
Jako-O Söckchen Fliesenflitzer, stahlblau
Jako-O
Melton Stoppersocken Eulen, rosa
Melton Stoppersocken Eulen, rosa
Melton
Smily Söckchen Fliesenflitzer, beige-bunt geringelt
Smily Söckchen Fliesenflitzer, beige-bunt geringelt
Woolworth
Sterntaler Fliesen Flitzer Air Plüschsohle, Fische rot/blau
Sterntaler Fliesen Flitzer Air Plüschsohle, Fische rot/blau
Sterntaler
Topolino Soxsy Anti Rutsch 3 Paar Socken, blau
Topolino Soxsy Anti Rutsch 3 Paar Socken, blau
Ernsting's Family
14 Stoppersocken im Test
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012 Seite 158
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012 Seite 159
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012 Seite 160
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012 Seite 161

4 Seiten
Seite 158 - 161 im ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012
vom 09.01.2012

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wir haben 14 Stoppersocken für Jungen und Mädchen in Babygrößen eingekauft. Bei sieben Produkten besteht das Stoppermaterial aus Noppen, bei der anderen Hälfte aus einer durchgängigen Kunststoffsohle. Je nachdem ob bekannte Marke oder No-Name hat das Paar Socken zwischen 1,25 und 8,50 Euro gekostet. Eingekauft haben wir die Produkte bei Babyausstattern, in Kaufhäusern und in Drogeriemärkten. Bei einem Produkt stammt die Baumwolle laut Anbieter aus kontrolliert biologischem Anbau.

Die Inhaltsstoffe

Das Antirutschmaterial, das eine normale Socke zu einer Stoppersocke macht, kann viele Probleme bergen. Also haben wir uns die Beschichtungen ganz besonders angeschaut. Die Labore testeten sie nicht nur auf PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe, sondern auch auf in Babyartikeln verbotene Phthalate und Ersatzweichmacher, die das Material geschmeidig machen sollen. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die über Weichmacheröle in den Kunststoff gelangen können, und zinnorganische Verbindungen, die das Material stabilisieren sollen, gehörten ebenfalls zur Schadstoffprüfung. Außerdem haben wir das Textil der Socken auf verbotene und bedenkliche Farbstoffe und halogenorganische Verbindungen, die sich aus Farbstoffen lösen können, untersuchen lassen. Geprüft wurde auch, ob die Hersteller bei den Weißtönen mit optischen Aufhellern nachgeholfen haben.

Die Bewertung

Wir halten es für wichtig, dass nicht nur Spielzeug, sondern auch Baby- und Kinderkleidung schadstofffrei sind. Daher werten wir Phthalatweichmacher, die in Spielzeug und Babyartikeln verboten sind, konsequent ab. Streng sind wir ebenfalls bei hohen PAK-Gehalten, auch wenn diese vom Gesetzgeber noch nicht hinreichend reglementiert sind.

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