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12 Baby- und Kindersäfte im Test

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ÖKO-TEST Januar 2012 | Kategorie: Kinder und Familie | 30.12.2011

12 Baby- und Kindersäfte im Test

Wenn das Baby regelmäßig Brei isst, reicht bald auch die Muttermilch nicht mehr zum Durststillen. Zusätzliche Getränke müssen her. Aber das muss nicht unbedingt Babysaft sein. In unserem Test konnten viele Produkte nicht überzeugen.

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Spezielle Säfte für Babys aus Äpfeln, Bananen oder roten Früchten stehen zuhauf in den Regalen von Supermärkten und Drogerien. Besonders gesund sind die Getränke nach Angaben der Hersteller auch: Von wichtigem Vitamin C ist auf den Etiketten die Rede. "Für die sichere und ausgewogene Ernährung Ihres Babys", steht auf den Flaschen eines Herstellers. Praktisch ist Babysaft obendrein: Man braucht keinen Tee zu kochen, der erst langsam abkühlen muss.

Aber braucht man überhaupt fertigen Babysaft? "Nein", sagt die Expertin Isabelle C. Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wenn es ab dem fünften oder spätestens ab dem siebten Monat den ersten Brei gibt, und das Baby kein fertiges Gläschen bekommt, sondern die Eltern selbst kochen, besteht der aus Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, angereichert mit etwas Öl - und einem Schuss Saft. "Aber das kann genauso gut auch ein gewöhnlicher Saft für Erwachsene sein", erklärt Keller. "Der Saft ist hier auch nur zum Anrühren gedacht - und nicht als Getränk zum Essen", sagt sie.

Bekommt das Baby Beikost, kann man zwar schon zum ersten Brei etwas zum Trinken anbieten, wirklich nötig ist das aber erst, wenn es im Alter von sieben bis neun Monaten dreimal am Tag Brei gibt. Nur: Saft sollte es dann auch nicht sein. "Das beste Getränk ist Wasser", erklärt Keller. Auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind eine gute Wahl. Saft dagegen enthält viel zu viel Zucker. Wenn das Kind mit etwa einem Jahr beginnt, an den normalen Mahlzeiten teilzunehmen, darf es auch mal eine Saftschorle sein. Aber gut verdünnt! "Denn in diesem Alter werden die Kinder auf einen bestimmten Geschmack getrimmt", weiß Keller. Wenn man also einmal süßen Saft anbietet, will ein Kind vielleicht auch nichts mehr anderes.

Der Saft als seltene Ergänzung? So steht das auf keiner Packung: Vom "Vitaminspender zu den Mahlzeiten" ist da etwa die Rede. Da kann leicht der Eindruck entstehen, als könne man dem Kind im fünften, sechsten Monat durchaus ein Fläschchen Saft vollmachen. Mehr noch: Die zumeist einen halben Liter fassenden Flaschen sollen innerhalb von drei Tagen aufgebraucht werden. Wer also nur einen kleinen Schuss Saft in den Brei mischt, kann sich aussuchen, ob er den Rest selbst trinkt, wegschüttet - oder eben doch dem Baby anbietet.

Warum aber gibt es dann überhaupt Babysaft? Da sind zunächst die strengeren Regeln, denen Babynahrung - egal ob Saft, Brei oder Milchnahrung - unterworfen ist. Bestimmte Schadstoffe dürfen nur in winzigsten Mengen, Vitamine und Mineralstoffe dagegen müssen in genau der richtigen Menge enthalten sein. Vitamin C etwa, das die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung erleichtert, kann in normalen Säften in zu geringer Menge enthalten sein. Weitere Gründe sind die besonders auf Babys abgestimmten Saftsorten und -kombinationen, vor allem mit Möhre und Apfel, die bei Erwachsenen gar nicht gut ankommen.

Oft zu hören ist auch das Argument, ein Baby bekomme von sauren Sä...


Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Alete Karotten-Saft, Bio
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Alete Milder Apfel, Saft
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Babydream Bio Milder Apfelsaft
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Babylove 100% Bio-Saft Karotte
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Dm
Babylove 100% Bio-Saft Milder Apfel
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Bebivita 100% Saft Milder Apfel
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Hipp 100% Biosaft Milder Apfel
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Hipp 100% Biosaft Reine Karotte
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Kinella Karotte Bio Saft
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Kinella Milder Apfelsaft
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Milasan Apfel, Saft
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Sunval Karottensaft, Bio
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Sunval

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Die Testprodukte haben wir in Bio-Läden, Supermärkten und Drogeriemärkten eingekauft. Dabei beschränkten wir uns auf die beliebten Sorten Apfel und Karotte. Da sich wenige, zumeist große Firmen den Markt aufgeteilt haben, ist die Auswahl übersichtlich geblieben.

Die Inhaltsstoffe

Babysaft ist für eine besonders empfindliche Zielgruppe bestimmt. Darum haben wir auf eine Reihe von Schadstoffen testen lassen, die schon in sehr kleinen Mengen problematisch sein können: Pestizide und Schwermetalle etwa. Die Stoffe Benzol und Furan können sich aus natürlichen Inhaltsstoffen der Karotte bilden, wenn das Produkt in der Fabrik durch Erhitzen haltbar gemacht wird. Bei Apfelsaft ist dies kein Problem. Bei den Apfelsäften, die im Test alle aus Konzentrat waren, haben wir aber die Aromen analysieren lassen. Denn bei einem Konzentratsaft können sich die natürlichen Aromen aus der Frucht verflüchtigen und müssen nachher wieder zugesetzt werden.

Die Bewertung

Krebserzeugende Stoffe wie Benzol oder anorganisches Arsen sollten grundsätzlich gar nicht oder wenn, nur in äußerst geringen Mengen in Babyprodukten vorkommen. Waren solche Rückstände nachweisbar oder gab es Hinweise darauf, werten wir auch Gehalte ab, die nach dem derzeitigen Kenntnisstand kein Risiko darstellen. Denn die Hersteller können die Produktion technisch so einstellen, dass auch solche geringe Mengen vermeidbar sind.

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