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Mittel gegen Menstruationsbeschwerden im Test: Zehn sind "sehr gut"

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013 | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 19.10.2012

Wir haben 13 Mittel gegen Menstruationsbeschwerden getestet. Welche sind empfehlenswert?
Foto: Africa Studio/Shutterstock

Fast jede zweite Frau kann davon klagen: keine Regel ohne Schmerzen. Doch viele rezeptfreie Schmerzmittel bieten Linderung: Von 13 untersuchten Produkten sind zehn "sehr gut".

Aktualisiert am 19.10.2012 | Jede zweite Frau leidet an Regelschmerzen. Schuld daran sind Prostaglandine, hormonähnliche Stoffe, die die Muskelzellen in Blutgefäßen, Darm und Gebärmutter regulieren. Wenn die Gebärmutterschleimhaut während der Menstruationsblutung abgestoßen wird, schüttet der Körper Prostaglandine aus, die ein Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur bewirken, was eben mit jenen bekannten Unterbauchschmerzen und Krämpfen einhergehen kann.

13 Mittel gegen Menstruationsbeschwerden im Test

Da normale Regelschmerzen keine organische Ursache haben, bieten sich zur Selbstbehandlung rezeptfreie Mittel an, die in ihrem Beipackzettel Regelschmerzen als Anwendungsgebiet deklarieren. ÖKO-TEST hat 13 Produkte eingekauft, die Wirkstoffe begutachten lassen und auch einen kritischen Blick auf die eingesetzten Hilfsstoffe geworfen.

Das Testergebnis: Von 13 Produkten schneiden zehn mit der Bestnote "sehr gut" ab. Nur ein Produkt fällt mit "ungenügend" durch.

Neben Schmerzmitteln ist die Wärmflasche ein beliebtes Hilfsmittel bei Regelschmerzen.
Neben Schmerzmitteln ist die Wärmflasche ein beliebtes Hilfsmittel bei Regelschmerzen. (Foto: Marcos Mesa Sam Wordley/Shutterstock)

Gegen Menstruationsbeschwerden reicht ein Wirkstoff

Die "sehr guten" Präparate enthalten nur einen Wirkstoff. Zur Behandlung von schweren Regelschmerzen eignen sich Ibuprofen und Naproxen, bei leichteren Schmerzen reichen auch Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol. Bei Medikamenten mit ASS sind Brausetabletten zu empfehlen, da Acetylsalicylsäure immer mit sehr viel Flüssigkeit eingenommen werden sollte.

Ein weiteres Produkt besteht aus der an sich sinnvollen Kombination des Schmerzmittels Paracetamol mit n-Butylscopolaminiumbromid. Der Krampflöser lässt die glatte Muskulatur der Gebärmutter erschlaffen. Allerdings liegt die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt individuell nur zwischen 1 und 30 Prozent. Seine volle Wirkung entfaltet der Stoff nämlich nur, wenn er gespritzt wird.

In wieder einem anderen Schmerzmittel, wird der Wirkstoff ASS mit Koffein kombiniert. Koffein wird eingesetzt, um die schmerzstillende Wirkung zu steigern. Der belebende Effekt von Koffein kann aber dazu verleiten, dass das Mittel länger als notwendig eingenommen wird. Daher sehen wir den Einsatz von Koffein hier kritisch.

Kritik üben wir auch an einem weiteren getesteten Produkt, in dem der Farbstoff Chinolingelb steckt. Seit 2010 ist für Lebensmittel, die diesen Farbstoff enthalten, der Warnhinweis "kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen" fällig.

Diesen Test haben wir bereits im ÖKO-TEST Kompakt Sexualität 2012 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das ÖKO-TESt Jahrbuch für 2013 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

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Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Testverfahren

Bewertungslegende

Bewertung Testergebnis Pharmakologische Begutachtung: Abwertungen Pharmakologische Begutachtung: Zur Abwertung um jeweils vier Noten führt: die Kombination von einem Wirkstoff mit Koffein. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) der Wirkstoff ASS als Tablette, Kautablette oder Granulat, das ohne Wasser eingenommen werden kann; b) der Wirkstoff n-Butylscopolaminiumbromid in Tabletten.

Bewertung Testergebnis Hilfsstoffe: Abwertungen Hilfsstoffe: Zur Abwertung um eine Note führt: der Farbstoff Chinolingelb (E104).

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung.

Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Pharmakologische Begutachtung und dem Testergebnis Hilfsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" ist, verschlechtert das Testergebnis Hilfsstoffe um eine Note

Testmethoden

Testmethoden: Wirkstoffe/Beipackzettel: pharmakologische Begutachtung. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe/Röntgenfluoreszenzanalyse.

Diesen Test haben wir bereits im ÖKO-TEST Kompakt Sexualität 2012 veröffentlicht. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben für das ÖKO-TESt Jahrbuch für 2013 sofern die Anbieter Produktänderungen mitgeteilt haben oder sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder wir neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt haben.

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

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