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47 Backzutaten im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2013
vom 19.10.2012

Backzutaten

Das geht uns auf den Keks!

Ob Geburtstagskuchen, Weihnachtsplätzchen oder Kaffeeklatsch: Wenn Kuchen- oder Plätzchenduft die Küche erfüllt, wird es richtig gemütlich. Die Freude daran wollen wir Ihnen nicht verderben. Aber Zimt und gemahlene Haselnüsse sind in unserem Test die großen Sorgenkinder. Andere Backzutaten, zum Beispiel Cranberrys, können wir dagegen rundum empfehlen.

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19.10.2012 | Kuchen- oder Plätzchenbacken macht einfach Spaß - und es schmeckt doch auch besser, wenn man weiß, was drinsteckt. Wir wollten wissen, ob Sie sorgenfrei Gebäck aus dem eigenen Ofen genießen können. Deshalb haben wir in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden Backzutaten eingekauft: gemahlene Haselnüsse, Bourbon-Vanillezucker, Zimt und Zartbitterkuvertüre als Klassiker sowie die trendigen, aus Nordamerika stammenden Cranberrys, die auch als Backzutat immer beliebter werden.

In Laboren haben wir die Zutaten auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Manche Backzutaten trüben die Freude gehörig. Vor allem Zimt und Haselnüsse haben es teilweise ganz schön in sich - und werden kräftig abgewertet. Sehr gute und gute Noten gibt es immerhin für Cranberrys und Kuvertüre.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
Wir haben Produkte ausgewählt, die man häufig für die Weihnachtsbäckerei braucht. Darunter sind natürlich Nüsse, Vanillezucker und Zimt, aber auch die zum Dekorieren oft verwendete Kuvertüre sowie Cranberrys, die in neuen Rezepten immer öfter auftauchen.

Die Inhaltsstoffe
Je nach Produktgruppe ließen wir in den Laboren auf unterschiedliche Parameter testen. Bei Haselnüssen können zum Beispiel Keime oder bestimmte Schimmelpilzgifte ein Problem sein. Wenn die Nüsse gemahlen sind, kann auch das enthaltene Fett schneller verderben. Dies haben wir sowohl chemisch als auch sensorisch nachprüfen lassen. Zimt ließen wir auf Rückstände von Pestiziden und Begasungsmitteln analysieren. Außerdem wurde im Labor die Menge an Cumarin bestimmt, ein gesundheitsschädlicher Stoff, der von Natur aus in bestimmten Zimtsorten in hohen Konzentrationen vorkommt. Beim Vanillezucker ließen wir einerseits prüfen, ob genügend für die Vanille typisches Eigenaroma enthalten ist, andererseits ließen wir nach Stoffen suchen, die für einen Zusatz an künstlichem Vanillearoma sprechen. Im Vanillezucker suchten die Labore außerdem nach Kohlenwasserstoffrückständen, die etwa aus Druckfarben übergehen können. Bei den Zartbitterkuvertüren wurde untersucht, ob sie mit dem Schwermetall Cadmium oder mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet sind. Sofern Verpackungshinweise auf Allergene fehlten, ließen wir prüfen, ob wichtige Allergene tatsächlich nicht enthalten sind.

Die Bewertung
Cumarin und Schimmelpilzgift können der Gesundheit schaden. Hohe Gehalte werten wir deshalb strenger ab als etwa Aromazusatz in Kuvertüre oder zu wenig Eigenaroma im Vanillezucker.

So haben wir getestet

Den Zimt hat das von uns beauftragte Labor unter anderem auf den Schadstoff Cumarin untersucht.

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Bestellnummer: J1210
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