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15 Schlafsäcke im Test

ÖKO-TEST Mai 2012
vom 27.04.2012

15 Schlafsäcke im Test

Wir gehen an die Decke

Ein Schlafsack gehört zur Grundausrüstung für Camper, Wanderer und Naturliebhaber. Das mobile Bett leistet aber auch für Gäste oder die Übernachtungsparty gute Dienste. Doch was in vielen Säcken so drinsteckt, kann echte Albträume auslösen!

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27.04.2012 | Camping ist vielen deutschen Familien die liebste Art, Urlaub zu machen. Denn zum einen bedeutet Camping auch in Zeiten topausgestatteter Zeltplätze noch immer eine Spur von Freiheit, Abenteuer, Naturverbundenheit und Leben unter freiem Himmel. Auf der anderen Seite hat man beim Camping aber auch das sichere Gefühl, selbst im entlegensten Zipfel Portugals noch ein kleines Stück eigene Scholle unter den Füßen zu haben. Das können der perfekt abgezäunte Wohnmobilstellplatz mit Sitzgarnitur und Planschbecken sein - oder auch nur vier Quadratmeter Zelt.

Egal für welche Art der Unterbringung man sich entscheidet: ein Schlafsack gehört fast immer dazu. Und selbst wer dem Leben im Freien überhaupt nichts abgewinnen kann, wird sich spätestens dann einen Schlafsack zulegen, wenn die Bettwäsche auf der Gästecouch der Freunde schon mehr als einmal keinen richtig frischen Eindruck mehr gemacht hat.

Kein Wunder also, dass Schlafsäcke echte Bestseller sind: Sage und schreibe 1,8 Milliarden Euro wurden im Jahr 2010 mit Outdoorartikeln umgesetzt. Das sind rund 22 Euro pro Bundesbürger. Nach Bekleidung, Schuhen und Rucksäcken sind Schlafsäcke das umsatzträchtigste Outdoorprodukt.

Auf Schlafsäcke sollte man sich in jeder Situation verlassen können: Über die Außentemperaturen, für die Schlafsäcke geeignet sind, informieren die Hersteller durch Angaben, die einer Norm entsprechen müssen. Über Aussehen, Preis und Ausstattung entscheiden Geschmack, Geldbeutel und Verwendungszweck.

Bleiben noch die Inhaltsstoffe: Kann man sich in die Schlafsäcke so richtig schön einkuscheln, ohne sich vor bedenklichen Inhaltsstoffen gruseln zu müssen? Das haben wir am Beispiel von 15 Schlafsäcken untersucht, die sich für die meisten Zwecke eignen - außer vielleicht für Extremexpeditionen. In spezialisierten Laboren wurden sie auf Herz und Nieren geprüft.

Das Testergebnis

Große Namen, große Probleme: Mehr als jeder zweite Schlafsack schneidet mit der Note "ungenügend" ab. Darunter auch Topmarken wie Ajungilak, Jack Wolfskin und Vaude. Nur zweimal konnten wir überhaupt die Note "befriedigend" vergeben. Ärgerlich ist das vor allem, weil Outdoorhersteller ihre Produkte gerne so darstellen, als seien sie in der heilen Natur zu Hause. In Wahrheit scheinen sie direkt aus einem Chemiewerk zu kommen.

Zu viel krebserregende Farbstoffe im Bundeswehrschlafsack. In Stoffteilen des Bundeswehrschlafsacks von Feuchter fand das von uns beauftragte Labor den krebserzeugenden Farbstoff p-Aminoazobenzol. Und zwar mehr als gesetzlich zulässig ist. Demnach hätte er gar nicht verkauft werden dürfen, selbst wenn es ein vor Jahren hergestellter Schlafsack ist, ergab eine Nachfrage beim Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Freiburg. Denn in Armeeshops verkaufte, ausgemusterte Produkte müssen trotzdem, wenn sie heute verkauft werden, den gesetzlichen Vorgaben genügen. Auch in der Kordel des Kompressionssacks des Vaude-Schlafsacks steckt zu viel von diesem Farbstoff. In dies


Wir haben 15 Produkte für Sie getestet
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So haben wir getestet

Der Einkauf
Die Schlafsäcke haben wir in Fachgeschäften, Sportabteilungen sowie über Versandhäuser gekauft. Außerdem im Test: ein Bundeswehrschlafsack, den wir über einen Händler für Armeeartikel bezogen. Dabei haben wir sowohl Produkte mit Daunen- als auch mit Kunstfaserfüllung getestet. Preislage: rund 35 bis 240 Euro. War eine Temperatur angegeben, haben wir uns für Schlafsäcke mit einer Komforttemperatur von um die null bis fünf Grad Celsius entschieden, die sich für alle üblichen Urlaubszwecke eignen.

Die Inhaltsstoffe
In spezialisierten Laboren haben wir die Schlafsäcke auf eine Reihe von Schadstoffen testen lassen. Meist sind das Stoffe, die von den Herstellern ganz bewusst eingesetzt werden, um dem Produkt besondere Eigenschaften zu geben. So können bestimmte Farbstoffe krebserregende aromatische Amine abspalten. Für elastische Kunststoffteile setzen Hersteller manchmal Weichmacher ein, die in Kinderspielzeug sogar verboten sind. Perfluorierte Verbindungen werden aufgesprüht, damit Wasser abperlt.

Die Bewertung
Bei Produkten, in denen mehr krebserregende Amine gemessen wurden, als erlaubt, ist der Fall klar: Das Produkt ist nicht verkehrsfähig und bekommt die Note "ungenügend". Aber auch bei Produkten, die völlig gesetzeskonform sind, können sich Mängel so weit aufsummieren, dass am Ende die Note "ungenügend" steht.

So haben wir getestet

Ein Schlafsack kann eine Menge an Schadstoffen enthalten. Was genau, zeigt sich im Labor.