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26 Photovoltaikversicherungen im Test

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
vom 14.10.2011

Photovoltaikversicherungen

Solar-Anlage richtig versichern

Privater Sonnenstrom boomt. Es gibt Geld vom Staat und das Öko-Gewissen wird befriedigt. Eine Win-win-Situation. Damit das über Jahre so bleibt, brauchen Betreiber von Photovoltaikanlagen vernünftigen Versicherungsschutz.

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14.10.2011 | Von privaten Dächern kommt immer mehr Strom. Noch leisten die Solarstromanlagen zwei Prozent am gesamten Stromverbrauch in Deutschland. 2020 sollen es aber schon 10 Prozent sein, schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft. Die große Nachfrage nach Solarmodulen bringt aber auch verstärkt Kriminelle auf die Spur. "Die Sonnendiebe kommen über Nacht, reisen im Lkw an und montieren unerschrocken ganze Anlagen ab", so Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Wer dann keinen ausreichenden Versicherungsschutz hat, sieht alt aus.

Eine spezielle Photovoltaikversicherung ersetzt nicht nur Diebstahl und Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Sie kommt meist auch für Konstruktions-, Material- und Auslegungsfehler sowie bei Schäden durch falsche Bedienung und sogar bei Fahrlässigkeit auf. Auch bei Kurzschluss, Schmoren, Sachbeschädigung oder Sabotage tritt die Police ein und zahlt auch eine Ausfallentschädigung, wenn die Anlage aufgrund einer versicherten Gefahr keinen Strom erzeugen kann.

ÖKO-TEST hat daher 26 selbstständige Photovoltaikversicherungen genau unter die Lupe genommen.

Das Testergebnis

Leistungsmäßig gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf hohem Niveau. Immerhin sieben Angebote landen mit einer Gesamtpunktzahl zwischen 36,0 und 39,0 auf dem ersten Rang, neun weitere erreichen Rang zwei. Selbst das mit 26,5 Punkten schwächste Angebot, der SolarPlus+ Tarif der Zurich, erreicht noch einen guten dritten Rang.

Top beim Preis sind die Maklerangebote im Test. Die Krist Assekuranzmakler verlangen für ihr Sun Safe 100 nur 58,90 Euro im Jahr, dicht gefolgt vom Spezialkonzept der eBroker24 mit 59,50 Euro.

Die Frist, in der Nutzungsausfall bei Stillstand der Anlage geleistet wird, fällt sehr unterschiedlich aus. Sie reicht von lediglich drei bis zu zwölf Monaten. Geleistet wird in der Regel ein fester Tagessatz pro Kilowatt-Peak (kWp), der wegen der unterschiedlichen Intensität der Sonneneinstrahlung im Laufe des Jahres teilweise gestaffelt ist. Einen insgesamt hohen Ertragsausfall-Schutz bieten die Photovoltaikversicherung24.de (Photovoltaik Exklusive mit SB), Rosa-Photovoltaik.de (Photovoltaikversicherung Condor Spezialkonzept 04.2011) und die Krist Assekuranzmakler (Secon Solar und Wüba-Chartis / Konzept Krist. Hier kommen bis zu zwölf Monate Entschädigung und hohe 2,50 Euro pro kWp und Tag zusammen.

Hohe Preisnachlässe gibt es beispielsweise bei der Signal Iduna oder der AXA, wenn bereits eine Wohngebäudeversicherung besteht oder gleichzeitig mit der Photovoltaikversicherung abgeschlossen wird. Trotzdem sollten die Kunden Vergleichsangebote für ihren Wohngebäudeschutz einholen. Denn hier tobt derzeit ein verbraucherfreundlicher Wettbewerb.

Alle unsere Testergebnisse gelten für die Musteranlage zum Preis von 34.000 Euro. Bei wesentlich größeren und teureren Anlagen kann zu zu einer Deckelung der Entschädigungsleistungen kommen.

Sinnvoll ist es, die Solaranlage von einem Fachbetrieb installieren zu lassen. Die Mannheimer

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