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26 Geräteverleihangebote in Baumärkten im Test

Handbuch Bauen, Wohnen, Renovieren
vom 02.11.2012

Geräteverleih in Baumärkten

Leih-haftig

Fehlt beim Renovieren mal ein Gerät, muss das nicht gleich neu angeschafft werden. Viel kann auch in Baumärkten gemietet werden. Wir haben die Angebote gründlich unter die Lupe genommen und sagen Ihnen, wo Sie das Beste fürs Geld bekommen.

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02.11.2012 | Die Deutschen sind passio­nierte Heimwerker und ­geben pro Kopf über 350 Euro pro Jahr in Bau- und Heimwerkermärkten aus. Um der Leidenschaft fröhnen zu können, brauchen sie Geräte, und oft lohnt es sich nicht, diese selbst anzuschaffen. Dabei spielt nicht nur das Geld eine Rolle, sondern auch der fehlende Platz.

Bohrmaschine oder Akku­­schrauber besitzen die meisten noch, aber die ­haben ihre Grenzen. Da will man die ­schöne neue Leuchte aufhängen, aber angesichts der Beton­decke machen selbst die guten Betonbohrer schlapp. Zum Glück gibt es einen Mietservice. Für einige Stunden einen Bohrhammer mieten und der Erfolg lässt nicht auf sich warten: Mit dieser ­Power geht der Bohrer rein wie Butter. Auch Gartenbesitzer sind dankbare Abnehmer für ­Ge­räte, die sie nur einmal im Jahr benötigen, wie Vertikutierer, Motorhacke und -sense. Zumindest solange der Nachbar nicht damit dienen kann, denn ein funktionierendes nachbarliches Netzwerk ist natürlich noch besser als der professionelle Mietservice.

Vor allem teure und selten gebrauchte Geräte ­möchte man für die kurze Zeit, die man sie benötigt, mieten. Aber auch für preiswertere Maschinen ist das durchaus sinnvoll, selbst wenn man sie in billiger Ausführung vielleicht für zehn bis 20 Euro kaufen kann. Denn dann hat man das Teil jahrelang rumstehen - und in vielen Wohnungen, vor allem in der Stadt, ist der Platz ­dafür einfach nicht vorhanden. Irgend­wann fliegt es dann auf den Müll, ohne dass es wirklich richtig genutzt worden wäre. Weiterer Vorteil vom Mieten: Man bekommt in der Regel hochwertige Profigeräte, mit denen die Arbeiten leichter von der Hand gehen als mit billigen Maschinen, die ihr Geld nicht wert sind.

In vielen Baumärkten wird ein Mietservice angeboten, doch vielfach macht der Betrei­ber das nicht selbst, sondern überlässt einem exter­nen Dienstleister das Terrain. Oder er arbeitet mit ihm zusammen: Der Vermieter liefert den Maschinenpark, die Abwicklung vor Ort wird von den Baumarktmitarbeitern durchgeführt.

In den meisten Fällen werden die Maschinen nur für ­einen Tag ausgeliehen. Wenn ein Kurzzeittarif angeboten wird, wie bei Bauhaus, ist dieser vor allem in städti­schen Gegenden sehr beliebt. Übers Wochenende werden die ­Geräte gern gemietet, wenn dafür nur ein Tag verrechnet wird. Längere Fristen werden vor allem von Firmen angefragt, die ihre technische Ausstattung auf diesem Wege ergänzen. Auch Bautrockner und Entfeuchtungsgeräte werden nach Starkregen und Hochwasser über einen größeren Zeitraum benötigt.

ÖKO-TEST hat bei acht großen Baumärkten in Deutschland angefragt, wie es in ihren Filialen um den Mietservice bestellt ist. Wir prüften dann das Angebot der Mietfirmen und können Ihnen nun sagen, was Sie im Einzelnen erwarten können und wo Vor- und Nachteile liegen.

Das Testergebnis

Lediglich Bauhaus bietet den Leihservice in vollem ­Umfang selbst an, und das in nahezu allen Filialen - verlässlich für den Kunden. Darü­ber hinaus beherrschen vor allem Profifi

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So haben wir getestet

Die Auswahl
ÖKO-TEST hat acht große Baumarktketten in Deutschland zu einem Geräteverleih in ihren Baumärkten befragt. Einen ausführlichen Fragebogen zu den Bedingungen der Vermietung schickten wir dann an die Firmen, die den Verleih durchführen. Denn meist sind das externe Dienstleister. Nur zu einem geringeren Teil machen die Baumärkte das in Eigenregie.

Der Vergleich
Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu den Verleihangeboten auf Grundlage der Anbieterangaben und der Informationen, die wir in Katalogen und im Internet finden konnten, zusammengestellt. Wie viele Filialen gibt es? Wie groß ist das Sortiment? Wie alt sind die Geräte? Gibt es einen einheitlichen Katalog mit einheitlichen Preisen? Muss das Zubehör immer gekauft werden? Gibt es einen Lieferservice? Wie sehen die Bedienungsanleitungen aus? Was passiert, wenn ein Gerät verschmutzt oder beschädigt zurückgegeben wird? Kann der Kunde sich versichern? ÖKO-TEST stellte zudem ein Sortiment aus 30 verschiedenen Geräten und Maschinen aus den Bereichen Garten, Bauen und Renovieren zusammen, die wir für einen guten Querschnitt ansehen. Für diese Auswahl verglichen wir die Preise. Soweit vorhanden waren Kataloge und Preislisten die Grundlage, ansonsten befragten wir die Anbieter. Teilweise mussten wir uns auch an einzelne Filialen wenden. Außerdem besorgten wir die allgemeinen Geschäftsbedingungen und einen Mustervertrag. Beides ließen wir juristisch prüfen.

Die Bewertung
Wir können natürlich nicht jeden einzelnen Preis bewerten, aber wenn der Vergleich ganz deutlich zeigte, dass ein Anbieter in einzelnen Tarifen auffallend teuer ist, gaben wir dafür Minuspunkte. Dabei wurden die Kurzzeit-, Tages- und Wochendtarife stärker gewichtet als der Wochentarif, der in der Praxis eine geringere Bedeutung hat. Ansonsten gibt es eine Reihe von Serviceleistungen, die für den Kunden vorteilhaft sind, wie Kurzzeittarife, Lieferservice, ein verbindlicher Katalog mit Preisliste oder ein großes Sortiment. Diese haben wir für die jeweils individuellen Bedürfnisse zum Vergleich mit aufgeführt. Notenabzug gab es, wenn sich die Ausleiher mit unübersichtlichen Herstelleranleitungen abquälen müssen. Im Fall Globus Baumarkt, wo Sortiment und Preise trotz intensiver Bemühungen von uns vollkommen undurchsichtig blieben, werteten wir deutlich ab. Leider zeigten die Vertragsbedingungen mehrerer Leihfirmen nicht unerhebliche bis gravierende Mängel, für die wir je nach Umfang Minuspunkte gaben.